Endlich gibt es Neuigkeiten

•16. Januar 2010 • 2 Kommentare

Silvester war nett aber im verhaeltnis langweilig, wir haben beide einen halbjahresvertrag in einem fitnessstudio unterschrieben, ich besitze eine Bluecard und ich habe auch endlich einen Job.
Ich arbeite in einer Roadtrainwerkstatt, zerkloppe die Bremsschlitten und arbeite sie anschliessend wieder auf, das heisst ich stanze neue Bremsbelege drauf und befreie den schlitten selbst vom rost. Das macht riesen spass, ich lerne eine menge und nebenbei wird das ganze auch noch richtig gut bezahlt. Mit 20$ (11,50€) die stunde habe ich da meinen bislang bestbezahlten job in australien. Ich war erst zwei tage arbeiten aber ich glaube da kann ich es eine weile aushalten. Ich sehe zwar jedesmal aus wie sau wenn ich da raus komme, aber geil, ich habe ja auch was gemacht. Den Job habe ich ueber eine Arbeitsagentur aus der City bekommen. Jan den alten Fischkopp konnte ich am zweiten tag auch gleich mitbringen und so flexen, meiseln und stanzen wir nun gemeinsam an den Bremsschlitten rum. Es war vielleicht nicht der cleverste zug Jan dort mit an zu schleppen, da nun die arbeit fuer die ich ich extra eingestellt wurde schneller erledigt sein wird, aber andererseits war der bengel gerade mal wieder arbeitslos und hat vor einigen wochen einen unfall gehabt, bei dem er drei Fahrzeuge zusammen geschoben hat. Zum glueck war er versichert, 20 000$ schaden, 400$ selbstbeteiligung. Mein vorgesetzter, der supervisor, hat mir aber, sofern ich das will, arbeit bis august zugesichert. Mal sehen.
Mein ziel ist es allerdings jetzt erstmal ein bisschen kohle auf die seite zu legen und dann einen job beim fernsehn zu bekommen. Hier in Perth rennen eine menge deppen rum und es passiert auch immer einiges, da brauchen die doch sicher irgendwo noch einen kleinen deutschen kameramann.
Tini hat bislang leider noch keinen zuverlaessigen job bekommen. Sie arbeitet immermal wieder in verschiedenen cafes, aber die meisten bieten ihr nur an die 2-3 tage arbeit pro woche und meistens einen stundenlohn von etwa 12-15 $. Sie hat sich allerdings schon in dem joboffice vorgestellt in dem ich auch war. Mal sehen ob dann naechste woche auch fuer sie der passende job dabei ist.
Letzte woche noch saßen Jan und ich arbeitslos rum und wollten verzweifeln. Im internet haben wir von einem renovierungsjob gelesen. Man sollte um 7uhr morgens an einer bestimmten adresse sein und dann wuerde man fuer verschiedene arbeiten ausgewaehlt werden. Jan und ich waren natuerlich puenktlich um sieben an der besagten adresse, die 30 km von meinem haus weglag, aber das ganze hat sich dann als fake rausgestellt und so sind wir ersteinmal zum strand um kaffee zu saufen. Wir haben dann beschlossen eine bluecard zu machen um unsere chancen auf dem arbeitsmarkt zu erhoehen. Diese karte ist notwendig wenn man auf dem bau oder als landschaftsgaertner arbeiten will. Wir sind also in die city und ohne jeden plan in ein office gestolpert in dem man diese karte machen kann. Dafuer muss man aber erst einen test bestehen und als ich die unterlagen dann vor mir hatte fand ich die idee ganz schoen beschissen, war ja alles in fachenglisch. Ein smarter schoenling hat uns dann alles erklaert und los ging es. Im raum sassen noch zwei andere baudeppen und im verlauf der naechsten drei stunden kamen auch noch einige dazu. Aber es gab keinen aufpasser. Das heisst Jan und ich haben das ding komplett zusammen ausgefuellt und unsere antworten stimmten zu 100% ueberein. Was wir aber noch besser fanden war, das man das heft in dem die loesungen waren gleich dazu bekam. Man musste also nur ein wenig lesen und konnte dann den scheiss komplett uebernehmen. Eine frage war allerdings im loesungsheft vergessen worden. Die richtige antwort hat mir dann der schoenling im office gegeben. Der kam auch ab und zu mal vorbei, hat kurz gefragt ob alles ok sei uns ueber ie schulter geschaut und dann gesagt: „ Nein das kreuz muss dahin“ oder „Ja, auf der seite ist alles richtig“ So dreiste scheisse kannte Jan nichtmal vom studium. Wenn uns danach war konnten wir auch mal rausgehen und telefonieren oder uns in der nase popeln, einfach easy. So viel zum Thema arbeitssicherheit in australien. Einen grossen teil von dem den ich da geschrieben, bzw. abgepinselt habe, habe ich ueberhaupt nicht uebersetzen koennen, aber scheiss drauf, ich habe eine bluecard und das macht aus mir einen sehr viel sichereren arbeiter. Fuer meinen jetzigen job brauche ich die bloede karte zwar gar nicht aber was solls der spass waren uns die 80$ wert.
Hier mal eine Frage an die ich mich noch erinnern kann:

Der Arbeitgeber muss einen Arbeitsunfall nur dann die Berufsgenossenschaft melden wenn der arbeitnehmer dabei ums leben gekommen ist!

Wahr oder Falsch

Oder

Was sollte man an einem wirklich heissen tag auf arbeit trinken?

Tee oder Kaffee
Nur Wasser
Alkohol
Wasser mit Elektrolyten (Elektrolyte ersetzen das Salz im Koerper das beim Schwitzen verloren geht)
< das stand genau so da

Das waren zwei fragen die ich auch gerade noch ohne buch hinbekommen habe.

Ich bin jetzt jeden tag von 6 – 18:00 Uhr unterwegs, und komme so nur am Samstag ins internet. Allerdings ist das auch der einzige tag an dem ich mal surfen gehen kann oder in die muckibude zum pumpen. Ich werde mich aber bemuehen auch die naechsten wochen und monate immer aktuelle berichte von der australischen metallbauer und dieselmechaniker front zu liefern.

Immer noch arbeitslos, aber wir leben in einem Haus!

•31. Dezember 2009 • 1 Kommentar

Seit einigen tagen nun leben wir in einem haus in Fremantle, einem stadtbezirk von perth und wie wir finden, ueberhaupt dem schoensten stadtbezirk australiens. Fremantle hat viele Cafes und ein ziemlich buntes, alternatives strassenleben. Alles ist fuer australische verhaeltnisse etwas kleiner und ueberschaulicher und erinnert eher an eine europaeische kleine bunte stadt. Nur leider hat Fremantle, noch zumindest, nicht wirklich viele Jobs. Tini hat zwar schon des oefteren gesagt bekommen dass man ab Januar wieder leute suche, aber momentan ist halt nichts zu reissen. Mir geht es da ganz aehnlich. Alle moeglichen fabriken und landschaftsgestaltungsfirmen sind geschlossen und auch im hafen ist einfach gerade nichts angesagt. Zwischen weihnachten und neujahr geht bei den aussies nicht viel und gearbeitet wird eigentlich erst wieder ab 4.Januar. Bei einem joboffice, bei dem ich mich vorgestellt habe wurde allerdings jemand fuer eine galabau firma gesucht, jemand mit erfahrung und der einen rasenmaeher fahren kann. Es sassen ca 13 andere jungs mit im raum, die meisten franzosen, aber keiner traute sich zu melden. Meine bewerbung wurde dann samt lebenslauf zu der firma geschickt, aber da wird sich so schnell keiner melden. Nun sitzen wir mehr oder weniger in unserem neuen haus die zeit ab und warten auf den aufschwung.
Das haus gehoert natuerlich nicht uns alleine. Es hat drei zimmer, ein klo, ein bad, eine offene kueche und ein wohnzimmer. Ausserdem natuerlich einen kleinen garten. Unsere mitbewohner sind Ankia und Dan, beide Aussies und beide eigenartig. Dan ist zwar furchtbar nett und hilfsbereit, aber er redet so leise und scheint extrem schuechtern zu sein, das ich ihn so gut wie nie verstehe. Anika dagegen redet so schnell und undeutlich das auch hier ein verstehen nur sehr schwierig moeglich ist. Ausserdem ist sie ziemlich zickig und kann uns nicht wirklich gut leiden, weshalb wir sie nur noch die Bitch nennen. Das zimmer haben wir bis mitte Februar, dann kann es sein, dass wir ausziehen muessen, aber da ist noch nichts fest. Der mietvertrag fuer das haus laeuft dann zumindest ab und Anika will nicht hier bleiben, Dan ist das alles wie immer egal und er weiss sowieso noch nicht was er machen wird. Unser zimmer war unmoebliert und ich musste mit hilfe einiger pappkartons soetwas wie einen schrank improvisieren. Auch war die decke leider so niedrig das mein longboard nur schraeg im zimmer stehen kann.
Weihnachten haben wir mit Jan und einer Freundin am strand verbracht und uns mit mit hilfe unseres kitschigen plaste- (Boshi) baumes, und einer eistruhe mit kuehlem bier das fest besinnlich getrunken. Wir hatten um die 30 grad und ich musste feststellen das Weihnachten echt richtig schoen sein kann. Auf den boden der tatsachen wurde ich dann allerdings ganz schnell wieder zurueck geholt als wir zum auto zurueck kamen. Irgenwelche amateure (zum glueck nur amateure) haben versucht unseren Appa aufzubrechen. Das schloss auf der fahrerseite war voellig zerstoert und ich muss jetzt immer auf der anderen seite einsteigen und durchklettern. Anscheinend wurden die spinner gestoert und wir haben noch all unsere sachen. Haetten sie die karre echt aufgeknackt, dann waere das fuer uns die totalkatastrophe geworden, ich hatte nur ein albernes weihnachtsshirt, eine badehose und mein handy bei mir. Unser komplettes leben war im auto. Die polizei die zufaellig einige minuten spaeter ueber den parkplatz fuhr erklaerte uns dass das hier im sommer staendig passiert und wir lieber weiter an der strasse parken sollten.
Auch dieses erlebniss drueckt naetuerlich wieder ein bisschen mehr auf die stimmung. Wir suchen jetzt seit gut einem monat nach einem job und sind dafuer bereits bis in den sueden gefahren. Alle wirklich coolen nationalparks und sehenswuerdigkeiten haben wir auf grund der knappen finanzen und des zeitdrucks weggelassen und nun sitzten wir hier im sueden die zeit tot. Ich kotze ziemlich ab und wenn ich ganz ehrlich bin weiss ich momentan auch gar nicht mehr so richtig was ich hier noch soll, aber wenn ich dann auf die karte schaue sehe ich die geilen nationalparks und all die strassen die noch befahren werden muessen. Ich hoffe das wir nun also so schnell wie moeglich einen job finden und dann im mai nochmal zu einem groesseren trip starten koennen. Den machen wir dann zwar hoffentlich nicht mehr mit Appa, denn ich hoffe den bald abgeben zu koennen, aber wenn wir niemanden finden, werden wir wohl noch bis Melbourne oder Sydney duesen muessen. Wie auch immer, wir wuenschen euch allen einen guten rutsch und uns allen ein erfolgreiches neues jahr.

Ja, und nun in Perth

•21. Dezember 2009 • 3 Kommentare

In Geraldton haben wir Bewerbungen ohne ende abgegeben, aber irgendwie will es gerade nicht so richtig anlaufen. Wir sind also nun weiter nach Perth und wollen hier unser Glueck versuchen. Jan der alte fischkopp haengt hier auch schon seit einer woche rum und hat nun ueber eine jobagentur etwas bekommen. Dort werde ich mich am Montag auch mal vorstellen und mal sehen ob sich da was machen laesst. Es ist unser Ziel erstmal ein sogenanntes Sharehouse zu finden, da die Cravanplaetze hier schweineteuer sind ist es fuer uns guenstiger und auch sehr viel praktischer in eine WG zu ziehen. Parallel dazu koennen wir auch versuchen Appa zu verkaufen,da wir ihn eigentlich nicht mehr brauchen. Wir wuerden uns dann einen kombi besorgen der sehrviel guenstiger ist, weniger verbraucht und den wir dann einfach wieder an andere Backpacker abtreten koennen. Wir werden nun also nur noch trips von Perth aus machen, wir wollen hin und wieder in den sueden nach Margrit River zum surfen und ins Outback will ich eigentlich auch gerne nochmal, zumal es da noch einige Nationalparks gibt die wir ausgelassen haben. Nun aber erstmal einen Job suchen und am Neujahrstag auf die Pferderennbahn zum groessten Rennen des Jahres hier in Perth. Tini hat bereits gestern in einem Cafe direkt am Strand einen kleinen Job gefunden und darf da heute Nachmittag mal zum probe arbeiten antreten.

Bei uns im sueden

•14. Dezember 2009 • 1 Kommentar

Nun sind wir also seit letzem montag in Geraldton wieder 500km suedlicher und nur noch knapp 500km von Perth entfernt. Wir haben die gesamte woche ueber nach jobs gesucht und nachgefragt, meist fuer Tini und sie hat auch schon jede menge bewerbungsboegen ausgefuellt und lebenslaeufe abgegeben. Eigentlich war es unser ziel, dass wir sie erstmal irgendwo unterbekommen und dann gucken wie sie vom campingplatz zur arbeit kommt. Anfangs haette ich sie gefahren und abgeholt und dann haetten wir ein fahrrad besorgt und sie waere alleine gefahren. Ausserdem steht fuer mich auch noch ein Werkstatttermin am Montag an. Appa bekommt dann neue „Uni Joints“ das sind die schrauben in der antriebsstange, da ich einen heckantrieb habe. Die koennte ich zwar auch selbst wechseln, aber fuer den verkauf sieht es besser aus, wenn ich die dinger in der werkstatt machen lasse.

Auf unserem weg von Carnarvon nach Geraldton haben wir in Monkey Mia und in Kalbarri halt gemacht. Beide orte leben ausschliesslich vom tourismus, wobei man bei Monkey Mia nicht wirklich von einem ort sprechen kann. Eigentlich ist Monkey Mia nur einen grosses Resort neben einer Ranger-Naturparkstation und das Highlight und der eigentliche Grund das jeden Tag hunderte Touris den 300 km umweg vom highway auf sich nehmen um zu diesem resort zu gelangen, sind die delphine, die dort jeden morgen an den Strand kommen. Eine Mirarbeiterin des Nationalparks laeuft dann vor den wildfotografierenden Touris im knietiefen wasser auf und ab und quasselt in einem eintoenigen sing-sang wie die einzelnen delphine denn heissen und gibt allerhand interessante informationen. Ihr gebrabbel wird via funkmikro ueber so ein paar aetzende Bahnhofslautsprecherueber den ganzen strand wiedergegeben. Spaetestens bei ihrem „good morning“ war bei mir jede spur von natuerlichkeit verflogen. Haette sie nach dem „totalen Krieg“ geschriehen, es haette nicht authentischer klingen koennen. Die Touris werden im Knoecheltiefen wasser aufgereit und von einer weiteren sehr viel strengeren mitarbeiterin mit funkgeraet beobachtet. Die delphine wissen naturlich das es gleich ein bisschen fisch gibt und tummeln sich schon sehr frueh am strand, allerdings nur die weibchen, den maennchen wird kein fisch gegeben, da diese zu aggressivitaet neigen und in der vergangenheit schon besucher gebissen haben. Ich haette es zwar gerne gesehen wenn einer der japaner von seinem eigenen essen in den indischen ozean gezerrt wird aber leider blieben die saeuger friedlich. Nachdem wir dann eine gute halbestunde volgesabbelt wurden und mich der monotone tonfall schon dazu uebergleiten liess statt der delphine die moewen zu fotografieren kamen aus dem hintergrund fuenf weitere mitarbeiterinnen ueber den strand. Jede von ihnen mit einem eimer fische bewaffnet und als die delphine das bemerkten reihten sich sofort fuenf von ihnen am strand ca. 2 meter vor den besuchern auf. Die anderen tollten draussen im tieferen wasser rum und schenkten dem ganzen rummel wenig beachtung. Die nationalpark maedels stellten sich ins wasser neben ihren jeweligen delphin und dann riefen sie immer einen besucher zu sich, der dann einen fisch aus dem eimer nehmen durfte um ihn dem delphin zu geben. Was fuer eine mega attraktion. Nach nichtmal fuenf minuten war die sache beendet und das team nationalpark verwies auf die naechsten zwei fuetterungen an diesem tag. Die japaner zog es in die souvenirshops und das klimatisierte resort, warscheinlich hatten sie deshalb auch dicke jacken und lange hosen an.
Unser naechser stop war Kalbarri, dort sollte ich dann eigentich endlich mal zum surfen kommen. Es gab auch eine nette links laufende welle und es waren einige jungs im wasser, aber wir kamen leider erst am spaeten nachmittag dort an und ich haette mein brett komplett wachsen und die finnen anbringen muessen, da das gute stueck noch reiseverpackt war. Ich beschloss also am naechsten morgen mein glueck ueber den steinplatten von Jakes zu versuchen. Aber nix da, am naechsten morgen hatte der wind leicht gedreht und so hatten wir auch in der bucht eine ganz ordentliche briese, die die wellen zusammenstauchte. Wir sind dann relativ schnell nach Geraldton weiter aber hier ist der wind noch viel heftiger. Ausserdem sind den straenden hier einige riffe vorgelagert die mal wieder jeden versuch einer welle zum strand durchzukommen zu nichte machen. Egal, jetzt brauchen wir einen job und dann such ich mir was zum surfen. Anfang letzter woche konnnten wir noch einen anderen kleinen erfolg verbuchen, unser regiestrierungssticker fuers auto ist nun endlich im hostel in adelaide angekommen. Ben ist zwar leider nicht mehr in Adelaide aber die hosteltrulla hat mir versprochen den sticker zu mir ins „African Beach Resort“ an die westkueste zu schicken. Unser aktueller sticker ist mittlerweile abgelaufen und nun ist es uns eigentlich nicht mehr gestattet unser auto zu bewegen, aber was solls, der richtige sticker ist ja auf dem weg.
Gestern waren wir dann im museum von Geraldton und ich muss sagen, dass ich sehr angetan war und wir darueber nachdenken nochmal dorthin zu gehen. Alles war super modern und anschaulich, perfekt fuer kinder und museumsmuffel wie mich. Zuvor waren wir noch auf dem farmers market, dort koennen wir immer frisches gemuese aus der gegend zu recht guenstigen preisen bekommen. Ich habe das auch gleich genutzt um mich bei einem schafsfarmer zu bewerben. Der brauch zwar nur hin und wieder und dann maximal fuer eine woche leute, aber die erfahrung wuerde ich schon gerne machen, er hat sich meine nummer notiert. Ab Montag geht dann fuer mich die heisse bewerbungsphase los, ich werde erst alle campingplaetze abklappern und dann in die jobagenturen gehen, in der hoffnung das die auch traveller vermitteln, was eher selten der fall ist. Tini wird warscheinlich mal bei Subway vorsprechen, das zeug zum stullen schmieren hat sie ja.

„Mein Frau geht halbtags putzen, ich bin voruebergehend arbeitslos“

•7. Dezember 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Super eine woche frei und die alte ist auch nicht da und meckert rum.
Das stimmt so nicht ganz. Tini war die letzte woche immer fuer zwei bis vier stunden in einem motel neben unserem caravanpark putzen. Der stundenlohn war der gleiche wie auf einer farm, aber leider verdient man bei so wenig stunden halt auch nicht viel. Ich habe mich derweil mal so richtig um appa gekuemmert, denn nach unseren knapp 3.500 km war auch mal wieder die ein oder andere fluessigkeit noetig.
Am Montag haben wir auf meinen wunsch hin einen versuch unternommen die surfspts der gegend zu erkunden. Leider mussten wir dafuer 60km hetigste huckelpiste hinnehmen. Dazu kam, dass es tierisch gestuermt hat und staub und sand uns ein zuegiges vorankommen fast unmoeglich gemacht haben. Ca.2km vor dem ersten spot mussten wir dann umkehren, da die strasse zu sehr mit weichem sand bedeckt war und wir dort nie im leben durchgekommen waeren. Beim rangieren und wieder wegfahren habe ich mich dann auch gleich in einem sandhaufen festgefahren, konnte aber gluecklcherweise zuruecksetzen und mit etwas schwung gelang es uns den kleinen huegel hoch zu huepfen. Tini hat die ganze zeit irgenwelche stossgebete zum himmel geschickt, haette ich gewusst in welchem zustand die innenseite unserer vorderreifen waren, haette ich mitgelabert. Aber dazu spaeter. Leider hatten wir auch vergessen die hinteren fenster richtig zu verschliessen und nachdem wir die 60km dann wieder zurueck gefahren waren lag im gesamten auto eine nette grobe staub und sandschicht, auch in den schraenken. Wir haben uns dann noch mit Jan getroffen den wir aus Bowen kannten und den wir ja auch schon in Darwin wieder gesehen hatten. Der war mit zwei deutschen maedels unterwegs und hat wirklich keinen nationalpark ausgelassen auf dem weg in den sueden. Wir haben noch einen abend nett zusammen gesessen und uns dann fuer Perth verabredet. Perth wird nun auch unser naechstes ziel sein, in carnarvon moechten wir beide irgendwie doch nicht bleiben. Der strand nah bei der stadt ist ziemlich haesslich und die surfspots mit appa nicht machbar. Ausserdem habe ich mit phillip und marie gesprochen, dem bayernpaerchen, dass wir auch aus Bowen kennen und vielleicht koennen wir deren Job auf einem caravanpark nordlich von perth uebernehmen. Marie bedient in der tankstelle und Phillipe ist so eine art hausmeister auf dem caravanpark. Er maeht den rasen und macht die bewaesserung. Das hoerte sich alles sehr gut an und sie arbeiten dort hoechstens noch bis weihnachten. Wenn also alles klappt koennen wir dort bald uebernehmen.
Als ich dann am Dienstag den reifendruck ueberpruefen wollte, da ich befuerchtete dass uns auf dem weg zu den surfspots etwas luft floeten gegangen war, traute ich meinen augen, bzw. haenden nicht. Aus der innenseite des rechten rades guckte draht raus und als ich mich unter die karre gelegt hatte stellte ich auch fest, dass der reifen innen komplett runter gefahren war der draht war laengst durch und es war ein wunder das der reifen noch nicht weggeflogen war. Die 120 km buckelpiste haette ich damit nie fahren sollen, das sahen die typen beim reifenwechsel auch so und sie haben nicht schlecht geguckt als sie den reifen sahen. Am Samstag musste ich dann gleich nochmal anruecken um die reifen wieder gerade stellen zu lassen und die spur zu richten. Dabei stellten die herren dann fest das auch irgenwelche gelenckkoepfe im arsch sind und dringend gewechselt werden sollten. Den spass werde ich dann etwas weiter suedlich machen lassen, da das dort wesentlich guenstiger ist. Wenn man mich jetzt fragt welche preiskategorie ich denn waehlen moechte, waehle ich immer die guenstigste, da ich appa eigentlich im mai wieder abgeben moechte. Aber ich habe das bloede gefuehl das es bis dahin noch einiges zu tun gibt.
Wir werden also weiter nach Perth ziehen, befinden uns ab nun an allerdings an dem surfbaren stueck der westkueste und das werden wir ausnutzen und die spots nacheinander von norden nach sueden abfahren. Vorraussetzung ist sie liegen in der naehe einer vernuenftigen strasse. Auch werden wir an der kueste ueberall nach jobs fragen und uns dann dort niederlassen wo es arbeit und surf gibt, das muss doch gehen, wir sind schliesslich in diesem Australien von dem immer alle reden.

3.200 km von Darwin entfernt

•30. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Anzahl der am strassenrand rumliegenden toten tiere zwischen Darwin und Broome (1.800 km):

Kaenguruhs: 270 Wildschweine: 3
Rinder: 21 Voegel: 27
Ausserdem 1 Echse

Ja wir kommen viel rum, genauer gesagt haben wir in der letzten woche ohne probleme 3.200 km geschrubbt. Appa hat die ganze nummer ganz super mitgemacht, allerdings haben uns zwei roadtrains beim entgegenkommen zwei neue steinschlaege in die windschutzscheibe geschossen. Auch habe ich mich auf einem parkplatz ein wenig verschaetzt, bzw. auf den kaenguruhfaenger verlassen und nun hat auch der frontspoiler eine dicke delle. Das ganze macht ein wenig den eindruck als waeren wir in New York eine randalierende, bis an die zaehne bewaffnete strassengang ueberrollt.
Wir sind nun in Carnarvon, der naechste surfstrand ist „nur“ 100km entfehrnt und arbeit gibt es angeblich auch ueberall. Zumindest auf Tini scheint diese aussage zuzutreffen, denn die gute ist gerade in einem motel und hat ihren ersten arbeitstag. Was sie genau macht wussten wir bis heute morgen noch nicht, aber ich bin gespannt darauf es zu hoeren wenn sie wiederkommt. Ich bin auch schon etwas rumgefahren und habe mich orientiert. Es gibt wirklich viele meist kleine farmen und plantagen, aber bislang konnte ich nur einen groesseren packingshed ausmachen wo ich morgen mal vorsprechen werde um den boss davon zu ueberzeugen was fuer ein glueck er doch habe das deutschlands bester staplerfahrer gerade in town ist.

Die Fahrt:

Unser erstes ziel nachdem wir Darwin verlassen hatten waren die Bitter Springs. Wir waren bereits auf unserem weg nach Darwin bei den kalkwasserquellen rangefahren und es hatte uns so gut gefallen, dass wir beschlossen hatten den 200 km umweg ruhig in kauf zu nehmen und nochmal mit unterwasserkamera an die quelle zu kommen. Das wasser dort hat einen ziemlich hohen kalkgehalt und aus irgendwelchen gruenden wird jede art von schmutz dort sofort gebunden. Das heisst das dort zwar viele algen an der wasseroberflaeche treiben, aber da die stroemung recht stark ist werden diese schnell wegtransportiert und das wasser ist so klar das man locker 50m weit sehen kann. Von oben sieht das ganze nicht weiter spektakulaer aus, eher wie ein kleines baechlein das sich zwischen bambus, palmen und eukalyptus den weg zum grossen fluss bahnt, aber wenn man erstmal drinnen liegt und eine taucherbrille auf hat, dann kann man erkennen dass das vermeintliche baechlein gut 3m tief ist und reingefallene baeume und aeste eine hammer unterwasserlandschaft bieten. Man kann angeblich auch hin und wieder schildkroeten sehen, aber das war uns leider nicht vergoent. In der regenzeit passiert es auch hin und wieder das sich krokodile in die Bitter Springs verirren aber davon waren wir ja zum glueck noch verschont. Die ranger haben eine leiter zum einstieg und etwa 200 m weiter am ende auch eine zum ausstieg angebracht. Das heisst man kann sich von der stroemung treiben lassen unter den baeumen durchtauchen und dann wieder zurueck laufen um den ganzen spass noch einmal zu haben. Als wir dann so herumtollten und uns unter wasser fotografierten, muss mir wohl der autoschluessel aus der tasche gefallen sein. Es war schon ziemlich bescheuert den schluessel da ueberhaupt rein zu stecken, aber nun lag er am grund der quelle. Als wir das fehlen des schluessels bemerkten haben wir sofort unsere taucherbrillen wieder aufgesetzt und haben die runde erneut gemacht. Und siehe da ich habe den schluessel am grund zwischen irgenwelchen hoelzern und algen wirklich gefunden. Zurueck bei appa dann der zweite schreck. Beim einparken bin ich gegen einen der hoelzernen haltepfosten geknufft. Ich habe mich schon in dem moment ueber das laute knacken gewundert und war ueberrascht das der dicker pfeiler so schnell bricht, hatte der sache allerdings keine weitere beachtung geschenkt, mein bullenfaenger macht das schon. Nun sah ich allerdings dass ich nicht mit dem bullenfaenger sondern mit dem frontspoiler gegen den pfeiler gestubst bin, so dass das plaste (ich widme dieses wort erneut Boshi) dort nun schoen aufgebrochen ist. Ich hoffe wir finden auf irgendeinem schrottplatz noch einen neuen spoiler, da das fuer den verkauf nicht wirklich schoen ist.
Wir sind nach diesem kleinen ausflug dann ziemlich schnell nach Broome gedonnert. Ben hatte mir 13 ein liter flaschen seines hausgebrauten bier mitgegeben welches wir nun regelmaessig zu uns fuehren. Unser wasser kaufen wir ja immer im supermarkt in 10 liter kanistern. Einige dieser kanister sind wiederverwendbar und haben einen sehr praktischen zapfhahn. Ich habe also appa nun drei dieser kanister in den kaenguruhfaenger gebunden, die wir regelmaessig mit leitungswasser auffuellen und so haben wir immer 30 liter frischwasser bei uns das wir abends zum duschen auf die heckklappe stellen und dann wie ein ostdeutsches FKKpaerchen auf irgenwelchen outbackhighwayparkplaetzen rumspringen und uns ueber die dusche vor dem schlafengehen freuen. Die klappe stuetze ich mit einer der zeltstangen die eigentlich fuer unser vordach sind. Wir sind warscheinlich die einzigen backpacker die so nicht verklebt und altschweiss bepackt abends in ihr auto kriechen.
Die landschaft hier an der westkueste ist deutlich anders als das was wir von der ostkueste kannten. Es ist bei weitem nicht so gruen und fruchtbar und die letzten 1.000 km war das land eigentlich komplett flach und grass war so ziemlich die einzige vegetationsform. Ausserdem wird die westkueste von den fliegen regiert. In den staedten geht es erstaunlicherweisse, aber auf den rastplaetzen sind haben wir immer bis zum einbruch der dunkelheit in unserem auto geblieben bevor wir uns raus getraut haben. Wenn wir tagsueber das auto verlassen haben dann nur mit fliegennetz ueber dem kopf, da die sauviecher einem immer direkt an die koerpersaefte wollen, das heisst: Nase, Ohr, Mund, Augen. Sobald aber die sonne nen abgang macht verschwinden die nervensaegen und ueberlassen ihren kollegen den Muecken uns Sandflies (auch Stechmuecken) das revier. Auf dem weg die kueste runter haben wir immerwieder in allen moeglichen orten gehalten und den strand besucht. Den schoensten strand und das blaueste wasser hatten Broome und Coral Bay. Allerdings habe ich bislang keine surfbaren wellen gehabt, da es einfach zu klein war. Es soll zwar mitte dieser woche nochmal groesser werden, aber eigentlich muss ich mich ja auch um einen job kuemmern, mal sehen. Auch sind die temperaturen sowohl im wasser als auch in der luftt deutlich kuehler geworden. Klar es ballert unentwegt die sonne und da wir nun doch schon recht suedlich sind entgehen wir auch der regenzeit, aber wir haben nicht permanent ueber 30 grad und im wasser denke ich haben wir hoechstens 20. Tini ist mit den Lufttemperaturen schwer zufrieden, aber ich muss mich erst daran gewoehnen abends wieder t-shirts zu tragen. Ich finde es super wenn man auch nachts die moeglichkeit hat zu schwitzen.
Meine Mittelohrentzuendung habe ich dank der tabletten ziemlich schnell in den griff bekommen. Im Haus von Ben in Darwin haben Tini und ich uns auf ihren wunsch hin gegenseitig adventskalender gebastelt. Wir hatten dafuer zwei stunden zeit in einem shoppingcenter umher zu flitzen und durften nicht mehr als 30 $ ausgeben (etwa 17€). Zureuck im haus hat sich jeder in eine ecke verkrochen und mit viel klebeband, zeitungspapier und nochmehr klebeband haben wir dann irgenwie 24 paeckchen zusammen bekommen, oder wie in meinem fall 24 pappbecher.Kurz vor der abfahrt haben uns dann Ben und Miranda auch noch einen selbstgebastelten adventskalender geschenkt, da sie uns laut Mirandas aussage auch ein bissenschen weihnachten geben wollten. Oh man, ich habe nichtmal hier meine ruhe, aber wenigstens schneit es nicht.
Von Ben’s mitbewohnerin hatten wir ja eine kontaktadresse bekommen wo wir uns mal melden sollten zwecks arbeit auf einer rinderfarm in Broome allerdings haben wir dort niemanden erreicht und der weg zur farm war durch ein ein tor verschlossen und einige schilder warnten davor dieses zu oeffnen oder gar die strasse da hinter zu befahren. Ausserdem war tini auch nicht so richtig dafuer zu begeistern auf einer farm weit weg der zivilisation zu arbeiten. Nun geht dieses ganze rumgeduese von farm zu farm, das vorgestelle und bewerbe also wieder los. Ich erklaere duemmlich dreinschauenden aufgedunsenen farmern das ich alles kann, glaube es mir selbst nicht und hinterlasse einen lebenslauf.

Also dann Carnarvon, the one and only forkliftmajan ist here.

AKTUELLE ERGNAENZUNG:

Tini ist aus ihrem motel zurueck. Sie arbeitet dort nun halbtags als putze, morgen wird sie fragen ob es auch noch mehr arbeit fuer sie gibt, ansonsten schauen wir jetzt auch fuer sie noch nach alternativen.

Neue Bilder

•27. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Rechts findet ihr die letzten bilder aus Indonesien, unter Bilder Lombok.

Wir befindenuns gerade auf dem weg nach Exmouth um einen Job zu finden und zu surfen, melden uns die tage wieder.

In Broome

•25. November 2009 • 2 Kommentare

Die 1.900 km haben wir ziemlich schnell hinter uns gebracht. Etwas interressantes neues waren diese fetten wasserbaeume fuer uns. Diese dicken dinger haben einen umfang von bis zu 11m und speichern darin das noetige wasser. die sehen echt lustig aus.
Nachdem wir einen tag auf der strasse waren tat mir mein ohr immermehr weh, also sind wir in Kununurra bei einem arzt rangefahren. Wir sind erst zu einem krankenhaus, aber da haette ich nur fuers hallo sagen schon etwa 85€ blechen muessen. Dann also lieber zu einem arzt wo ich nur 35€ zahlen musste und auch sofort ran gekommen bin. Der hat bei mir eine mittelohrentzuendung festgestellt und mir ein paar tabletten verschrieben, die helfen und es geht mir schon besser.

In Darwin war ich kurz vor der abreise auch noch schnell bei einem arzt, einem zahnarzt. ich brauche ja wie viele andere meine stempel fuer die krankenkasse und so musste ich mich in darwin noch fuer einen check up auf den stuhl legen. Die zahnaerztin fummelte keine minute in meinem maul rum, da meine sie, sie muesse zwei roentgen bilder von jeder seite machen, ob das ok waere? Das kannte ich aus deutschland und fand es daher ok. Doch dann daemmerte mir warum sie mich fragte und ich fragte was mich das kosten wuerde. Nochmal etwa 40€ extra! Wir haben die untersuchung dann ohne roentgen durchgezogen und ich habe meinen stempel bekommen.
Nun sind wir also in Broome. Die fahrt war ganz angenehm und dank einer selbstkonstruierten dusche sind wir abends auch immer recht frisch ins bett gekommen. Appa laeuft wie eine eins, nur war leider die sicherung, die zweitbatterie schuetzt, durch. So wurde waerend der ersten 1000 km unsere batterie ueberhaupt nicht geladen. Aber ich habe schnell eine neue besorgen koennen. Warscheinlich ist die bei den starthilfen in Darwin durchgedonnert.
Broome ist eigentlich ganz nett. Das meer ist hammer blau und der strand ist auch ganz schoen, aber es hat gerade und warscheinlich auch die naechsten wochen keinen surf. Ich wuerde eigentlich ganz gerne gleich weiter nach Carnavon, das liegt 1.500 km weiter im sueden, da kann man surfen und arbeiten mit einander verbinden und das wuerde passen. Allerdings haben wir hoechstens gerade noch genug geld fuers benzin und ob wir dann da gleich einen job finden wissen wir ja auch nicht. also wird es wohl darauf hinaus laufen, das wir uns hier noch etwas in Bowen suchen und dann in etwa einem monat weiterziehen. Heute werden wir uns erstmal einen ueberblick hier in Bowen verschaffen und dann weitersehen.

Neue Bilder – Thailand

•21. November 2009 • 1 Kommentar

Ich habe nun noch die restlichen Bilder aus Thailand hochgeladen. Die sind wie immer rechts und ich habe sie einfach zu den bisherigen dazu gepackt. Naechste Woche gibt es dann noch Bilder aus Lombok. Aber dazwischen werden wir erstmal 1500 km fahren…

Back in OZ

•20. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Seit ueber einer woche sind wir nun wieder zurueck in Australien. Wir haben uns wieder bei Ben, Miranda und den 4 aerzten in die einfahrt gestellt und bereiten uns fleissig auf die weiterreise vor. Wir wollen weiter nach Broome an die Westkueste. Dort muessen wir uns dann auch schleunigst nach arbeit umsehen. Von einer aerztin hier aus dem haus haben wir bereits eine adresse von einer rinderfarm erhalten. Allerdings ist Broome und erst recht die westkueste nicht direkt neben Darwin. Auf direktem weg haetten wir 1.872 km zu machen, aber wir haben noch den ein oder anderen kleinen ausflug geplant und ein kleiner ausflug kann in australien auch schonmal 200- 400km bedeuten.

Unser Flug von Bali nach Darwin war nicht weiter spektakulaer. Ausser, dass wir wie zu erwarten voellig ueberladen waren und dementsprechend uebergewicht beim check in am flughafen hatten. Ich habe dann, um das ganze etwas zu vertuschen, den gepaeckwagen einfach hinten unter mein surfboard geschoben, so kamen wir per zufall genau auf die erlaubten 40kg. Kurz vor ende der prozedur kam dann allerdings irgendeine uebereifrige securitytante dazu und zog den trolley weg. Nun standen da ploetzlich 58 kg auf dem displey, aber da war auch schon alles ausgedruckt. Die dame am check in wollte dann noch unser handgepaeck wiegen, da ihr das auch verdaechtig schwer vorkam, aber da habe ich mich auch schon umgedreht, mir Tini geschnappt und weg waren wir. Alleine unser Handgepaeck waere sicherlich locker 30-40kg schwer gewesen, erlaubt waren 14kg.
In Darwin haben wir uns dann morgens halb fuenf vor dem Krankenhaus absetzen lassen, wo unser Appa ja auf dem parkplatz wartete. Im dunkel mit hilfe einer kleinen taschenlampe habe ich mich dann daran gemacht die kleinen pannen wieder zu beheben, die ich vor unserer abreise appa zugefuegt hatte, um so einen eventuellen diebstahl zu erschweren. Obwohl dann nach schweisstreibender arbeit alle steckverbindungen wieder richtig zusammen gefuegt waren und auch der draht am gashebel neben dem motor wieder aufgezogen war, sagte Appa kein wort. Wir raetselten noch eine weile rum, ob ich nicht vielleicht noch andere Dinge getan habe, aber es half nichts, unser geliebter treuer campervan blieb stumm. Wir haben dann wieder ein Taxi genommen und sind erstmal zum haus von Ben und Miranda gefahren. Dort haben aber natuerlich noch alle geschlafen. Nachdem Tini in der einfahrt auf dem boden eingeschlafen war, die sonne hervorkam und die muecken auch endlich aufhoerten mich zu nerven, stand Miranda in der tuer. Spaeter fuhr uns einer der Aerzte nochmal zum krankenhaus, da er eh zur arbeit musste. Wir versuchten dann zuerst mit seinem auto starthilfe zu geben, aber da ruehrte sich nichts. Eine stunde darauf stand der australische ADAC mal wieder vor mir und mit hilfe einer BIG-POWER startbatterie bekam ich die laute von Appa zu hoeren.

Die letzte Woche haben wir dann mit BBQ’s, baden im pool, Ben’s homebrew verkosten und zwischendurch auch organisieren und auto schrubben verbracht. Am vergangenen Wochenende hatten wir ein BBQ an der wasserfront im sonnenuntergang, anschliessend bin ich dann noch mit Ben und ein paar kumpels zum Billiardspielen gegangen, als Ben ploetzlich meinte er haette eine ueberraschung und „lass mal heute noch weggehen“. Eine Stunde spaeter fand ich mich im oertlichen stripladen wieder. Der abend war lustig.
Eigentlich hatten wir ja schwer damit gerechnet, dass ich in den naechsten wochen noch nach adelaide fliegen muss, um wieder die autoanmeldung zu machen und diesen bloeden sticker zu bekommen. Letztes jahr hatte uns die behoerde in adelaide unseren account im internet gesperrt, da wir backpacker sind und die muessten den scheis schon persoenlich beantragen. Unser fehler war damals das wir dort angerufen haben um zu erfahren wie wir das im internet so zu machen haben. Dieses jahr haben wir einfach auf eigene faust das teil beantragt und siehe da, alles hat geklappt. Alles ist bezahlt und die muessen den scheiss sticker nun nur noch rausschicken. Leider geht der an das hostel in adelaide, in dem ich letztes jahr war und auf das mein auto gemeldet ist. Allerdings ist Ben ab naechster woche fuer drei wochen da unten und der holt den aufkleber dort fuer mich ab und schickt ihn uns hinterher. Alles nicht einfach. Versicherung und ADAC haben wir dann einfach per telefon verlaengert und nun kanns eigentlich los gehen. Meine surfbretter sind alle repariert, einkaufen werden wir heute noch einmal gehen und hoerbuecher fuer unterwegs sind auch geladen.

Bilder online

•13. November 2009 • 1 Kommentar

einsiedlerkrebs

Ich habe es endlich geschaft, die Bilder von meinem Boot/Surftrip auf die Mentawai Islands sind online, wie immer rechts. Wir sind nun wieder in Australien. Wir werden noch ein paar tage bei Ben in Darwin bleiben bevor wir uns auf den weg an die westkueste machen. Ich werde noch all die anderen Bilder aus Indonesien hochladen und jedes wochenende welche veroeffentlichen.

Einmal Lombok und zurueck

•6. November 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Nachdem Tini und ich uns nun wieder hatten und ich mich so langsam an den stabilen boden unter meinen fuessen gewoehnt hatte, sind wir wieder auf eine faehre gestiegen und zur nachbarinsel Lombok gereist. Im ernst, ich hatte einige Tage damit zu tun das schwindel- und schunkelgefuehl, dem ich auf dem Boot staendig ausgesetzt war, aus dem hirn und den beinen zu bekommen.
Lombok gilt als die kleine schwester von Bali. Die Straende sind wunderschoen, der Tourismus haelt sich noch in grenzen und eigentlich heisst es auch fast ueberall das Lombok guenstiger sei als Bali, aber das koennen wir nun wirklich nicht bestaetigen. Die Straende dagegen, das koennen wir bestaetigen, sind wirklich super. Wir waren fast immer fuer uns und das in super weissem sand mit knallblauem meer davor. Ich habe auch hier und da ein paar wellen bekommen, aber nicht wirklich ausreichend.
Die fahrt nach Lombok, haben wir mit einem touri-shuttle gemacht. Treffpunkt war morgens um sechs vorm supermarkt in Seminyak – Bali, abgeholt wurden wir dann dreiviertel sieben. Von dort ging es dann zum uns vertrauten hafen nach Padangbai, 2 stunden fahrt. Dort wurden wir mal wieder in einem restaurant abgeladen und gebeten zu warten. Das machen diese tourorganisationen nur zu gerne, sie lassen dich noch schoen ueberteuerten scheiss einwerfen bevor du dann irgendwann weiter darfst. Irgendwann war dann eine stunde spaeter. Durch unseren restaurantaufenthalt hatten wir leider die faehre verpasst und mussten nun eine stunde warten bis wir endlich mit die naechsten faehre richtung Lombok starten konnten. Dort ging es wieder in einen shuttlebus, der fuhr aber auch nicht nach Kuta, unserem Zielort, sondern erstmal zum Hauptbuero des veranstalters, dort wurde ich ins Buero gebeten und mir wurden all die netten tourangebote vorgelegt, die wir in der naechsten woche doch so machen koennten. Ich war ziemlch angepisst, der schweiss floss in stroemen ueber meinen koerper, wir hatten den ganzen tag nichts vernuenftiges gegessen und wo wir die unterkommen sollten, wussten wir auch noch nicht, es war ja nun auch schon 15 uhr. Ich habe dem mulha seinen katalog auf den tisch geknallt und gesagt er soll seinem fahrer sagen, dass wir jetzt endlich ankommen wollen. Nach wenigen minuten und einem weiteren fahrzeug wechsel, wurden wir dann endlich nach Kuta gefahren. Nur zum besseren verstaendnis; es gibt in Lombok auch ein Kuta, hat aber nichts mit Kuta auf Bali zu tun. Gegen 17 uhr waren wir dann endlich an unserem ziel angekommen und haben uns bereitwillig in das hotel fahren lassen, das uns der tourveranstalter vorgeschlagen hatte. Der preis war ok und das zimmer einigermassen sauber. Allerdings war der Pool dreckig und diesig wie eine klaergrube, das Fruehstueck miserabel und der ventilator im zimmer ein versager. Am naechsten tag haben wir mit einem mietroller die gegend ausgecheckt und sind dann in eine andere unterkunft gewechselt. Die war zwar umgerechnet 70 cent teurer, aber scheiss drauf, der pool war sogar tief. Das fruehstueck war auch hier beschissen, aber ich bin in indonesien bei unterkuenften schon zufrieden wenn es klopapier und eine schuessel zum draufsetzen gibt. Auf der Faehre nach Lombock habe ich uebrigens das erste mal solch ein „hockloch“ ausprobiert, das ist vielleicht ein gewackel, bequem ist das nicht. Richtige Asiaten runden die unbequeme notdurft noch damit ab, dass sie sich am ende mit eine kelle wasser und der linken hand den mist abkratzen, manchmal haengen auch schlaeuche da, dann wird quasi sauber gekaerchert. Ich schleppe immer klopapier mit mir rum und werde mich auf diese ferkelei nicht einlassen. Aber zurueck zu lombok. Nachdem wir dann am zweiten tag die gegend etwas erkundet hatten und auch relativ schnell unseren warung fuer die naechste woche ausgesucht hatten, haben wir uns mit dem roller auf stranderkundung begeben. Warung sind indonesische imbissbuden, traditionelle indonesische kueche, heisst: Nasi Goreng, Mie Goreng, Cap Cai, Nasi Campur usw..
Die Strassen auf Lombok sind eine einzige katastrophe. Fiese schlagloecher reihen sich aneinander und machen es einem beinahe unmoeglich mal eine konstante geschwindigkeit zu fahren. Erstaunlicherweise ist mir das am ende unserer Lombokwoche ganz gut gelungen, man stumpft halt doch ab. In den naechsten tagen haben wir immerwieder trips zu unserem lieblingsstrand „Mawun Beach“ gemacht. Ich habe Tini aus bambusstangen und einem sarong einen kleinen schatenspendenden unterschlupf gebaut, wir waren schnorcheln und ich bin auch einmal zur oeffnung der bucht gepaddelt um die wellen ausserhalb zu surfen, allerdings war das ziemlich beschissen. Leider hat uns dann irgendein indodepp die kamera geklaut. Wir waren im wasser und die kleine knipse lag unter der schattenspendenden bambuskonstruktion auf der decke. Wir haben den verlust erst viel spaeter bemerkt und dann war es leider schon viel zu spaet. Wir waren an diesem gut ein kilometer langen strand fast alleine und der security, der auf die roller acht gibt, hatte natuerlich auch nichts gesehen. Allerdings haben die sicherheitsleute sich dann ziemlich ins zeug gelegt. Lombok hat auf Bali und unter touristen schon immer den ruf etwas unsicher zu sein. Am naechsten tag waren mehrere securitys am strand und ich wurde zu einer befragung zu ihnen gebeten. Da ich nichts gesehen hatte, konnte ich nicht wirklich helfen, aber es tat gut zu sehen, dass die sich ernsthaft gedanken gemacht haben und diese art von kriminalitaet auch nicht gut heissen.
An zwei tagen sind wir nach Grupuk gefahren. Der ort liegt nur etwa 20 minuten von Kuta entfernt und dort bricht eine schoene welle auf einem riff in der bucht. Leider ist es nur moeglich mit einem boot dorthin zu kommen, also muss man sich an die locals haengen und die wissen damit geld zu machen. Eine fahrt zur welle und zurueck kostet etwa 2,50 €. Am zweiten tag hat sich so ein daemlicher aussie ganz besonders australisch angestellt und kam nach einem duckdive direkt unter mir wieder nach oben. Sein brett hatt ein schoenes loch in mein epoxyharz geknackt und so war der zweite surftag in Grupuk fuer mich schon nach einer stunde beendet. Das brett steht gerade neben mir und ich bin mit den reparaturen so gut wie fertig.
In den letzten tagen sind wir im abendlicht in die kleinen sasakdoerfer gefahren und haben ein paar fotos gemacht. Sasak ist der typische baustil auf Lombok, ganz viel Bambus und Palmenblaetter. Sieht super aus und waere es in deutschland nicht so scheisse kalt, wuesste ich wie mein haus aussehen sollte. Die leute dort in den doerfern sehen nicht all zu oft touristen, erst recht keine die anhalten, von ihren rollern absteigen und auf sie zugehen. Eine traube kinder hat uns durch das ganze dorf begleitet und sich das aufpassen auf den roller am ende bezahlen lassen.

Nun sind wir wieder in unserem Inada, unserer lieblingsunterkunft in Seminyak auf Bali. Die rueckfahrt haben wir uns komplett selbst organisiert, das war billiger und wir sind sehr viel schneller vorwaerts gekommen. Ich war heute morgen und gerade eben auch schon wieder am strand surfen. Die wellen sind zwar sehr klein, aber wenigsten haben wir welche. In unserer letzten woche in indonesien wollen wir nun noch einkaufen und einfach nur surfen. Die bilder des Mentawai trips sind schon zum teil hochgeladen, aber ich finde einfach keinen internetladen der schnell genung ist um bilder online zu stellen. Passiert aber schnellstmoeglich, spaetestens in australien.

Der Bootstrip

•26. Oktober 2009 • 3 Kommentare

sama sama

Wir haben super wellen gesurft, haben die inseln betreten, die man aus den katalogen fuer geile inseln kennt. Mir war sehr oft sehr flau im magen und am ende sind wir vier tage ohne wellen rumgeschippert. Im grossen und ganzen wahr der trip schon ein voller erfolg, wenn man von den letzten zermuerbenden tagen an deck mal absieht. Wenn man die mentawai inseln mal von norden bis sueden durchfahren ist, dann, so geht es mir jedenfalls, hat man ein wenig eine vorstellung davon was einsame inseln sind. Man hat die moeglichkeit an land zu gehen und in ein dorf in eine voellig andere welt ab zu tauchen. Natuerlich gibt es auch inseln mit ferienresorts, zumeist amerikanische investoren, die laengst das lukrative geschaeft mit den wellen erkannt haben. Aber wer einsamkeit will wird diese finden, kein problem.

Ich will mein erlebtes jetzt nicht so zusammenpressen und werde deshalb tag fuer tag in kurzform wiedergeben, fotos folgen die naechsten tage.

TAG 1

Die nacht habe ich in einem kleinen cafe zwischen vielen anderen verschlafenen reisenden auf dem flughafen in kuala lumpur verbracht. Gegen vier uhr am morgen spricht mich maedel aus bangladesh vom nachbartisch an. Ob ich den internet haette und ob das bei mir alles funktionieren wuerde. Ich bejahe ihre frage und vertiefe mich wieder in meine internetseiten. Nach fuenf minuten schlaegt das maedchen ihren laptop zu und fragt mich ob sie an meinem laptop mal nach ihren mails sehen duerfte, bei ihr geht das mit diesem internet nicht. Da ich ja kein unmensch bin, mir wenig aus dem kastensystem mache und selbst ja auch meinen laptop nur nutzen kann, weil ich den adapter einer franzoesin mitnutzen darf, lasse ich sie an die tastatur. Nach zwei minuten konzentrierten tippens fragt sie mich ob ich ihren text mal ueberpruefen koenne, ihr englisch ist sei so schlecht. Ich war zwar der auffasssung das ihr englisch deutlich besser sei als meins, aber bitte, wenns denn hilft. Um vier uhr morgens mache ich mir also die muehe meine traenensack gebeutelten augen auf eine englische email zu richten, die von einer bangladescherin (?) in einem furchtbar verknorkelten englisch zusammengetipppt wurde. Ich versuche zweimal den text zu lesen, es ist nicht viel aber verstehe kein einziges wort und ausserdem waere mir sowieso lieber wenn die einfach wieder an ihren tisch gehen und mich in ruhe lassen wuerde. Ich sage sorry und das ich davon nicht das geringste verstehe. Sie grinst, tippt noch drei woerter und sagt: „read“. „Its 4/2 you“ (es ist fuer/an dich) steht da jetzt geschieben. Nun ist es voellig aus, ich verstehe gar nichts mehr. Ich frage was das jetzt soll, sie grinst und sagt nur: „psst“ dann tippt sie wieder. Sie schreibt sie waere aus bangladesh, auf der durchreise und hinter ihr sitzt jemand von ihrer uni, der durfe nicht mithoeren, deshalb muessten wir uns schreiben. Ich drehe mich um und wirklich hinter uns sitzt einer bei ihren sachen und schlaeft. Sie tippt fleissig weiter und ich erkenne, dass sie diese kinderkacke gar nicht in ihrem yahooaccount macht sondern hier in meinem fenster schreibt. Ich schreibe ihr noch das ich da jetzt gar keinen bock drauf habe und ausserdem sitze meine frau mit den kindern im flieger hierher und ich wuerde sie gegen sechs erwarten. Sie schaut auf die uhr und sagt dass ich mich dann aber bald mal auf den weg machen solle, es ist halb sechs. Scheisse sie hat recht, ich habe vergessen die zeitzone im laptop um zu stellen und nun muss ich dringend einchecken. Ich bin dann auch dementsprechend hecktisch aufgesprungen und damit war das thema fuer mich beendet. Da wusste ich allerdings noch nicht dass sich die gute „runia“ irgenwie meine email kopiert hatte und nun mit mailterror nervt. Aber wenn sich eine junge dame um vier uhr morgens auf einem flughafen an einen typen ranmacht der ausser einer fetten griebe ueber der gesamten unterlippe gerade nichts besseres zu bieten hat, dann muss die ja irgendwie einen knall haben.
Der flug nach Padang verlief ohne nennenswerte zwischenfaelle und auch die stadt selbst war auf den ersten blick gar nicht so zertoert wie ich angenommen hatte. Allerdings wollten zwei lustige zollheinis auch von meiner einreise profitieren. Ich stand zwischen vielen einheimischen und mitarbeitern verschiedenster hilfsorganisationen an der passkontrolle an, als sie mich raus winkten. Ich musste ja noch ein visum kaufen und dafuer sollte ich an einen anderen schalter kommen. Sie untersuchten meinen pass und fragten ob ich das erste mal in Padang sei und was ich hier wolle. Meine antwort ueberhoerten sie und dann fragten sie ob ich eine freundin haette. „Ja“ Das haetten sie sich schon gedacht, das ich eine freundin in Padang haette und jetzt immer so ein und ausreise. Gut, nun erklaer mal zwei auf schmiergeld erpichten zoellnern das deine freundin ja in thailand ist und du hier bist um eine bootstour zu machen, da stehst du am ende nicht unbedingt besser da. Am ende haben sie mir mein scheiss visum gegeben, nicht aber ohne sich vorher zu erkundigen ob ich nicht vielleicht etwas fuer sie haette, Alkohol, Vodka irgendetwas dergleichen, moslems.
Aus dem taxi rief ich Klaus den kapitain des trips an und er erklaerte Rudi meinem indonesischen taxifahrer wo er mich rausschmeissen solle. Am boot angelangt empfing mich eine breitgrinsende freundliche crew, klaus war noch gemuese und eis holen und kam dann etwas spaeter. Der rest der reisegruppe kam erst gegen abend.
Ich suchte mir meine Koje aus und bekam auch gleich etwas zu essen, super service. Als Klaus dann spaeter eintraf sind wir gleich nochmal in die stadt, wir wollten nochmal ins internet und auch fotos von kaputten gebaeuden machen. Als ich dann so durch die strassen schlaenderte und etwas genauer auf die haueser mit rissen geschaut hatte vielen mir erst die kleinen und groesseren zerstoerungen auf. Viele grosse bauten haben sich einfach auf ihre erste etage gesetzt, das heisst, die haeuser haben sich so aufgeschaukelt, das die erste etage jetzt da ist wo eigentlich das erdgeschoss zu sein hat. Fuer alle die das gebaeude also nicht rechtzeitig verlassen haben ist es am ende sehr eng geworden. Ueber vielen gebaueden schwirten die voegel und schilder kuendeten von den toten die noch hinter der proviesorischen abbsperrung unter den truemmern liegen. Wir trafen auf eine deutsche die auf sumatra lebt und einen suchhund besitzt, den einzigen auf sumatra. Sie posierte gerade fuer ein paar fotos, da es nichts mehr zu bergen gab, ausser totes fleisch.

Gegen abend kamen die anderen sieben teilnehmer am boot an.

Norbert und Susi – die beiden einzigen akzentfreien deutschen, hatten vorher schonmal eine Bootstour gemacht und diese ist nun flitterwochenreise, norbert ist beruflicher judoka und knapp 2 m gross

Barbi+Georg- oesterreicher, ende zwanzig und beide tieraerzte, sie hiess eigentlich barbara, moechte aber lieber barbi genannt werden, ja sie hat ganz gewaltig einen an der waffel

Manuel- surfer aus muenchen, fotografiert leidenschaftlich gerne, allerdings mit NIKON, sieht aus wie kottschalk in juengeren jahren

Simon- eigentlich aus oesterreich, besitzt aber ein surfcamp in Costa Rica und war dementsprechend auch der beste in den wellen

Andi – auch oesi, ich kannte ihn schon fluechtig aus dem surfcamp und er erinnert mich vom aussehen stark an carsten blumenthal vom sandman club beim ORB

Nach einem abendbrot ging es sofort weiter richtung Mentawai Islands.

TAG 2

Gegen Mittag waren wir endlich an der noerdlichsten insel der mentawais angekommen. Die nacht habe ich ziemlich gut geschlafen, was allerdings nur auf den schlafentzug die nacht zuvor zurueck zu fuehren sein kann. Unser erster spot „Burgerworld“ ist ein rechtshaender und auch noch relativ kraftvoll. Ich bin allerdings zu k.o. und nicht genug motiviert mir eine welle zu geben die nach rechts weg laeuft und das auch noch ueber riff. Und so sitze ich fast drei stunden nur auf meinem surfbrett, gucke anderen surfern zu und bestaune das scharfe riff unter mir. Am abend bemerke ich einen wundgeschaeuerten arsch und wunde achseln.

TAG 3

Wir finden eine zweite welle auf der rueckseite der insel die nach links weglaeuft. Zwar nicht ganz so schoen aber nach links, meine welle. Ich surfe sie den ganzen tag mit kurzen unterbrechungen. Allerdings muss ich mir ein paar neue haltungen im wasser ausdenken um nicht mehr auf meinem hintern zu sitzen, der ist wirklich wund. Es sind auch andere boote an der insel, aber alle anderen surfer befinden sich an der vorderen seite und stoeren sich gegenseitig in der rechtslaufenden welle, super. Klaus sieht allerdings schlecht aus und wird krank.

TAG 4

Gegen Mittag fahren wir weiter, nicht ohne nocheinmal gesurft zu haben. Die fahrt geht zum glueck nicht sehr lange und wir ankern vor einem Spot der sich Ebay nennt. Man kann daran sehr gut erkennen, dass die mentawai inseln noch nicht sehr lange von surfern bereist werden. Klaus weiss von einer netten linkslaufenden welle, kann uns aber im beiboot nicht hinfahren, da er zu krank ist. Ludin der Indo faehrt uns zu dritt zu Bang Bang, zumindest zu dem was er dafuer haelt. Wir schauen ihn etwas verwirrt an und sind mit dieser welle nicht wirklich einverstanden, da nichts von Klaus’s beschreibung passt. Also zurueck zum Boot. Klaus steht auf und faerhrt uns noch mal in richtung des riffs und siehe da, wir finden den richtgen spot. Wie sich spaeter zeigt, einer der besten spots auf unserem trip. Eigentlich ist es ueblich das wir so eine stunde surfen und dann jemand kommt um uns zu holen oder zumindest nach uns zu schauen, die stunde ist allerdings laengst um und es ist schon sehr daemmerig. Wir haben etwas sorge das man uns vergessen haben koennte, da klaus sicher wieder schlafen gegangen ist und die jungs von der crew an die surfer nun halt auch nicht immer denken koennen. Eine gute zeit spaeter beschliessen wir irgendwie an land zu gehen um dort nach hilfe zu suchen, nachts moechte man ja nicht ueber rgendwelchen riffen rumtreiben. Da sehen wir doch noch unser kleines beiboot zwischen den wellen, nur Ludin der depp sieht uns nicht. Nach etlichem surfbrett-in-die-luft-gewerfe und gebruelle erblickt uns der hampelmann dann doch endlich. Am boot steht klaus schon am ausguck und war ewtas in sorge, da Ludin scheinbar schon seit ueber einer halben stunde unterwegs war, obwohl er veielleicht 10-15 minuten fuer die strecke gebraucht haette. Aber er hat den spot ja schon beim ersten mal nicht gefunden, wie soll er das dann erst in der herreinbrechenden daemmerung finden.

TAG 5

Wir surfen nochmal BANG BANG und Ludin darf uns fahren. Danach geht es weiter zu einer groesseren inselgruppe, allerdings faengt es nun schon an mit den wellen nachzulassen. Die stimmung ist aber nach wie vor ganz gut, da wir ja noch nicht wissen dass es nur schlechter wird mit den surfbedingungen. Die inselgruppe hat eine insel mit nur einer palme. Nach einem kleinem landgang, meinem ersten nach fuenf tagen und einigem rumfotografiere verlassen wir die insel wieder, sind aber einer mehr im boot. Sweeta unser koch hat einen vogel aufgenommen, den er von seiner mutter verlassen glaubt und nun selbst aufziehen will. Das tierarztpaerchen an board ist sich jedoch sicher das dem kleinen nichts fehlt, ausser flugfedern und er deshalb nicht weggeflogen ist. Anderer nachteil fuer ihn; versteck dich mal auf einer insel mit nur einer palme. Sie wollen ihn also wieder zurueck bringen, aber was machen die klopse, sie fahren das arme ding zur falschen insel und setzen ihn dort aus. Viel glueck beim suchen mama. Wir surfen den rechtshaender hinter der kleinen insel, sehr erfolgreich. Alle anderen spots laufen gar nicht.

TAG 6

Die wellen sehen beschissen aus, ich beschliesse auf eine der inseln zu gehen, da dort ein resort ist und ich die moeglichkeit habe ins internet zu gehen. Ich drucke auch gleich eine wellenvorhersage fuer die naechsten tage aus und die kuendet nur schlechtes. Keine wellen ueber 1,5 m und das heisst auf den mentawais, ueber riff kein surf. Die stimmung an board sinkt. Es wird kurz erwaegt mich zu verbrennen oder ueber board zu werfen da ich die schlechte Botschaft ueberbracht habe, aber wir kommen irgendwie wieder davon ab. Wir fahren weiter zu „Telescopes“ einem der bekanntesten spots auf den Mentawai inseln. Ein linkshaender und eigentlich genau mein ding, aber er bricht nicht wirklich nett. Aus irgendeinem grund kracht aber ploetzlich ein riesen set von drei hammer wellen rein und waescht uns alle durch. Ich bekomme mein brett gegen das rechte ohr geschlagen. Kopfschmerzen bis in die nacht sind die folge. Nach dem essen fahren wir weiter zu einer welle namens lances left. Das essen ist mal wieder viel zu scharf und ich habe die schnauze gestrichen voll von dieser brennenden sosse. Diesesmal eine erdnusssosse und alle sind erstaunt das man die so scharf bekommen kann. Meine griebe blueht zu hochtouren auf.

TAG 7

Gegen acht uhr am morgen kommen wir bei lances left an, ich huepfe gleich rein und versuche mich an dem kopfhohen linkshaender. Ich werde von einer grossen welle gewaschen und ramme mir eine finne meines brettes in den oberschenkel, es blutet ein bisschen und der blaue flek sieht aus wie ein riffatoll, ch passe also farblich perfekt in die landschaft. Gegen nachmittag mache ich mit ein paar leuten einen landgang. Ich bin in meinem leben noch nie sovielen einsiedlerkrebsen begegnet, die ganze insel ist voll damit und wenn man sich in den sand setzt zwacken sie einem in die fuesse. Am abend tue ich dummerweise noch mehr fuer meine farbliche anpassung an die umwelt. Eine grosse welle drueckt mich aufs riff, aber ich komme nur mit dem fuss auf und kann mich abdruecken. Mein brett an dem ich mich wie ein geisteskranker feskralle rutscht mir durch die arme und ich donner mir die finne nun in den linken unterarm, ein weiteres atoll, toll. Mein zweites drachenbuch habe ich durchgelesen.

TAG 8

Als ich aus meiner koje springe durchzieht ein stechender schmerz meinen fuss, ich schaue mir die auftrittflaeche an und muss feststellen dass ich einen penny grossen schwarzen fleck unter der ferse habe. Klaus borgt mir eine spitze pincette und ich ziehe ein ca.3 mm langes stueck muschel aus meinem fuss.
Ich versuche mich am morgen dreimal an lances left, die zwar nur kopfhoch ist, aber ziemlich schnell bricht. Ich stuerze zweimal. Manuel stuerzt auch und laesst etwas von ruecken-,bein- und armhaut am riff kleben. Er blutet, aber es sieht schlimmer aus als es ist.
Ich bin frustriert und beschliesse es lieber mit schnorcheln zu probieren. Der tiefenmesser unseres bootes sagt 14m an, ich ziehe mich ein paar mal am ankerseil bis auf den gund und es geht mir besser, so tief bin ich nun wirklich noch nie getaucht. Wir fahren weiter in eine 6h entfernte stadt, die einzige grosse stadt auf den mentawai inseln. Auf dem weg dahin fangen wir eine spanische makrele, riesen vieh. Ich habe ein neues Buch angefangen: „Wie man bei Windstaerke 10 stilvoll eine tasse tee trinkt“ ein super buch !!! Die stadt ist dreckig und langweilig, die kids sind frech. Sie klatschen mir in einer tour auf den arsch oder fummeln an meiner fototasche rum. Als ich umringt von kindern am steck bei unserem beiboot stehe, kommt eine frau und kippt ihren papierkorb vor mir und den kindern mit einer selbstverstaendlichkeit ins wasser das mir schwindelig wird. Das wasser ist zwar noch gut in schuss und wirklich klar, aber lange wird das nicht mehr der fall sein. Leider hatte die kleine stadt die letzten tage keinen strom, weswegen wir nun kein eis bekommen um unsere getraenke und den frischen fisch zu kuehlen. Wir verbringen also die nacht im hafen und stuerzen uns aufs warme bier. Gegen abend kommen drei kinder zu unserem boot gepaddelt und wollen englisch reden, wir tun ihnen den gefallen und fuellen sie mit cola und sprite ab.

TAG 9

Boah ich hatte eine super nacht. Im hafen lag das boot voellig ruhig und der nebel der nun im morgengrauen aus den bergen zieht zeichnet ein super panorama. Ich schein mich nur etwas verkuehlt zu haben, am warmen bier kann es nicht liegen, aber ich habe halsschmerzen. Wir fahren weiter und suchen was zum surfen, erfolglos. Ich schnappe mir die harpune und beschliesse einen mord zu begehen. Die insel an der wir sind ist aber scheinbar nicht gerade ein beliebter ort unter fischen und so komme ich ohne einen fisch am speer wieder. Am abend sitzten simon, norbert und ich eine halbe stunde im wasser und wir warten auf surfbare wellen, aber nur scheisse, ohne surf zurueck zum boot.

TAG 10

Weiter richtung sueden, wir fangen wieder eine spanische makrele, diese fische muessen entweder ganz besonders doof sein oder eine vorliebe fuer orange plastefische haben. Ich bin auch mit dem zweiten buch fertig. Ich beginne ein buch ueber seeraeuber in der nord- und ostsee, aber es ist beschissen geschrieben, so stuerze ich mich auf T.C.Boyle, „gruen ist die hoffnung“, witzig. An unserem ankerplatz ist nicht das geringste einer welle zu sehen, wir haengen uns also mit unseren brettern hinter das beiboot und betreiben in unserer verzweiflung wasserski. Anschliessend landgang. Die kinder des dorfes stroemen uns beim betreten des strandes schon entgegen und begleiteten uns durch die verarmten schlichten behausungen aus bambus, holz und nichts. Fast alle kinder haben hautausschlag, einer spielt auf einer selbstgebauten ukulele und wir kommen uns vor wie auf hawai. Zwischen all dem gewussel huepft auch ein junger welpe mit nur drei beinen rum. Wir fahren hinter eine andere insel um nach wellen zu suchen, erfolglos. Also besuchen wir auch noch die zweite insel. Ein paar einheimische haben sich provisorisch niedergelassen und ernten die palmen. Am strand liegt ein schildkroetenpanzer von gut 1m laenge, den inhalt gab es gestern zum mittag und abendbrot. Auf dem boot zurueck betrinke ich mich mit cola und kaffee, T.C.Boyle habe ich bereits bis zur seite 124 durch.

TAG 11

Nach dem fruehstueck fahren wir weiter, das meer ist stuermig aufgewuehlt und mir wird schlecht. Als wir halten weil einige meinen dort surfbare wellen entdeckt zu haben faengt das boot an sich richtig aufzuschaukeln. Ich schnappe mir mein brett und springe ins wasser, nur runter von der scheiss schunkelkiste. Ich surfe auch ein paar von diesen unverschaemt haesslichen wellen. Problem ist nur, das es im wasser von quallensporen nur so wimmelt und das fuehlt sich an wie tausend nadelstiche. Zum glueck fahren wir bald weiter. Nach fuenf stunden fahrt stoppen wir, ich hoere aufgeregte stimmen von deck und wildes hin und her gerenne. Ich stuerze aus meiner koje und an deck haben sich alle versammelt um einem marlin, einem schwertfisch von unglaublicher groesse zu froehnen. Wir sind zwischen zwei inseln, auf einem sehr schonenen atoll und werden dort auch die nacht verbringen. Vorher jedoch landgang. Eine kleine unbewohnte insel mit riesenmuscheln, der hammer. Als kroenung finden wir noch zwei seeschlangen, die sich nach erfolgreicher nahrungssuche zur verdauung aufs festland zurueck gezogen haben. Klaus zieht das anderhalb meter lange ding fuer uns aus dem versteck und so habe ich nun auch mal eine schwarz weiss gestreifte seeschlange gesehen, immerhin gehoeren sie zu den giftigsten ihrer art. Auch auf dieser insel finden wir spuren von einheimischen die hier zur palmenernte waren.

TAG 12

Wir fahren ein weiteres mal 6h um zu unserer letzten insel zu kommen, scheisse ist mir uebel. Aber immerhin habe ich T.C.Boyle jetzt durch (ueber 400 seiten). Die insel ist aber wirklich super, beim schnorcheln sehe ich eine moraene von gut anderthalb metern laenge und einem kopf in schuhgroesse 44. Ich hole klaus und auch er ist ziemlich ueberrascht, ein so grosses exemplar ist ihm auch noch nicht vor die maske gekommen. Gegen Abend machen wir uns auf den weg nach Bengkulu, wo unser abflughafen ist. Fuenfzehn stunden fahrt liegen vor uns. Wir tauschen uraubsfotos und ich beginne diesen bericht zu schreiben. Nach drei stunden muss ich allerdings kapitulieren und lege mich, die kotze schon im anschlag in meine koje.

DAS WARS

Die nacht war furchtbarbar. Ohne grosses fruehstueck und in hektick verlassen wir das boot. Jetzt sitze ich in Jakarta in der Business lounge, 3,50€ eintritt und du kannst so lange bleiben wie du willst, all you can eat und internet frei, super.

In ein paar stunden geht es weiter zu tini nach bali und dann warscheinlich nach Lombok in zwei tagen. Fotos werde ich umgehend fertig machen.

Kurze Meldung von den Inseln

•19. Oktober 2009 • 2 Kommentare

Ich bin seit fuenf tagen auf der Sama Sama und wir surfen jeden Tag von morgens bis Abends. Der trip ist der absolute wahnsinn. Die inseln sind sau schoen und der surf super. Seekrank werde ich auch nicht mehr. Das wasser ist kristallklar und ich kann die fische und das riff deutlich unter mir erkennen wenn ich surfe. Die wellen laufen sauber und alles ist super. Ich melde mich wieder aus Bali, mein moorboot steht noch am strand und bringt mich gleich zur sama sama zurueck.

♥ Und ich mache natuerlich auch viele, viele Fotos ♥

Es sind wieder Bilder online !!!

•14. Oktober 2009 • 1 Kommentar

Ich habe die bilder aus den vergangenen zwei wochen Thailand online gestellt, wie immer rechts in der leiste. Auf Tinis seite gibt es den rest. Allerdings sind das nur die haelfte der bilder die ich fertig gemacht habe, aber ich schaffe es jetzt nicht mehr die restlichen bilder hochzu laden, da das internet hier extrem langsam ist.

Ansonsten ist mit gerade schweine kalt.
Nein ich bin nicht schon wieder daheim, ich tue aber wenigstens so als waere ich euch schon ganz nahe. Die freaks vom flughafen Kuala Lumpur haben ihre Klimaanlage auf tiefkuehlung gestellt und machen es einem so nicht leicht, das freie internet in der empfangshalle zu geniessen. Aber warscheinlich ist das die einzige moeglichkeit fuer die verschleierten polizistinnen ihren job ohne kreislaufkollaps auszuueben.
Tini habe ich in Thailand in einem kleinen hostel direkt in Phuket abgegeben und hoffe sie in zwei wochen wieder heil und munter in Bali zurueck zu bekommen.
Mein surfboard ist wieder top in schuss und ich konnte es auch noch die letzten zwei tage in thailand krachen lassen, bevor ich das arme ding wieder zusammen mit dem anderen brett in die tasche packen musste um die beiden wieder den strapazen an asiatischen flughaefen auszu setzen. Den ersten flug nach kuala lumpur haben die bretter auch heil ueberstanden, nur die tasche wurde scheinbar von thailand nach malaysia hinterhergezogen. So dreckig habe ich sie noch nie wiederbekommen. Es scheint aber wirklich so zu sein das an asiatischen flughaefen noch etwas ruppiger angepackt wir als in australien und deutschland. Das ich nun ueberhaupt meinen laptop nutzen kann habe ich einer franzoesin zu verdanken. Es lebe die deutsch-franzoesische freundschaft. In malaysia gibt es naemlich wieder andere steckdosen und ich habe dafuer keinen adapter in der tasche gehabt. Nachdem ich dann etwas hilflos aber fuchsig die steckdosen und stecker aller anderen internetnutzer umschlichen hatte, habe ich endlich jemanden gefunden mit europaeischem adapter. Ihr flieger geht erst in acht stunden um neun uhr morgens und ich muss schon um acht weg, ich kann also fleissig ihren adapter mitnutzen, wie gut das ich immer eine europaeische verteilerleiste bei habe.

AKTUELLE ERGAENZUNG:

Ich bin schon in Padang, da ich es nicht geschaft hatte alle bilder in Kuala Lumpur hoch zu ziehen. Die Situation in Padang nach dem schweren erdbeben ist relativ uebersichtlich. Klar es herrscht das gewohnte indonesische chaos und es sind schon einige haeuser echt platt und zerstoert, aber es ist keineswegs die gesamte stadt zerstoert. Millitaer und hilfsorganisationen sind ueberall verteilt.
Auf dem Boot war ich auch schon und was soll ich anderes sagen, es ist der hammer. Die crew ist ober nett und der captain klaus ist verdammt nochmal ne coole sau. Absolut bodenstaendig und kein stueck ueberheblich. Wir werden sowohl mit motor fahren, muessen aber morgens auch immer beim segelsetzen helfen. Wer jetzt schonmal bilder von den vergangenen boottrips sehen moechte: www.boattrip.at . Am 26.10. sind wir wieder zurueck in Padang und am selben abend fliege ich noch nach bali, sodass ich hoffentlich schon am 27.10 einen bericht ueber den trip online haben werde.

Danke Air Malaysia

•9. Oktober 2009 • 1 Kommentar

surfboard crash

Die vergangene woche haben wir ohne recht viel zu erleben hinter uns gebracht. Leider hat es nicht wenig geregnet, regenzeit halt. Das hat zwar den vorteil, dass alles ziemlich guenstig ist, da regenzeit eben auch nebnsaison ist, aber leider schraenkt das beim rollerfahren stark ein.
Das wochenhighlight, wenn auch ein beschissenes, war das auspacken meines liebsten surfboards. Tini und ich standen anfang der woche am strand und ich entschied zum hotel zurueck zu fahren, um das andere surfboard zu holen, da die wellen recht klein waren und durcheinander brachen. Im hotel angekommen, zog ich die boardsocke vom brett und mich traf der schlag. Die penner am flughafen haben das brett geschrottet. Dem anschein nach muss jemand einen koffer mit aller kraft in die seite des brettes gedonnert haben oder ein pilot ist beim ausparken angeditscht.
Das die warnaufschriften und extrasticker „TOPLOAD-ONLY“ bei einigen fluglinien einfach ignoriert werden, damit habe ich mich abgefunden, aber ein solches loch in ein surfbrett zu donnern, da gehoert schon echt kraft dahinter. Ich hatte die bretter zwar am flughafen noch kurz abgetastet, aber eben nicht komplett ausgepackt. Das werde ich nun immer tun, mir doch egal wenns dann halt laenger dauert. Haette ich den crash am flughafen noch bemerkt, haette Air Malaysia fuer die reparatur blechen koennen, nun muss ich die umgerechnet 20€ berappen. Aber ich bin schon sau froh hier in thailand ueberhaupt jemanden gefunden zu haben der surfboards repariert. Morgen kann ich meinen Mackie abholen. Ich war gestern schon mal kurz bei dem shaper und es sah so aus, als waere mein bestes stueck dort in guten haenden.
Unsere fluege hier rueber waren ohnehin schon aetzend.
Wir sind am 30.September mit Lion Air von Bali nach Jakarta geflogen und haben dort eine aetzende nacht auf dem boden des flughafens verbracht. Als ich in Bali den flieger bestiegen hatte, fielen mir sofort die geringen abstaende zwischen den kopfstuetzen auf. Ein zweiter pruefender blick im sitzbereich und mir war klar, dass ich ohne beine haette fliegen sollen. Asiatischer standard ist einfach europaeerunfreundlich. In der tat musste ich dann schraeg sitzen um meine beine irgenwie unter zu bekommen. Selbst wenn ich meinen arsch ganz hinten an die lehne gepresst hatte, habe ich vorne meine kniescheiben nicht unterbekommen. Ziemlich verzerrt in Jakarta angekommen hiess es dann eine nette ecke zum pennen zu finden. Wir haben uns dann auf dem fussboden vor einen fernsehr mit englischem nachrichtensender niedergelassen. Ich habe versucht mich in den schlaf zu trinken, aber nach dem dritten bier hatten ploetzlich alle laeden zu. Ich habe dann abwechselnd immermal wieder ein wenig gedoest oder die Liveberichte vom erdbeben aus Sumatra gesehen. Tini hat ganz gut von 0-4 uhr durchgeschlummert. Unser naechster flug ging dann von Jakarta nach Kuala Lumpur um 5 uhr in der fruehe, nichts mit ausschlafen. In Kuala Lumpur sollte es eigenlich nach einer stunde rumhaengen gleich weiter nach Phuket gehen, aber aus einer stunde wurden etwa vier. In Phuket wartete bereits seit drei stunden unser hotelshuttebus.

Die letzten tage haben wir mit abhaengen und surfen verbracht. Kleinere ausfluege im poncho aufm roller waren auch drin. So waren wir heute bereits zum zweiten mal beim Big Buddha, da es beim ersten mal geschifft hatte wie sau und die fotos deswegen sehr bescheiden waren, aber nun ist alles sauber abgelichtet. Der Buddha ist eine 25m grosse statue auf einem ziemlich hohen berg von dem man einen herrlichen blick ueber die ganze insel phuket hat. Der dicke Buddha sitzt auf einem sockel und so ist ds ganze ding etwa 45m gross. Leider befindet sich die gesamte anlage noch im bau, aber wenn dann mal alles fertig ist sieht es bestimmt toll aus. Die anlage mit vielen riesigen statuen kostet Thailand immerhin ca.4mio.€.

Ich habe vor einigen tagen die bestaetigung aus dem surfcamp bekommen. Wir werden wie geplant aus dem hafen in Padang auf Sumatra ablegen. Ich werde Thailand also am Dienstagabend verlassen, dann eine nacht auf dem Flughafen in Kuala Lumpur verbringen und am naechsten morgen gegen 9 Uhr in Sumatra landen. So ist es zumindest geplant. Die anderen surfer werden erst am abend in Padang ankommen. Ich werde meine sachen auf dem boot abgeben, mir die beste kajuete schnappen, die, wo man schnell zum kotzen rauskommt, und dann werde ich den tag in den strassen von Padang verbringen um mir ein bild von dem beben der letzten woche zu machen. Das beben haben die jungs auf dem boot im uebrigen ueberhaupt nicht mitbekommen. Sie haben sich nur ueber den rauch auf dem festland gewundert.

Neue Bilder online

•3. Oktober 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

So nun habe ich die ersten fuenfzig bilder aus Indonesien online gestellt. Tini wird morgen weitere fuenfizig Bilder auf ihrer seite online stellen (www.zuerni.wordpress.com).
Die Bilder sind wie immer rechts: Bilder 03.10.’09 – Indonesien
Ich habe ganz vergessen von unserer reise nach Thailand zu berichten, ich werde das die naechsten tag nachholen.

Im Luxushotel in Thailand

•2. Oktober 2009 • 3 Kommentare

phuket hotel

Uns geht’s super !!! Wir haben von keinem dieser erdbeben in Sumatra etwas mitbekommen. Mein groesstes problem ist nur das ich in 11 Tagen nach Padang muss, die stadt die vom erdbeben fast komplett zerstoert ist. Eigentlich sollte dort mein boot fuer den surftrip auf die mentawai inseln ablegen aber das koennte sich nun aendern. Es gibt kein benzin in padang, das braucht aber unser boot, ausserdem faehrt nun natuerlich auch kein taxi, ich muss aber vom flughafen eine ziemlich lange strecke bis zum hafen fahren. Ich habe heute eine mail bekommen, das wir eventuell in einem anderen hafen 1000 km suedlicher ablegen, dann sind aber alle meine fluege falsch gebucht und ich braeuchte neue fluege. Na gut es bleibt wenigstens spannend.

Thailand:

Ich moechte unsere situation meglichst anschaulich erklaeren. Wir sind in einem nagelneuen hotel. Das gesamte viertel ist ziemlich neu und es sind bisher nur ca.20% der zimmer vermietet. Es ist also schoen leer. Das zimmer ist das nobelste was ich je hatte. Auf keiner dienstreise war ich in so einer schicken bude untergekommen. Wir hatten das hotel uebers internet zunaechst nur fuer die ersten zwei tage gebucht aber nachdem uns der hotelchef noch einen kleinen rabatt eingeraeumt hat haben wir bereits fuer die vollen zwei wochen gebucht. Wir bezahlen inklusive fruehstueck nun15 € pro tag. Wir haben einen fernsehr mit deutsche welle TV, Kuehlschrank, Klimaanlage einen Hotelpool. Einen roller haben wir uns auch schon gemietet, leider gibt es hier aber keine surfbretthalterungen am roller, sodass tini nun immer das brett festhalten muss. Bei unseren rollern in Indonesien war ich immer etwas entaeuscht wenn auf ebener strecke bei 80 kmh schluss war hier lass ich bei 60 kmh lieber die hand vom gas. Das ganze gefaehrt faengt dann an zu zittern und man kann den verbau von billigprodukten richtig spueren. Wir fahren nach dem ersten tag schon den zweiten roller, da ich den ersten umtauschen musste. Der vorderreifen hatte eine dicke acht und hat staendig irgendwo geschliffen. Das groesste problem sind allerdings die „helme“. Man muss sich diese scherzartikel vorstellen wie die helme der wehrmacht, nur halt aus plaste (dieses wort widme ich boshi) mit stueroporfuetterung. Unsere ueberforderte vermieterin hatte leider auch nur helme in groesse M, sie nannte es allerdings „One size, all the same size, everywhere“. Die dinger sind wirklich ein witz. Wir kriegen sie beide nicht auf den schaedel und sehen damit super bescheuert aus. Ich habe die helme dann mit einer leeren bierflasche bearbeitet und das stueropor soweit zusammengeschlagen bis die dinger halt einigermassen auf unsere europaeischen kloppskopfe passten.
Nun moechte ich noch kurz etwas zum thema sextourismus schreiben, da hat ja jeder so seine vorurteile drueber aber nur die wenigsten wurden wirklich schonmal damit konfrontiert oder haben etwas davon mitbekommen. Aber egal welche und wieviele, alle vorurteile werden stimmen, da sind tini und ich uns beide sicher. Mit phuket haben wir ja nun auch wirklich die haupstadt des sextourismus, aber das es so krass, einfach und offensichtlich ist haette ich nie gedacht. Tini koennte sich den ganzen tag ueber die nuttig gekleideten maedels ueberall aufregen und ich muss zugeben dafuer das die nur massagen, pedikuere und manikuere, haare faerben und so beautyzeugs halt anbieten sind sie wirklich sehr koerperbetont und sparsam gekleidet. Ueberall haengen maenner mittleren alters rum, bierbauch und assioutfit, genau wie die klischees das so sagen. Gestern abend sind wir noch ein paar meter gelaufen und was da in den bars los war, war wirklich traurig. In den kleinen aber eigentlich ganz netten bierschuppen hingen bestimmt 20 maedels pro kneipe rum, die potenzielle kunden zum trinken in die kneipe locken sollen. Von ueberall kamen diese „kunden“ auch angeschlappt. Bei unseren zimmerbesichtigungen mussten wir auch durch einige lobbys von verschiedenen appartmenthaeusern, auch dort gab es fast nur maenner und eng bekleidetes, weiblliches personal. Ja gut und was dann halt so fuer multikultipaerchen auf den motorollern und in den strassen unterwegs sind kann man sich ja denken. Ich moechte niemanden mit einer thailaendischen frau oder freundin zu nahe treten, aber was hier abgeht kann nicht wahre liebe sein.

Was das surfen angeht bin ich angenehm ueberrascht. Es bricht richtig hart und gross. Wir haben schon einige straende angefahren, aber richtig sauber laeuft leider nur die rechtshaenderwelle am kalim beach. Ich war dann nicht weit von unserem hotel im wasser und es ballerten mir stuermische 2m wellen um die ohren. Der einstieg in die wellen ist extem schwierig, aber wenn man dann erstmal drin ist, dann gibt’s ordentlich tempo. Alles in allem passt das aber schon und schult unheimlich. Allerdings hat Thailand leider genau dasselbe problem mit muell im wasser wie Indonesien. In Australien habe ich sogut wie nie tueten oder verpackungen im wasser neben mir gehabt, in Indonesien und nun auch in Thailand erschrecke ich mich staendig vor diesen vermeintlichen quallen.
Ich werde mich jetzt um die bilder aus indonesien kuemmern und dann morgen online stellen, dazu gibt es ein Leo und dann vielleicht noch ein Krombacher, aus der dose!

Auf nen sprung nach Thailand

•30. September 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

majan - wordpress

Wir sitzen gerade in einem vornehmen restaurant mit unfreundlicher bedienung in Kuta- Bali. Die Pizza war ok und der laden hat w-lan, der einzige grund weshalb wir uns hier ueberhaupt niedergelassen haben. Unser Quartier mussten wir heute raeumen und unser flieger nach Jakarta geht erst um 20:00 uhr. Von dort geht es dann morgen frueh um fuenf weiter nach Kuala Lumpur, umsteigen und ab nach Thailand/Phuket. Klar das ist jetzt zwar ziemlich touristisch, aber man kann wohl surfen. Ob in den zwei wochen die wir da sind wellen laufen kann man nie sagen, aber wir werden ja sehen. Ich nehme die sache sportlich und werde wenigstens jeden tag paddeln gehen, um mich optimal auf den dann folgenden bootstrip vor Sumatra vorzubereiten.

Unsere Flucht von den Gili inseln verlief erfolgreich und wir haben in der schmuddelunterkunft mit ohne, bzw. eventuell Fruehstueck einen betrag auf dem bett liegen lassen, den wir fuer angemessen gehalten haben. Wir haben das grundstueck dann durch die hinterforte auf zehenspitzen und barfusss verlassen. Auf halbem weg zum hafen habe ich Tini dann die kritische frage gestellt: „Hast du wirklich alles, hast du nochmal geschaut?“ Wie vorbereitet knallte es aus ihr herraus: „Meine Digitalkamera liegt noch am Spiegel!“
Majan also auf zehenspitzen und immernoch barfuss wieder zurueck zur bungalowsiedlung und ueber den hof. Da lag Tinis Kamera dann auch ganz friedlich neben der Ray Ban Sonnenbrille und der Haarspange die nie fehlen darf vorm spiegel. Wir haben es letztendlich geschaft ohne erwischt zu werden die Gilis zu verlassen. Leider war unsere lieblingsunterkunft in Seminyak nicht mehr frei und so mussten wir uns mit einem zwar guenstigerem aber auch keimigeren kaltwasserbungalow in Kuta begnuegen. Wenigstens hatte die anlage gleich ein kleines restaurant mit dran, das war sau guenstig und es gab die besten chocolate-banana pancakes der ganzen welt! Ausserdem kann man in Kuta wirklich preiswert essen gehen und das haben wir auch die letzten 9 tage ausgiebig gemacht. Den tag habe ich meist mit einer morningsession gestartet. Tini hat derweil sport am strand gemacht. Anschliessend gab es dickes fruehstueck mit omlette und den besagten pancakes. Dann ab auf den roller und zu irgeneinem strand geduesst um zu surfen, baden, sonnen und was man als geschaeftiger reisender halt so machen muss.
In Balangan einem ziemlich schnellen aber schoenen linkslaufenden riffspot bin ich dann versehentlich mit einem australier kolidiert, ich habe ihn einfach nicht gesehen und da war er ploetzlich hinter bzw. neben mir. Am ende ist seine schnurr zum brett gerissen und ich habe eine kleine offene stelle und einen blauen fleck am bein, halb so wild. Der typ war natuerlich stinksauer da das eingentlich mein fehler war, aber der soll ich mal nicht so haben, ist halt leider nicht seine insel. Waere ich erst nach Bali und dann nach australien gegangen, ich haette keinen bock mehr gehabt. Die australier die man hier trifft sind durch die bank weg volldeppen. Besoffen, laut, sexistisch, prollig halt mallorcasauftouristen. Ausserdem scheint es unter autralischen buschprolls gerade hipp zu sein, seine haare im vokuhila schnitt zu tragen. Das heisst, hinten haengt noch so eine beschissene matte dran, das geht gar nicht.
Bei einem abendlichen ausflug zu den oestlicheren surfspots von Bali habe ich nach dem surfen Wayan kennengelernt. Wayan heissen wahnsinng viele Indonesier, es bedeutet der erstgeborene sohn. Dieser erste wayan konnte fliessend deutsch sprechen und war auf anhieb sehr gespraechsfreudig, das ist nichts seltenes auf Bali denn auch hier sind die menschen sehr viel aufgeschlossener fremden gegenueber als man das aus deutschland kennt. Wayan war in zeremoniegewaender gekleidet da er noch zu einer beerdigung musste. Ich wurde in sein haus gebeten und habe auch noch schnell den rest der familie kennengelernt. Wayan orgenisiert Touren auf Bali fuer Touristen und hatte sicher auch deshalb interesse sich mit mir zu unterhalten. Allerdings gehoere ich als low-budget-traveller nicht wirklich zu seiner zielgruppe, wir haben uns dennoch gut unterhalten. Wenn ich von meinem bootstrip auf den mentawai islands wieder zurueck auf Bali bin werde ich ihm nochmal einen besuch abstatten. Fuer alle die es interessiert: www.bali-touren.com das angebot ist wirklich nicht schlecht, ich kenne die preise zwar nicht, aber auf bali wird das erschwinglich sein.
Nun gut wir werden zurueck u unserem bungalow schlappen, den roller haben wir naemlich schon abgegeben, und uns ein taxi zum flughafen nehmen. Morgen kann ich mich dann schon ueber deutsche sextouristen aufregen und der aerger ueber dumpfbackige aussieprolls ist vergessen. :)

In den naechsten Tagen werden wir auch wieder Bilder online stellen !!!

Durcheinandergereise in Indonesien

•20. September 2009 • 2 Kommentare

wordpress-artikelbild-2

Unsere neue unterkunft war zwar nicht so schoen und bambustisch wie das surfcamp, aber dafuer mit umgerechnet etwa 6,50€, fuer zwei mit fruehstueck echt ein schnaeppchen. Wir blieben also in neuer unterkunft noch fuenf tage und besuchten die surfspots und tempel der gegend. Den roller haben wir dann auch gleich fuer eine woche geliehen. Roller fahren auf bali ist sowieso das geilste.
Im lonely planet hatten wir von einem markt in denpasar gelesen und maerkte ziehen uns in indonesien irgenwie magisch an. Die staende verteilten sich in zwei ollen alten buero- oder parkhaeusern auf drei etagen und im gegensatz zu all den touristenmaerkten war das angebot hier auch sehr viel mehr an einheimische gerichtet. Es gab allemoeglichen zutaten fuer eine richtige hinduzeremonie. Vom sarong bis hin zu den sonnenschirmen war alles dabei. Sogar die kleinen opfergabenschaelchen aus palmenblaettern wurden hier im tausenderpack verkauft. Als touri wirst du allerdings staendig angequatscht und am ende hat uns sogar so eine irre currytante verfolgt, die wir erst los geworden sind als wir den markt verlassen haben. Wir haben uns danach noch auf den tiermarkt gewagt und unsere befuerchtungen haben sich bestaetigt. Es gab unmengen an voegeln und huehnern, aber auch affen, fledermaeuse und flughunde. Wer es dann doch etwas normaler wollte bekam ausserhalb des marktes auch hundewelpen aus dem gitterkaefig. Wir haben zum glueck vorher gewusst was uns da erwartet und da nunmal alles auch noch irre dreckig war, wirken solche riesen schmuddelmaerkte nunmal richtig scheisse. Denpasar ist wie alle anderen staedte oder doerfer hier furchtbar verdreckt. Das umweltbewusstsein der indonesier ist noch weniger vorhanden als bei den australiern, schade. Durch die stadt schlaengeln sich kleine fluesse an denen auch irre viele menschen angeln, aber ich habe nur muelltueten und abwasserrohre gesehen, keine fische. Viele menschen schmeissen ihre muelltueten einfach von der bruecke, das ist hier selbstverstaendlich, dabei musst du eigentlich nur aufpassen dass du niemanden triffst der unten gerade einen haufen legt oder sich, jetzt kommts: WAESCHT ! Viele indonsier wollen wasser sparen oder aber haben gar kein fliessendes wasser. Also ab in den fluss.
Der tempel Tanah Lot ca. 20km westlich von seminyak (ort unserer unterkunft) war zu beginn unseres trips fuer mich irgenwie ein highlight, aber so richtig der wahnsinn ist das kleine teil im meer nicht wirklich. Da wir allerdings einen tag vor angesagtem grossem swell (grosse wellen) dort waren, hat sich das ganze doch irgenwie gelohnt. Es sah wirklich sehr beeindruckend aus wie die brecher gegen die felsen und mauern des tempels schlugen. Ausserdem konnten wir den ausflug gleich noch mit ein bisschen surfen verbinden und somit hat sich der trip gelohnt. Auf dem rueckweg haben wir uns dann ganz gut verfahren, denn wenn es mal wirklich schilder auf bali gibt, dann sind sie so unscheinbar, dass man sie nicht erkennt. Unsere kleine extratour durch balis doerfer war aber super schoen. Es lohnt sich auf bali immer mal nach links oder rechts einen abgelegenen weg zu nehemen. Alles ist unheimlich dicht aneinander gebaut und man trennt seine grundstuecke mit dicken mauern zu seinen nachbarn ab. Aber jedes grundstueck sieht aus wie ein kleiner tempel und in der tat hat auf bali auch jeder hindu mindestens einen eigenen kleinen tempel auf dem grundstueck. Drei mal am tag werden opfergaben gebracht. In form von obst, kecksen oder manchmal sogar geld. Das ganze wird in kleine palmenblattschalen gepackt etwas nett verziert und mindestens ein raeucherstaebchen dazugepieckst. Spaeter freuen sich die hunde oder ratten darueber. Im reisebuero von air asia hing ein brett mit opfergaben ueber der tuer und als wir eintraten, fluechtete gerade eine ratte mit kecks durch die decke. Der tag nach tanah lot besuch war dann der tag, der sieben meter wellen. Wir schnappten uns den roller und duesten zu den suedlichen riffen. Am bekanntesten spot Balis, „Padang Padang“, lief eine saubere 3 bis 4 meter welle mit unheimlich tiefer tube. Es waren aber leider auch an die hundert surfer im line up, dazu einige hundert fotografen am strand und im wasser. Am suedlichsten spot „Uluwatu“ ,wo auch wilde affen leben, brach die welle ziemlich dick, wirklich mit etwa 7- 8 metern. Nur eine hand voll surfer wagte sich ins meer und es gab einige heftige stuerze zu sehen. Man konnte von den klippen wunderbar dem wilden treiben zuschauen und tini und mir gelang es sogar in einer der bars einen tisch am fenster zu bekommen. Einige colas und vegetarische burger spaeter hatte ich ein paar nette bilder zusammen und wir haben uns wieder auf unseren roller geschwungen.
Nach anderthalb wochen Bali juckte uns dann aber doch der hintern und am Montag dem 14.09. haben wir uns auf den weg nach Java gemacht. Die route war klar und die transportmittel auch. Der taxifahrer der uns nach Denpasar zum busterminal fuhr, warnte uns schon vor den falschen ticketverkaeufern, die auf dem parkplatz vor den eigentlichen verkaufsschaltern versuchen ueberteuerte tickets zu verkaufen. Das durcheinander am hauptbusterminal von Bali war dann auch wirklich der hammer. Irgendein komischer vogel versuchte sich als parkeinweiser und wollte unser taxi gleich am eingang stoppen, aber unser cooler taxifahrer liess sich nicht beeindrucken und fuhr einfach weiter. Man muss dazu sagen, dass der vor zwei jahren auf die verkaeufer reingefallen war und den doppelten preis fuer ein ticket gezahlt hatte. Als wir dann hielten und ausstiegen habe ich mich nur auf tini konzentriert und einem der nervensaegen erklaert, dass ich mein ticket laengst habe. Fertig! Das bekommen des eigentlichen tickets war dann allerdings auch wieder nicht so einfach. Am schalter erklaerte man uns, dass wir fuer unseren trip kein ticket braeuchten, sondern eines am bus kaufen koennten. Gut, aber da waren ja auch wieder ueberall die hecktischen falschverkaeufer. Von irgendwoher kam dann jemand und wollte uns zu unserem bus fuehren und da mir dann schon alles egal war, folgten wir treu. Am bus stand das richtige ziel und der ticketpreis war am ende fair, wir haben auch nicht zu viel bezahlt, glueck gehabt. Die bustour war allerdings eine sache fuer sich. Ich haette es gerne gesehen wenn man diesem busfahrer mal eine wochenendrentnertruppe aus der saechsischen schweiz in den bus gesetzt haette. Der mann hatte nichts zu verlieren, ausser zeit. Von aller hinduistischen ruhe, die auf bali nur so versprueht wird, war nichts zu merken. Auf strassen, die so breit wie eine deutsche dorfstrasse, aber so voll wie das adlergestell am nachmittag waren, ueberholte der irre in einer tour. Roller und kurven wurden ignoriert, wenn mal wirklich was von vorne kam, dann wurde entweder schnell wieder zurueck in die richtige spur gewechselt oder aufs schaerfste gebremst. Ich werde mich nie wieder ueber einen studentischen fahrer beim RBB aufregen.
Zu beginn freute ich mich noch darueber das wir keine klimaanlage hatten und dafuer die fenster und auch tueren waehrend der fahrt offen sein wuerden, das hiess aber auch, dass fleissig geraucht werden durfte. Das machte die luft in dem bus unertraeglich, die leute in den mittleren reihen uebergaben sich aus vollem halse und ein indonesier viel uns auf, dem nacheinander VIER tueten gereicht wurden. Tini und mich liess das alles voellig kalt und wir kamen uns vor wie im kino. Das koennte auch an den malariapillen liegen, die wir seit einigen wochen nehmen. Wir haben auf bali leute getroffen, die meinten sie waeren von diesen pillen sowas von gleichgueltig geworden, dass sie die dinger abgesetzt haetten. danke „lariam“ !!! Dann ging es auf die faehre nach Java und dann wieder weiter auf der strasse. Allerdings war fuer mich und tini da schluss. Wir hatten nur ein ticket fuer den ersten ort auf java gekauft, um von dort am naechsten tag weiter zu reisen. Der ticketchecker fragte wo wir aussteigen wollten und ich nannte ihm den namen eines hotels von dem ich im lonely planet gelesen hatte. Einige sekunden spaeter schrie und rief der gesamte bus den namen unseres hotels in scheinbar verschiedenster betonung und landessprache durcheinander. Es gibt in java drei sprachen, nur englisch spricht scheinbar niemand. Ploetzlich hielt der bus und irgendjemand schmiss meine surfbretttasche auf den dreckigen asphalt. Nicht, dass der stauraum unter dem bus nur ansatzweise sauber gewesen waere. Da standen wir also, herzlich willkommen im Islam. Sofort stuerzten sich mehrere hecktische rickschafahrer auf uns, vorbei die hinduistische ruhe. Einer wollte es mit unserem kompletten gepaeck und uns beiden aufnehmen und da flog auch schon unser grosser rucksack samt meiner videokamera von seinem lenker. An dem punkt beendete ich dann auch meine vorgabe alles in absoluter ruhe zu regeln und schrie mich kurz aus und den hampelmann zusammen. Wir sammelten unser zeug wieder auf und nach ca. einem kilometer anstrengendstem fussmarsches trafen wir dann endlich jemand, der etwas englisch sprechen konnte und dem wir vertrauten in dem was er sagte. Wir bestiegen nun ZWEI rickschahs und liessen uns zu unserem „hotel“ fahren. Ich befand mich in diesem moment schon im komatoesen daemmerzustand, man haette mich auch zur opferung fahren koennen. Vorbei ging die fahrt an singend jodelnden moscheen, durch kleine und grosse strassen und am ende war da dieses scheiss hotel. Von aussen ok, von innen… Das loch im boden war die toilette, daneben ein waschbecken mit wasser und einer verkeimten schoepfkelle, zwei sowas von durchgelegene betten und kakerlaken soviel das herz begehrt. Ich habe mir geschworen diese toilettennummer irgendwann mal auszuprobieren, aber ich glaube ich bin noch nicht soweit. Man hockt sich ueber dieses loch und nach getaner arbeit hat man dann ja eine hand um das wasser mit der schoepfkeller und die andere hand zur reinigung zu benutzen. Viel spass!!! Waere das ganze sauber und freundlich gewesen, ok, war es aber nicht. Indonesier unterschieden sich mehr voneindander als Bayern und Sachsen. Aber dazu will ich jetzt noch nicht zuviel schreiben. Wir beschlossen in den naechsten fuenf minuten den rueckweg nach bali schon am naechtsen tag anzutreten und genau so machten wir es dann auch. Ich schaffte es noch ein taxi aufzutreiben, was uns zur faehre fuhr und das war es dann auch. Auf der faehre fand ich dann noch einen bus und schon waren wir nach erneuter spannender fahrt wieder zurueck in bali.

Dort sind wir jetzt aber gerade nicht. nach einem tag bali haben wir uns gen westen richtung lombok aufgemacht und so haben wir die letzten drei tage auf den Gili Islands verbracht. Genauer gesagt auf Gili Trawangan. Eigentlich sollte man hier auch surfen koennen, aber wie das immer so ist, habe ich das glueck hier zu sein wenn gar nichts geht. Angekommen sind wir hier am 17.09. gegen abend. Nachdem ich erfolglos einmal durchs dorf geirrt bin und am ende immernoch keine unterkunft hatte, haben wir uns auf so in paar zimmervermittler vom strand eingelassen. Die erste nacht war beschissen, in einer reudigen unterkunft, aber schon am zweiten tag haben wir ein ganz akzeptables bungalow gefunden. Das hauptproblem ist nur, dass hier staendig der strom ausfaellt und die typen von unserer unterkunft nicht wissen wie der hauseigene generator funktioniert. Wenn ich dann mal nachfrage was nun ist, werden wir staendig irgendwie hingehalten oder angelogen, sind halt keine hindus. Da wir gerade die letzten tage des ramadhans mitmachen und eigenlich gerade jeder moslem auf reisen zu seiner familie ist, heisst das: kein strom oder nur manchmal und kein fruehstueck, bzw. nur ein bisschen. Wir haben beschlossen morgen zurueck nach bali zu fahren und die letzte woche vor dem flug nach thailand ausfuehrlich nur mit surfen zu verbringen. Wir werden um 7 uhr ein boot von der insel nach Lombok nehmen und nicht die volle rechnung fuer das bungalow bezahlen. Es gab immerhin kaum fruehstueck und nur manchmal strom und wasser. Ob das alles so geklappt hat und was bei der rueckfahrt dann doch noch alles schief laeuft, wird tini die naechsten tage bei sich schreiben.
ERGAENZUNG:

Einziges highlight hier auf der insel war ein schwaches erdbeben gestern morgen. Ich bin zwar davon aufgewacht, war aber noch zu verschlafen um zu checken was da vor sich ging. Die fenster haben geklappert und das bett gewackelt. Ich habe im halbschlaf gedacht das da nur gerade wieder die waschmaschine aus der alten altbauwohnung rappelt. Nach ein paar sekunden war dann wieder ruhe.