Ich bin wieder da wo es kalt ist , in Berlin, bzw. umgebung. Am 21.12.2010 hat mich Air Berlin in kurzen hosen, aber immerhin mit zwei pullovern in Berlin Tegel abgesetzt. Das datum meiner rueckkehr habe ich auf meinem trip auf die Mentawaii islands, vor ueber einem jahr festgelegt. Gebucht habe ich diesen flug dann schon in australien, nur gesagt habe ich es niemandem. Ich wollte hier ankommen ohne dass irgendjemand etwas vorbereitet, ich wollte einfach wieder da sein und das bin ich nun, einfach wieder da.
Nachdem ich aus Borneo wieder zurueck auf Bali war, habe ich noch schnell einige erledigungen gemacht, meinen laptop ein weiteres mal reparieren lassen, um ihn danach gleich wieder abstuerzen zu sehen und dann am 20.12. habe ich zum vorerst letzten mal eine Air Asia maschine bestiegen um nach Bangkok zu gelangen. Dort habe ich nur ein Hotel nah beim flughafen genommen. Eigentlich wollte ich noch in die nette alte innenstadt, aber auf diesem letzten trip, war ich mit fast 50 kg gepaeck unterwegs. Am naechsten morgen mein erster check inn seit langem bei eine deutschen airline. Wow, das war wirklich um einiges organisierter und unkomplizierter. Unser flug verlief ohne groessere turbulenzen. Fuer den einizigen abwechslungsreichen zwischenfall sorgte ein deutscher aelterer herr. Der mann sass mit seiner frau zwei sitzreihen schraeg vor mir und ploetzlich sprang seine frau panisch auf und rannte zu einem steward, der gerade das essen verteilte. Der spinner war erst etwas genervt von ihrer panischen aktion, aber als er am platz ankam und den mann ansprach wurde auch er etwas hecktisch. Er blickte sich kurz um und rief mir dann zu: „Sie helfen mir mal bitte kurz!“ Ich sprang sofort auf, wurde aber wieder in den sitz zurueck gerissen, da ich noch angeschnallt war. Nach dem ich meinen gurt dann weg hatte und auch die drei Air Berlin decken, die ich von meinen leeren nebenplaetzen genommen hatte, sprang zu dem platz. Der mann im stuhl war bewusstlos und es roch nach kotze. Der steward wollte ihn aus dem sitz haben und in den gang legen. Ich oeffnete seinen gurt und als ich den mann am arm packen wollte, wachte er wieder auf, wurde aber super blass und schwitzte wie sau. Waerend die besatzung einen arzt ausrief, blieb ich bei ihm und hielt seine beine hoch. Er bekam dann eis auf die stuern und eine cola nach der anderen. Zwei damen gaben sich dann als aerzte aus, wobei die eine aus norwegen war. Ich dolmetschte dann so gut es ging, da der mann ueberhaupt kein englisch sprach. Die besatzung brachte dann irgendwelche messinstrumente und einen coolen arztkoffer, aber leider wurde nur ein pulsmesser ausprobiert. Anschliessend haben wir den mann in der letzten sitzreihe hingelegt. Kurz darauf kam der steward wieder zu mir, bedankte sich und fragte mich, ob ich etwas brauchen wuerde, alle getraenke waeren auf diesem flug umsonst fuer mich. Ich habe ihm aber nur zwei flaschen wasser abgenommen.
In Berlin Tegel angekommen, habe ich einem verzweifelt umherirrenden Asiaten dann gezeigt wo er sich anstellen mus, denn und das muss man siche erstmal reinziehen; in Tegel steht an den passkontrollschaltern NUR in deutscher sprache „EU paesse hier“ „Alle Buerger hier“.
Am taxistand habe ich das erste lange taxi genommen, das ich kriegen konnte. Fuer 30 euro ging es dann nach Friedrichshain zu Toffel meiner alten atze. Niemand wusste dass ich komme und so waren die gesichter von Toffel und spaeter auch Boshi sehr nett. Am meisten ueberrascht sahen jedoch meine schwiegereltern aus. Bei Tini bin ich dann einen tag vor weihnachten aufgekreuzt, sie selbst war nicht da, aber Rainer hat mir aufgemacht und eine gerade aufgestandene schwiegermutter die gerade zur arbeit wollte konnte ich auch noch begruessen. Tini hatte bei einer freundin geschlafen , als ich ihr zwei stunden spaeter die tuer oeffnete, sagte sie nur: „ was machst du denn hier?“ Ich glaube die frage werde mir selbst die naechsten tage auch noch oeffter stellen.
Am heiligen nachmittag bin ich dann nach muenchehofe gefahren. Und meine mutter hat sich gefreut wie ein kreischender flummi.
Am haeufigsten wurde ich in den letzten tagen gefragt: „ wann geht’s denn wieder los?“ Ich werde aller vorraussicht nach im februar nochmal nach Sri Lanka fliegen. Mein dude Basti und ich wollen dort einen reinen surftrip machen. Aber ansonsten ist das grosse reisen jetzt erstmal beendet. Noch finde ich den schnee schoen und nicht alle deutschen zum kotzen.
Ein ganz grosses dankeschoen an alle die hier in den letzten zwei jahren ihre kommentare hinterlassen haben und sich fuer unseren trip und unser umhergeziehe interessiert haben. Das lesen der kommentare hat uns immer sehr viel freude bereitet. Frohe weihnachten noch und euch allen einen guten rutsch ins neue jahr. Danke Tini und Majan
Nein, das ist nicht Asien
•27. Dezember 2010 • 5 KommentareMan wie geil war Borneo!
•17. Dezember 2010 • 2 KommentareEine woche war ich nun auf Borneo, ich habe nasenaffen (proboscis monkeys), schlangen und orang utans gesehen, ich habe im chinesischen viertel von Kutching uebernachtet und bin nun stolzer besitzer eines originalen borneoschen blahsrohrs mit pfeilen.
Am 7. dezember um 4:30 uhr habe ich mir in Seminyak ein taxi genommen und bin zum flughafen geduest, endlich mal runter von Bali. Ich hatte mir die tage zuvor allerdings schon einen rueckflug nach Bali buchen muessen, da mein laptop den geist aufgegeben hatte und ich ihn hier gut reparieren lassen und mir dann ein neues geraet kaufen kann, aber dazu spaeter. Ich bin fuer meinen einwoechigen ausflug wieder nur mit sehr wenig gepaeck gereist. 15kg, 8 kg davon die kameratasche. Am flughafen war noch ueberhaupt nichts los, sehr angenehm sich auf dem Nguray Airport mal so entspannt bewegen zu koennen. Mit dem kauf der tickets hatte ich auch wieder vegetarischen reis vorbestellt. Wenn man von oder nach Bali fliegt serviert Air Asia neuerdings tofusticks mit reis, der hammer! Auf meinem verhassten lieblingsflughafen Kuala Lumpur hatte ich diesesmal nur zwei stunden zeit um den flieger zu wechseln. Der check in schalter fuer den flug nach Kutching war zwar noch nicht offen und eine Air Asia angestellte sagte, es wuerde auch noch eine halbe stunde dauern, bis wir unser gepaeck aufgeben koennten, aber das hielt einige reisende aus asiatischen laendern nicht davon ab, ihre koffer schon aufs band zu stellen und aufgeregt umher suchend vor den schaltern auf und ab zu laufen. Ich wuerde mich ja eigentlich schon als ungeduldig beschreiben, aber diese hektik die hier in Asien von vielen menschen ausgeht, die werde ich mir nie annehmen. Ein anderer mann sahs auf seinen koffern und kisten und winkte seine familie zu sich, als ob es gleich los gehen wuerde. Sie sahsen dann gemeinsam noch weitere zwanzig minuten.
In Kuching angekommen versuchte ich den im lonely planet beschriebenen bus zu finden, aber den hatte man wohl vor jahren abgeschafft und so gab es fuer mich nur die moeglichkeit mit einem taxi in die innenstadt zu kommen. Erstaunlicherweise hat sich mir kein taxifahrer angeboten. Ich musste erst zu einem schalter gehen, wo ich einem taxi zugewiesen wurde. Waere ich auf Bali die selbe strecke vorm flughafen auf und abgelaufen, ich haette warscheinlich schon 10 taxifahrer abgewimmelt und weitere 5 verpruegelt. Im vorfeld hatte ich mir einige Gaestehaeuser und Hostels in Kuchings innenstadt, dem chinesischen viertel rausgesucht. Da ich mit nur 15kg unterwegs war, war es mir ein leichtes die strassen zu durchkaemmen und die in frage kommenden unterkuenfte zu vergleichen. Kuchings innenstadt ist super scheon und der chinesische einfluss ist sehr stark zu spuehren. Mein gaestehaus war dann auch direkt neben mehreren chinesischen restaurants und naturheilkunde apotheken. Fuer 10€ die nacht, bekam ich ein kleines zimmer unterm dach und hatte sogar ein fenster nach draussen. In den meisten anderen unterkuenften hatte ich wenn ueberhaupt nur ein fenster in den gang und eine klimaanlage. Das haengt allerdings auch mit der typischen bauweise in Kuching zusammen. Die haeuser sind nur etwa 10m breit, aber dafuer bis zu 50m tief. Wenn dann also alle diese haeuser wie typische berliner altbauten zusammen kleben ist klar, dass die meisten zimmer keine chance auf fenster haben.
Nachdem ich mein zimmer also hatte, habe ich mich zu einer stadterkundung aufgemacht und weil das leben dort echt entspannt ablief und mir nicht alle 10m jemand ein taxi, eine massage oder irgenwelche billigsouvenirs „just looking, Jaaaa?“ andrehen wollte, habe ich Borneo oder wenigstens Kuching auch von anfang an super geil gefunden. Als ich die ersten souvenirshops durch hatte war klar, dass ich fuer den rueckweg meine gebuchten 15 kg und 7 kg handgepaeck voll ausschoepfen wuerde. Masken, Waffen und Holzfiguren, alles genau mein ding. Am ende habe ich dann zwar nur ein blahsrohr und ein kriegsschild gekauft, aber es tat weh das ganze tolle zeug zurueck zu lassen. Beim bummel durch die stadt kam ich an vielen chinesisch buddhistischen tempeln, einer riesen Moschee und einer mindestens genau so grossen katholischen kirche vorbei. Ich habe nicht schlecht geschaut, denn eigentlich dachte ich dass Malysia ein streng muslimisches land sei, aber hier stehen all diese gotteshaeuser nebeneinander und niemand hat da ein problem mit. Bei einem sonntagmorgengottesdienst war die kirche so voll, dass ein paar hundert menschen auf dem parkplatz davor standen und ueber lautsprecher dem gottesdienst folgten. Der muss allerdings ziemlich schlecht gewesen sein. Als ich gerade an der kirche vorbei ging sangen sie die deutsche nationalhymne, warum auch immer, ich hoffe nicht Benne 16 zu ehren.
Das beste in Kuching ist allerdings die uferpromenade am Sarawak river. Von meinem Gaestehaus aus war sie etwa eine minute entfehrnt und man konnte dort von einem fressstand zum naechsten zotteln. Fuer mich gab es daher die naechsten tage regelmaessig frittierte bananen, fruchtsaefte oder warme waffeln mit schokoladencreme. Direkt neben meiner unterkunft gab es einen chinesen der auch verschiedene vegetarische gerichte anbot, unter anderem „Chicken Vege“, was ja erstmal nicht sehr vegetarisch klingt, aber zu meiner dauer- und lieblingsspeisse dort wurde. Die haben es echt geschafft Tofu so zuzubereiten, dass man glaubt es sei haehnchenfleisch, dazu chinanudeln. Als ich das erste mal dort bestellt hatte, kam kurz nachdem ich meine bestellung aufgegeben hatte ein kellner und brachte eine grosse tasse mit etwas darin. Ich habe mich erst gewundert, aber gut dachte ich, dann gibt es das mineralwasser eben aus einer fetten tasse. Als ich aber nach der greifen wollte, merkte ich, dass das wasser darin heiss war und staebchen und einer dieser haesslichen chinesischen sabber-sauf-loeffel in der tasse standen. Das war also nur das besteck. Beim essen habe ich mich dann nicht so bloed angestellt und mittlerweile bin ich im umgang mit staebchen echt geuebt. In meinem Hostel war ich fuer die naechsten zwei naechte der einzige gast und somit durfte ich bestimmen, was in der lodge fuer dvds liefen, meine Lodge.
Nach zwei naechten hatte ich vor ein wenig mehr natur zu sehen. Borneo ist beruehmt fuer seinen dschungel und genau da wollte ich hin. Ich hatte mir im nationalparkbuero in Kuching fuer zwei naechte ein bett in einer huette im Bako Nationalpark reserviert. Der Bako park ist beruehmt fuer seine nasenaffen (proboscis monkeys) und die wollte ich sehen. Da das wetter nicht zu 100% perfekt war, hatte ich zwei tage fuer diese tour geplant. Es gibt viele verschiedene wanderrouten und die affen sind schwer zu sehen wurde mir versichert. Mit dem bus und einem boot ging es in den Bako Nationalpark. Ich schlief in einem vierbettzimmer, die erst nacht mit einem schwedischen paerchen, die zweite mit einem australisch-ukrainischem und alle waren schwer in ordnung. Ich war auch einfach nur froh das ich nicht die bekloppten Schwaben aus dem nachbarzimmer bei mir hatte, das waeren mir eindeutig zu viele –le aendungen und auch der schweissgeruch der schwabendame war von einer anderen welt, dass haben dort auch andere festgestellt
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Gleich nach der ankunft machte ich mich auf den kuerzesten track den dieser park zu bieten hatte. Wildschweine und nervige makakenaffen gab es ueberall zu sehen und auch meine geliebten nasenaffen bekam ich sehr schnell zu gesicht. Der weg den ich gewaehlt hatte war nur 800m lang und wurde mit 1 ½ stunden hin nd zurueck angegeben. Als ich dass gelesen habe dachte ich, dass ich hier den wegweisser fuer die rentner vor mir haette und sportlichenergisch bin ich losgestiefelt. Ich habe dann etwa 3 stunden gebraucht. Man das sind keine wanderwege, das sind offroadpisten. Aber ich war auch die absolute ausnahme im camp. In den letzten monten oder jahren bin ich viel auf rucksacktouristen gestossen, meist junge leute die asien oder eben australien bereisen. Hier gab es nur wanderer, aber die meisten von der globetrotter sorte. Die hatten stiefel an, die ich zum snowboarden tragen wuerde, coole funktionishemden und rucksaecke mit trinkschlaeuchen dran. Und was hatte ich? Eine bunte badehose, ein unterhemd, ein rucksack mit einer trinkflasche und manchmal flip flops, aber meistens bin ich barfuss gelaufen, weil man da nicht so rutscht. Aber immerhin hatte ich meine coole kamera samt tragetasche immer vor meinem bauch baumeln. Die meisten dieser funktionwanderer sind dann auch in einem affentempo durch den dschungel gedonnert und ich hatte das gefuehl, dass es vielen nur darum ging moeglichst auf kilometer zu kommen, oder zumindest die meisten zahlen in das buch zu schreiben, in das wir uns eintragen mussten, bevor wir das camp verliessen. Jeder war verpflichtet einzutragen wohin er ging und welchen track er machen wuerde. Am ersten tag stand bei mir track 2, am zweiten tag dann 3+5, wobei ich dass dann durchgestrichen und BEACH und einen smily eingetragen habe. Die 800m vom vortag hatten ihre spuren hinterlassen und ausserdem war es super interessant bei ebbe im watt vor den mangroven zu sitzen und krebsen, fischen und affen beim herumwurschteln zu beobachten. Man bekommt die nasenaffen eigentlich sehr einfach zu gesicht wenn man sich einfach mal hinsetzt und wartet.
Alles in allem war der Bako park ein echter erfolg und wer mal so richtig geil wander oder eben trekking gehen will, bei 35°C und einer luftfeuchte von 130%, der ist dort noch besser aufgehoben als jemand wie ich, der nur coole tiere sehen will. Immerhin habe ich einige riesige wildschweine direkt vor mir gehabt und auch die ein oder andere schlange (Gruene Viper) entdecken koennen. Das absolute highlight war allerdings ein angriff der makaken auf mich, waehrend meines mittags. Ich hatte mir einen teller mit dem miserablen kalten campfutter beladen und mir einen tisch auf der terrasse genommen. Ploetzlich schrie eine frau schraeg hinter mir. Ich dreht mich um und auf einmal sprangen zwei scheiss makaken unter einem tisch vor und direkt auf den meinen. Ehe ich mich versah drehte einer meinen teller um und von ueberall her kamen noch weitere affen. Einer der ranger kam laut polternt auf den tisch zu, und zog mich zurueck. Ich hatte gerade mit meiner wasserflasche angefangen einen affen vor mir zu maltraetieren, aber der duckte sich in meine kartoffeln und fauchte wild zurueck. Ich habe mir danach neues essen holen muessen und einen tisch in der naehe der anderen genommen.
Nach den zwei tagen Bako ging es zurueck nach Kuching. Am sonntag, eben dem an dem die kirche Ratze huldigte, bin ich auf die Local Weekend Markets gegangen. Der Markt in Kuching unterscheidet sich eigentlich nur darin von anderen maerkten in Asien, dass es kaum klamotten gibt, aber dafuer jede menge lebendvieh, das wenn du willst, vor ort fuer dich geschlachtet wird, eben huehner, enten und meerestiere. Ich hatte zwar nicht mein Sea Shepherd t-shirt an, wurde aber trotzdem regelmaessig gefragt, fuer wen ich denn eigentlich fotografiere.
Am naechsten tag besuchte ich das Wildlife Rehabitation Centre. Dort werden orang utans aufgenommen die vom baum gefallen sind oder von ihrer mutter verstossen. Spaeter werden sie wieder im dschungel ausgesetzt, aber man bietet ihnen jeden tag an einem fressplatz futter an. Das soll auch helfen den tieren nahrung zu geben, da ihr lebensraum und somit auch das nahrungsangebot auch hier auf Borneo immer weiter zurueck geht. Leider hatten sich an diesem morgen ziemlich viele touristen auf den weg zur orang utan fuetterung gemacht, auch welche die es einfach nicht begreifen wollten, dass wir nicht mit blitzlicht fotografieren sollten. Es kommt auch regelmaessig vor, dass sich gar kein affe zeigt, aber wir hatten glueck. Eine mutter mit baby im fell und ein teenager hatten sich an diesem morgen zu plattform herabgelassen und wiedermal war ich sehr froh ein teleobjektiv zu besitzen.
Den letzten tag in Kuching habe ich dann zum groessten teil in diesen holz souvenirlaeden verbracht. Am nachmittag bin ich dann noch ins schwimmbad gegangen.
Als mich am mittwoch das taxi um 4:40 uhr am flughafen Kuching wieder absetzte und ich mein gepaeck so vor mir aufgereiht sah, kam es mir so vor als wuerde etwas fehlen. Richtig, das blahsrohr. Das 2m ding stand noch in meinem zimmer in der innenstadt. Ich muss ziemlich verzweifelt geguckt haben als ich dem taxifahrer meine situation schilderte. Er fuhr mich dann wieder zum hostel und zureck zum flughafen. Zum glueck war das nur eine strecke von etwa 30 minuten und er wollte auch nur, dass ich ihm eine tour bezahle, statt zwei.
Nun hocke ich wieder im INADA in Seminyak auf Bali, bin genervt von den taxifahrern, habe die schnauze voll von den hektischen stressigen strassen und moechte immernoch keine massage oder billigsouvenirs. Mein laptop ist vorerst repariert, aber er kann jede sekunde wieder kaputt gehen. Ich war heute in bestimmt 15 verschiedenen laeden, shops und kaufhaeusern um preise zu vergleichen und nach einem neuen laptop zu schauen. Morgen werde ich zuschlagen. Alle meine daten sind jetzt jedenfalls auf meiner externen festplatte gesichert. Am 20.12. fliege ich nach Kuala Lumpur und beginne eine reise nach Thailand, Laos, Vietnam und Cambodia, alles mit dem zug oder bus. Bis dahin muss der naue laptop laufen, was schwer werden koennte, da fuer die naechsten tage bis zu 2,90m wellen angesagt sind !!!
AKTUELLE ERGAENZUNG:
Nach etwa einer stunde bilder bearbeiten hat sich nun mein laptop wieder verabschiedet. Ich werde mir heute einen neuen kaufen und dann so schnell wie moeglich alle noetigen programme installieren. Die bilder aus Borneo werde ich nicht so schnell online haben. Aber ich habe noch eine kleine ueberraschung. Am zweiten weihnachtsfeiertag hier auf meinem Blog!
Neue Bilder
•5. Dezember 2010 • 1 KommentarIch habe ja erst vor ein paar tagen die bilder von meinem trip nach Komodo online gestellt, aber auch die Bilder von Tini und mir im August auf Bali will ich niemandem vorenthalten. Wir haben damals einen querdurch- Und rundtrip mit dem roller gemacht. Wir haben uns in die berge begeben und den ruhigeren norden. Ausserdem gab es mal wieder jede menge affen und tempel. Ihr findet sie rechts in der liste, gleich ueber denen aus Komodo.
Leider macht mein laptop schon wieder grosse probleme. Dass heisst, ich muss nach meiner woche auf Borneo wieder nach Bali zurueck und dann kaufe ich mir ein neues geraet. Da komme ich nicht drumherum. Meine video- und grafikkarte ist hinueber. Ich brauche einen laptop aber dringend und ich brauche dann auch mindestens 2/3 tage um wieder alle meine programme darauf zu installieren, ohne die kann ich keines meiner fotos auch nur oeffnen, sprich es helfen mir auch keine internetcafes mit USB anschluessen. Aber gut, jetzt laeuft er erstmal wieder. Der Laptopdocotor hat nach einer halben stunde arbeiten eine stunde ruhe fuer den patienten verordnet, ausserdem steht ein ventilator direkt daneben um den armen immer schoen runter zu kuehlen. Ich versuche dennoch die Bilder von Sri Lanka und den Phillipinen fertig zu bekommen und werde sie dann schnellstmoeglich nachreichen.
Am 07.12. geht es ersmal nach Kutching auf Borneo, am 15.12. wieder zureck nach Bali dann folgen Orang Utan und Nasenaffen fotos.
Komodo
•2. Dezember 2010 • 1 KommentarIch habe es geschaft, ich war auf Komodo und nun sitze ich wieder auf Bali. Ich habe mich auch gleich ins zeug gelegt und so findet ihr rechts auch schon die bilder meines trips. Nachdem Maarten, der olle Hollaender, wieder zurueck in Kuta war, sind wir nochmal zum flughafen gefahren um einen flug nach Labuanbajo zu buchen. Wie nicht anders zu erwarten war, waren alle fluege fuer die naechsten tage sehr teuer und so beschlossen wir zwar einen rueckflug von Labuanbajo nach Bali zu buchen, aber den hinweg wollten wir dann doch lieber mit bus und faehre bewaeltigen. Das wuerde etwa 3 tage dauern und waere deutlich guenstiger.
Die erste etappe war mir ja schon gut bekannt. Wir buchten ein shuttle nach Padangbai im osten Balis, von dort sollte es mit der faehre nach Lombok gehen, dann wieder mit dem bus ueber diese insel, dann eine weitere faehre, ein 12 stunden bus ueber Sumbawa, eine weitere faehre nach Flores (10 stunden) und schon waeren wir am ausgangsort fuer alle komodotouren, Labuanbajo. Das klang von vornerein nach ziemlich viel aufwand, aber eben auch spannend. Als dann am Montag dem 22.11. um 9 uhr unsere faehre ablegte meinte ich zu Maarten, dass das die warscheinlich rostigste mistgurke ist, mit der ich jeh gefahren bin. Ich war natuerlich wieder einer der ersten an deck und konnte mir so einen der beliebten platze ergattern. Neben uns platzierte sich Corinna, eine 45 jaehrige schwedin, die lange zeit in Australien gelebt hatte und somit voll australisch aufgeschlossen war. Nach etwa einer stunde fahrt stoppten die maschinen und wir trieben fuer etwa 30 minuten irgendwo zwischen Bali und Lombok hin und her und drehten uns in der stroemung. Irgendwann kam dann eine durchsage, dass wir ein motorenproblem haetten und gleich eine faehre kommen wuerde, die uns nach Bali zurueck schleppt. Die etwa 300 indonesier an board haben das recht ruhig hingenommen, nur einige touristen neigten zu leichter panik und wollten sich natuerlich gleich irgendwo beschweren, nur interessiert das hier keinen. Nach einer weiteren stunde kam dann auch eine faehre. Als die einheimischen das mitbekamen standen sie wie fertig zur abfahrt mit all ihren sachen an der reling und wir dachten schon wir sollen das boot wechseln. Als die ewta 300 menschen dann alle auf eine seite des kahns draengten wurde uns kurz etwas unwohl, da wir deutlich schlagseite hatten. Aber die hilfsfaehre fuhr zur spitze unseres schiffes und mit einem ollen tau wurden wir abgeschleppt. Im wilden zick zack ging es dann kreuz und quer zwischen Lombok und Bali und nach einer weile wusste niemand mehr wo wir denn nun hinfahren. Durchsagen gab es keine mehr und mitglieder der crew, die hin und wieder an deck auftauchten wussten auch nichts. Ploetzlich liefen dann auch wieder die motoren und der abschleppdienst machte sich davon. Nun ging es wieder richtung Lombok und alle waren guter dinge, dass wir heute doch unser ziel erreichen wuerden. Nach weiteren 30 minuten allerdings drehte die faehre wieder um, keine ahnung was das sollte. Am ende fuhren wir dann wieder nach Bali zurueck, nicht aber ohne vorher noch etwa eine stunde vorm hafen im kreis zu fahren, da noch ein anderes schiff anlag und wir warten mussten. Im grossen und ganzen haben wir etwa 8 stunden auf der faehre rumgesessen und waren alle gut ko. Die reederei hatte zwar sofort eine andere faehre zur hand und wollte uns gleich wieder losschicken, aber dann waeren wir irgendwann in der nacht auf Lombok angekommen und haetten probleme gehabt eine unterkunft zu finden. Maarten, Corinna, ein maedchen aus Kalifornien und ich beschlossen uns in Padangbai eine bude zu suchen und am naechsten tag einen weiteren versuch zu unternehmen nach Lombok zu gelangen. Corinna und die Kalifornierin tauschten ihre faehrtickets und ballerten mit einem privaten speedbootunternehmen nach Lombok. Das ist zwar deutlich teurer, aber etwas komfortabler und viel schneller. Corinna brachte uns dann noch auf die idee einen boottrip nach Komodo zu machen, sie hatte mal davon gehoert und fand das ganz nett. Da wir ja nun wieder in Padangbai waren, der balinesischen zentrale fuer boottrips aller art, liefen wir etwas rum und erkundigten uns nach den preisen. Wir fanden einen anbieter, der uns fuer einen ganz akzeptablen preis eine 4 tage, 4 naechte tour von Lombok nach Labuanbajo bot. Es waere alles inklusive, essen und wasser, sogar die eintritte auf den beiden inseln Komodo und Rinca, wo die drachen leben, gehoerten dazu. Das hauptbuero war in Senggigi auf Lombok. Also ging es fuer uns am naechsten tag mit einer funktionierenden faehre nach Lombok – Senggigi. Wir buchten den trip und suchten uns ein zimmer in Senggigi.
Zwei tage spaeter ging es los.
Ein bus holte uns ab und nach einer kurzen willkommensrede und einer tourbesprechung ging es in den osten von Lombok, wo unser boot auf uns wartete. Wir waren eine nette mischung. Insgesamt 10 leute, also nicht zuviele. Ausser mir noch zwei deutsche paerchen, darunter auch Benni mit seinem pueppchen Tina aus Erkner. Das boot war kein luxusliner, mein letzter boottrip auf den Mentawaii Islands war deutlich komfortabler, aber es reichte vollkommen aus. Geschlafen haben wir an deck auf schulsportmatrazen. Das essen war ok und hin und wieder hatten wir auch fangfrischen fisch, einmal eine goldmakrele und dann einen ziemlich stattlichen barrakuda. Die meiste zeit haben wir mit fahren verbracht, was auf diesem boot echt etwas nervig war, da die motoren hammermaessig laut waren. Landschaftlich hat mich dieser teil indonesien nicht so vom hocker gerissen, aber auch da bin ich von meinem Mentawaii trip einfach etwas zu verwoehnt. Die inseln hier sind ziemlich trocken und haben nichts mit den palmentraumstrandinseln vor Sumatra gemeinsam. Aber die unterwasserwelt war super. Leider konnte ich nicht so viel schnorcheln wie die anderen, da ich mir beim surfen die woche zuvor einen sonnenbrand auf der unterlippe zugezogen hatte und sich das ganze als flaechendeckende unterlippengriebe entwickelt hat. Ich habe dann meist muscheln gesammelt oder einfach am strand rumgelegen.
Am vorletzten tag waren wir dann endlich auf Komodo. Am steg wird man von Rangern willkommen geheissen und erfaehrt ein bisschen ueber die drachen. Am ende ihrer rede warnen die ranger vor zuviel optimismus, es kann durchaus sein, dass man nicht einen drachen zu gesicht bekommt, „thats wildlife“.
Als erstes haben wir dann wildschweine und hirsche gesehen, die dort zahlreich vertreten sind. Sie werden von den Rangern gezuechtet damit die riesenechsen immer ausreichend nahrung haben und sich von den siedlungen und touristen fernhalten. So ein ausgewachsener maennlicher drache kann locker bis zu 5 meter lang sein und wiegt dann bis zu 150kg. Die meisten drachen sind aber nur 2-3 meter lang. Auf Komo haben wir dann auch wirklich nur einen drachen zu sehen bekommen, der war aber mit etwa 4 metern ein ziemlicher hoschi. Ausser auf Komodo leben auch auf Rinca und Gilli Motang, den nachbarinseln, diese riesenviecher und am naechsten tag auf Rinca haben wir dann noch weitere stattliche exemplare gesehen. Auch hier wurden wir von zwei rangern bewacht und rumgefuehrt. Die echsen sind ziemlich faul und liegen den ganzen tag irgenwo herum. Man sagt zwar ueber sie, dass sie ziemlich schnell rennen koennen, aber dafuer gibt es kaum einen grund. Wenn ihnen ein tier oder ein zu kleiner artgenosse naeher kommt beissen sie einfach zu. Auf grund ihres hochinfektioesen speichels, kein anderes tier hat so viele bakterien im maul, verendet der gebissene sowieso irgendwo auf der insel und dann werrden sich schon drachen finden, die ihn fressen. Die viecher machen auch vor wasserbueffeln nicht halt, eine gruppe drachen frisst dann bis zu vier tage an dem.
Mit dem wetter hatten wir die ganze fahrt ueber glueck, auf dem festland haben wir zwar die regenwolken in den bergen haengen sehen, aber auf dem boot war es fuer uns immer trocken und die sonne hat geballert. Am ersten dezember sind Maarten und ich dann von Labuanbajo wieder nach Bali geflogen und nun sitze ich wieder im Inada. Am 7. geht es fuer mich weiter nach Kutching – Borneo, nasenaffen und orang utans jagen. Alle frueheren fluege waren ziemlich teuer. Leider sieht die wellenvorhersage voll mies aus und somit werde ich eine flache woche bis dahin haben.
Jetzt haeng ich hier auf Bali
•19. November 2010 • 3 KommentareSeit ich wieder auf Bali bin ist kein tag vergangen an dem ich nicht surfen war. Die wellen waren fast jeden tag bis zu 2 meter und an einem tag hatten wir sogar 2,7m laut internet. Ich war auch einen Tag in Balangan, meiner lieblingswelle hier auf Bali. Leider war die richtung aus der die wellen kamen (der swell) nicht so richtig optimal und so brach die welle in einem affen tempo. Niemand konnte seinen ritt sauber beenden, aber immerhin war es leer und so habe ich mir mein shortboard geschnappt und bin auch rein. Ich bin super in meine erste welle reingekommen, da die dinger mit viel druck ankamen. Aber beim ausstieg wollte ich ueber die bereiz brechende lippe drueber springen was ein dummer fehler war, da die welle gut zwei meter gross war und schon auf mich zu sauste. Ich bin dann mitgerissen worden und im getummel habe ich mir mein brett erst mit voller wucht gegen den hinterkopf und dann gegen den ellenbogen geschlagen. Der ellenbogen tat mir zwar nicht so weh wie der kopf, aber dem brett tat es weh. Als ich auftauchte und mich wieder ins sichere tiefe wasser gerettet hatte, sah ich, dass mein ellenbogen aufgekratzt war und blutete. Mit einer ueblen vorahnung habe ich dann mein brett umgedreht und musste feststellen, dass ich mir ein grosses loch in die unterseite geschlagen hatte. somit habe ich an diesem tag nicht eine gute welle in Balangan gehabt, sondern nur einen beutel eis auf dem Kopf und eine Cola in der hand.
An meinem ersten abend, an dem ich aus Kuala Lumpur kam, war das INADA, meine Lieblingsunterkunft ausgebucht, aber mittlerweile habe ich ja eine ganze menge alternativadressen, zu denen ich gehen kann. Ich habe mich also fuer die erste nacht wieder in Kuta einquartiert und dort am naechsten morgen beim fuehstueck einen hollaender namens Maarten kennengelernt. Maarten ist schwer in ordnung, wenn auch etwas sehr vorsichtig und manchmal etwas zu langsam, speziell beim roller fahren. Er nennt es cruisen, ich koennte kotzen. Wenn ich mich durch den verkehr schlaengele ist es mein ziel so schnell wie moeglich den abgasen zu entkommen und mein ziel zu erreichen, aber Maarten koennte stundenlang hinter einem bus hinterher „cruisen“ ohne auch nur im geringsten einen versuch zu unternehmen, den entlich zu ueberholen. Aber da unsere reiseplanungen zum teil die selben sind und wir beide zum surfen hier sind, haengen wir halt hin und wieder miteinander rum und auch den trip nach Komodo wollen wir zusammen machen. Da waeren wir aber auch schon bei meinem derzeit groessten problem, Komodo. Um auf diese insel mit den „drachen“, den groessten echsen auf unserem planeten zu kommen, muss man bis Labuan Bajo fliegen, einem kleinen ort auf der Insel Flores, der als ausgangsort fuer allemoeglichen Komodotouren gilt. Ich war die woche zweimal am flughafen um mich bei bei den verschiedensten fluggesellschaften nach fluegen dorthin zu erkundigen, keine chance. Entweder kosten die fluege ein vermoegen, oder es wird zur zeit einfach nicht geflogen. Den fruehesten flug nach Labuan Bajo, der bezahlbar waere koennten wir am 25.11. antreten, was heissen wuerde, dass ich noch eine weitere woche hier abhaengen muss und spaetestens ab morgen ist es mit den wellen vorbei, dann kann es auch auf Bali ganz schnell aetzend langweilig werden. Ausserdem habe ich jetzt nach zwei wochen abhaengen auch genug und wuerde gerne weiterziehen. Eine alternative waere eine organisierte tour. Da waeren wir dann zusammen mit etwa 15 anderen touristen und abhaengig von irgendwelchen veranstaltern. Maarten war die letzten tage ganz im westen von Bali, in Medewi surfen und kommt heute zurueck. Wir werden uns dann mal mit einem dieser tourorganisierer auseinandersetzen und wenn es sich lohnt, wird das wohl unser ticket nach Komodo. Auf der insel selbst darf man sich eh nicht frei bewegen und muss mit einem ranger in begleitung vorgeschriebene wege gehen. Aber dafuer habe ich auch verstaendnis, immerhin sind diese echsen riesen gross und kein anderes tier auf diesem planeten hat mehr bakterien im speichel als sie. Zu den Komodowaranen moechte ich aber erst etwas schreiben, wenn ich sie auch gesehen habe.
Eigentlich sollte es schon ab heute keine wirklich surfbaren wellen mehr geben aber ich war gerade am strand und was da so reinrollt sieht nicht zu schlecht aus. Nach fuenf anstrengenden tagen habe ich mir gestern eine balinesische massage gekoennt. Fuer 4,50€ die stunde knetet dich eine kleine Balinesin durch. Das hatte ich mit Tini schonmal ausprobiert, aber wir waren damals etwas enttaeuscht, da es ersten nicht sehr sauber war und zweitens sehr lieblos und eintoenig auf uns rumgehauen wurde. Dieses mal habe ich mich fuer eine andere bude entschieden und es war super. Ich habe mich wieder in badehose auf die liege geworfen, aber als meine masseurin rein kam, wurde ich in einm sehr strengen Balinesischen tonfall aufgefordert meine hose auszuziehen und mir das tuch ueberzulegen; „I don’t look on your Banana!“.
Anfang letzter Woche waren Maarten und ich Billiard spielen, Maarten gehoert zu den leuten die hier urlaub machen und so will er eigentlich jeden abend irgendwo bier trinken gehen und einen drauf machen. Ich habe ihn dann zum Billiardspielen begeleitet, aber ein weiteres mal durch Kutas nachtclubs zu ziehen, darauf hatte ich keinen bock. Auf dem weg zurueck wollten uns ein paar locals Ephedrin verkaufen, ein aufputschmittel, das bekommst du hier an jeder ecke. Ich habe eigentlich ueberhaupt keinen bock mehr, all den strassenverkaeufern, taxifahrern und massagemaedels, die mich staendig angrabbeln, eine antwort zu geben, aber diese beiden jungs waren richtig aufdringlich. Ich habe sie dann weggeschubst und als ich mich umdrehte und in meine hosentasche fasste merkte ich, dass die beiden scheisser sich mein Portmonee geschnappt hatten. Ich hatte es extra in die vordertasche gesteckt, aber die kleinen Indos waren schnell genug. Genau so schnell waren sie dann auch in der menge untergetaucht. Zum glueck hatte ich meine Kreditkarte zu hause gelassen, die nehme ich nie mit, aber nun brauche ich einen neuen fuehrerschein und personalausweis, der alte war eh abgelaufen. Hier in asien will die polizei bei kontrollen nur den internationalen fuehrerschein sehen, und den hatte ich auch nicht dabei, also glueck im unglueck.
Wenn ich es dann endlich nach Komodo geschaft habe, geht es weiter nach Borneo, orang utans fotografieren, dann weiter nach Kuala Lumpur von wo ich mit einem zug bis nach Bangkok fahren moechte. Die zuege in Malaysia und Thailand sollen sehr gut und preiswert sein. Diese Fahrt koennte einige wochen dauern, da ich unterwegs immermal wieder aussteige, um verschiedene orte zu besuchen. Darunter die inseln im norden von Malaysia und Koh Samui in Thailand. Ich werde nur mit einem Rucksack reisen und meine Surfbretter und was ich sonst noch so habe im INADA auf Bali lassen. Zu Silvester moechte ich in Hong Kong sein, aber jetzt bleibe ich erstmal im INADA.
Philippinen
•7. November 2010 • 3 KommentareZwei Wochen Philippinen sind vorueber und ich fliege wieder zurueck nach Bali um mich auf andere trips hier in Sued-ost Asien vorzubereiten.
Die zeit auf Siargao verging wie im fluge. Dass lag auch daran das die wellen fast jeden tag surfbar waren und an einigen tagen sogar richtig anspruchsvoll gross und hohl. Leider habe ich bis zum ende niemanden gefunden der bereit oder faehig war zeitig aufzustehen und zum sonnenaufgang an den spots zu sein. Dabei waren die jungs mit den booten, die uns raus zu den riffen gefahren haben schon echt zeitig da, aber auf Siargao kommt auch das partyleben nicht zu kurz und so konnte ich immer erst gegen mittag meine ersten wellen surfen, dass haben dann allerdings alle so gehandhabt und ruckzuck war es wieder richtig voll. Ich haette mir zwar auch ein boot nur fuer mich in der fruehe nehmen koennen, aber 10€ pro tour will ich nicht jedesmal alleine zahlen. Zu meiner lieblingswelle ist ausgerechnet eine rechtslaufende geworden, „Rock Island“.
Siargao ist eine nette recht grosse insel auf der tourismus bislang noch relativ dezent daher kommt. Mit dem Motorrad kann man an einem tag locker die ganze Insel umrunden und bekommt dabei einen netten einblick in das teils sehr einfache leben der einheimischen. Die Philippinos sind absolut nett und aufgeschlossen, sprich nach zwei saetzen, meist: „Woher kommen?“ oder „Name, ja?“ sitzt du mit den maennern am tisch bei einer 1l flasche bier und alle lachen. Ich hatte viel schlimmeres erwartet, gerade von dieser gegend. Aber gerade in dieser gegend, die das auswaertige amt und einige reiseorganisationen so schlecht reden, haben islamische fundamentalisten absolut nichts zu melden. Zum ersten mal bin ich in einem teil asiens gewesen wo es deutlich mehr kirchen und ernsthafte katholiken gibt als moscheen, buddhas oder hindutempel. Fast jedes kleine inseldorf hatte eine kleine kirche und wenn das dorf einfach zu klein war fuer eine solche dann gab es wenigstens eine Maria oder ein kreuz vor dem regelmaessig leute beteten. Den radikalsten und warscheinlich gefaehrlichsten religoesen, den ich getroffen habe, war der hauseigene taxifahrer vom surfcamp. Auf der etwa 45 min. langen fahrt vom camp zur faehre heute morgen um 5:00 uhr, hat er sich bestimmt 20 mal bekreuzigt. Er hatte aber auch allen grund dazu, denn ich glaube es waren am ende zwei hennen und zwei kuecken die der bremsenscheue phillipino auf unserer tour zum hafen in den huehnerhimmel befoerdert hat.
Fuer meine Inselrundfahrt hatte ich mir eine Yamaha YBR 125G ausgeliehen. So ein teil darf ich eigentlich ueberhaupt nicht fahren und ich habe das auch vorher noch nie gemacht, aber nach einer weile hatte ich den bogen raus und begriffen wo die gaenge waren die man da schalten musste und dann lief es ganz prima. Allerdings ist so ein schweres Motorrad fuer eine insel ohne richtige strassen, sondern eher mit steinpisten nicht so das richtige, aber besser als ein roller war es allemal. Beim bremsen fuer zwei aufgescheuchte, daemliche huehner habe ich mich allerdings etwas vertan und aus alter rollergewohnheit die beiden vorderbremsen gezogen, statt die hinterbremse zu treten, wie das bei motorraedern ueblich ist. Mir ist das vorderrad weggerutscht, und ich habe mir den zeh etwas angerissen auf den steinen, aber immerhin konnte ich das gute stueck wieder fangen und weiter ging es.
An einem abend gab es einen Ladyboy-Beauty-Contest oder auch Miss-Gay-Universe-2010. Das war die schrillste veranstaltung auf der ich je war. Ladyboys sind nichts anderes als transen und Tini und ich haben von diesen netten maedels schon furchtbar viele gesehen. Bali hat sie, in Thailand gehoeren sie zum normalen stadtbild und haben ihre eigenen shows und bars und auch hier auf den Phillipinen gibt es viele jungs die sich im falschen koerper fuehlen. Nur das diese truppen von umherziehenden moechtegern maedels hier sehr viel juenger sind als das was wir zuvor so gesehen haben. In diesen mischlingen paart sich die aufdringliche anflirterei von jungs mit der freundlichen und eher witzgen albernheit von maedchen. Und so ist es schon etwas befremdlich, oder gewoehnungsbeduerftig wenn du an einer dieser gruppen auf der strasse vorbei gehst und sie dir hinterher pfeifen und und sich aufs schwulste ueber deinen hintern freuen, oder deine muskeln und dein surfbrett bewundern. Ich find das klasse! Ein hollaender aus dem camp fand sie absolut ekelig und hat sich permanent dagegen gewehrt von ihnen als maedchen zu sprechen, aber das wollen sie nunmal sein und ich finde es super die paradiesvoegel als maedels anzuquatschen. An diesem besagten abend wurde dann nun die inselschoenheit gewehlt. 13 „frauen“ standen zur wahl und haben sich ins zeug gelegt das wir blass wurden. Fast alle aus unserem camp haben sich auf den weg zur misswahl gemacht, denn keiner wollte sich diesen spass entgehen lassen. Auch wenn diese Maedels alle von der insel waren, so haben sie sich doch alle ein land rausgesucht das sie praesentierten. Ein europaisches war natuerlich wieder nicht dabei, Mittel- und Suedamerika, aber auch Asien und sogar Australien waren vertreten. Das sorgte bei uns fuer den groessten brueller, da Mark unser standhafter australischer minenarbeiter, als er das hoerte von seinem stuhl aufsprang und vor lauter stolz einen noch roteren kopf bekam als er den vom bier schon hatte und aus vollem hals miss Australia anfeuerte. Meine favouritin war miss Thailand, da das neben australien das einzige vertretene land war in dem ich schon war und was war sie nicht fuer eine schoenheit. Ausserdem fand ich es einfach zu komisch wie Miss Thailand beim einmarsch mit ihrem viel zu langen kleid den sand mitwischte und so viel staub aufwirbelte das die jury probleme hatte etwas zu erkennen. Als der abend dann zu ende war, hatte ich eine siegerin, Miss Thailand und eine schrecklich schraege veranstaltung mit so vielen unfaellen und problemen, dass ich sie hier nicht alle auflisten kann, ging in eine party ueber. Die maedels hatten an die 6 kostuemwechsel und es gab sogar einen bikini kontest.
An meinem voletzten tag war die wellensituation ziemlich miserabel und wir entschlossen spontan einen ausflug zu machen. Mit dem boot ging es zu einem etwa 1 stunde entfehrnten strand, neben diesem gab es einen felsen zum reinspringen und eine lagune, einen natuerlichen pool der bei ebbe wunderbar zum baden und tauchen war. Leider mussten wir bei der ankunft feststellen, dass hier schon der westtourismus zugeschlagen hatte und in einer huette am strand wurde jedem von uns 1€ fuer strandbenutzung abgenommen. Wir waren ein bunter haufen von leuten die sich im camp kennengelernt hatten. Acht leute aus Kanada, Australien, Holland, Fankreich und eben aus Deutschland. Ich war bis zuletzt der einzige deutsche im camp und das fand ich auch gar nicht verkehrt. Unser Australier hatte in weisser vorraussicht bereits 12 flaschen bier mitgebracht und so machten wir uns einen netten tag an der lagune. Als ich am wasser sass und den hollaendern dabei zusah wie sie sich die fuesse aufschnitten beim erklettern des felsen und ins wasser sprangen, bekam ich eine ploetzliche eingebung. Bei solchen ausfluegen gibt es immer jemanden der sich verletzt und meist schaffe ich es der depp zu sein, also habe ich mich sowohl mit dem trinken als auch den halsbrecherischen aktionen etwas zurueck genommen und bin tauchen gegangen. Unser Aussie hatte eine unterwasserhoehle entdeckt und nachdem ich den zweiten ausgang dieser gefunden hatte, hatte ich vier seeigelstachel in der hand. NA, wer ist depp? Sauber, die stacheln sind natuerlich sofort abgebrochen und binnen weniger sekunden brannte meine hand als haette jemand saeure darueber gegossen. Auch die maedels mit den spitzen fingernaegeln konnten nichts ausrichten. Spaetestens seit Hollywood pinguine surfen lassen hat, weiss ja jeder wie man bei seeigelstacheln verfahren muss, aber zum glueck blieb mir das draufpinkeln erspart, denn die jungs von der bude am strand hatten essig da, was noch besser wirkt. Das heftige brennen durch das gift hat sich dann erst etwa 24 spaeter gelegt. Ich habe die stacheln aber auch erst am naechsten morgen mit einer nadel und einer pincette rausbekommen.
Heute morgen wurde ich dann also am faehrterminal von unserem fahrer abgeworfen und um 6:00 uhr verliess ich auf dem seeweg Siargao. Ich werde sicherlich nochmal wiederkommen, aber das kann schon eine weile dauern.
Nach 3 h stunden auf der faehre war ich in Surigao von wo mein flieger mich nach Manila bringen sollte. Als ich um neun, vier stunden vor abflug, am flughafen ankam, war noch alles verschlossen, nur eine furchtbar pubertaere quetschstimme queackte ueber den parkplatz. Als ich zu der einzigen kleinen huette vor ort ging, um etwas zu esssen, sah ich worin das problem bestand. Ein paar jungs hatten die karaokeanlage in beschlag genommen und ein bengel um die 17 probierte Jon Bon Jovis Best Of alben durch. Ich hatte starke probleme etwas zu essen zu bestellen, da der ohne hemmungen auf vollster lautas „Bed of Roses“ von sich gab.
Beim abflug wollte man mir mal wieder ueber 30 € fuer mein surfbrett abnehmen und als ich dann „nein“ sagte und in der kleinen schalterhalle auf einem taschenrechner ausrechnete was mein surfbrett den kosten wuerde postierte sich hinter mir der einzige sicherheitsmann und die jungs hinterm schalter lachten sich halb schlapp. Nachdem ich dann aber eine alte rechnung rausgekramt und sich einer der typen im computer erkundigt hatte, stimmte meine rechnung und vor lauter aufregung hat mir der schaltertyp dann sogar noch zu wenig abgenommen, da er ploetzlich einfach meine alte rechnung abgebucht hatte statt der neuen, denn ich habe auf grund einiger neuer shirts etwas mehr gepaeck dabei. In Surigao gibt es keine Gepaeckdurchleuchtegeraete, also durfte ich mein sauber und gut verpacktes zeug alles ausraeumen um es zu praesentieren. Am ende haette ich warscheinlich locker 3-4 kg sprengstoff dabei haben koennen, aber was solls.
Jetzt sitze ich wieder in Manila in diesem furchtbaren Hostel, diesesmal allerdings ein einzelzimmer, ich hatte vorreserviert. Morgen geht es um 5 uhr mit dem bus zum Clark airport, von dort nach Kuala Lumpur, flieger wechsel und weiter nach Bali. Leider bleiben mir keine 2 h zum umsteigen in Kuala Lumpur und da ich komplett einreisen, mein gepaeck holen und wieder sofort einchecken muss, ist das nicht viel zeit. Auch habe ich noch keine bestaetigung aus Bali das meine nette Inada unterkunft frei ist, aber ich hoffe mal da findet sich was.
In den naechsten wochen geht es dann erst nach Ostindonesien, Komodo und Flores und dann warscheinlich nach Sumatra und Malaysia. Silvester moechte ich in Hong Kong verbringen und fuer weihnachten will ich gerne in einem muslimischen land sein. Wo das dann sein soll weiss ich noch nicht, aber mal sehen, wie Malaysia so ist.
In 4 Tagen von Bangkok nach Siargao, ohne Tini
•26. Oktober 2010 • 3 KommentareAm ende habe ich echt vier tage gebraucht bis ich endlich auf der kleinen insel im sued-osten der Phillippinen war. Bestritten habe ich diese reise ohne Tini. Wir haben uns am 22.Oktober in Bangkok von einander verabschiedet und nun bin ich die naechsten fuenf monate auf mich allein gestellt. Das Tini frueher nach hause fliegt war schon lange geplant, auch das es um den 22. Oktober sein sollte war klar, denn was gibt es besseres als seine mutter zum Geburtstag mit der eigenen rueckkehr zu ueberraschen. Trotzdem hatten wir in Bangkok ordentlich pippi in den augen, aber das sollte ja bitteschoen auch so sein.
Tini ist mit Air Berlin zurueck geflogen, 2 stunden bevor ich ueberhaupt einchecken konnte und es war wirklich interressant, zu sehen wie ruhig, ordentlich und vorallem unkompliziert ein check in an einem flughafen sein kann. Ihr gepaeck wurde entgegen genommen, das surfbrett das sie von mir mitgenommen hatte wurde abgewogen und dann war das schon alles. Alle standen hintereinander an und es herrschte ruhe und ordnung. Als ich dann zwei stunden spaeter an den etwa 20 ueberfuellten schaltern von Air Asia stand, die alle das gleiche anzeigten, naehmlich: „All International Flights“ war diese ruhe verflogen. Erst stand ich 10 minuten am falschen schalter, bis mich eine aufgeregt umher rennende Air Asia tante zum richtigen brachte. Dort stand ich dann hinter einer guppe von 13 indern, die alle gemeinsam einchecken wollten, aber alle separat gebucht hatten, als dann irgendwann alle 1001 gepaeckstuecke gewogen waren, wobei ich der meinung bin das das einige doppelt und andere gar nicht auf der waage lagen. Brach der computer zusammen und die gesamte wartereihe und auch die inder mussten sich wieder auf andere schalter aufteilen. Eine oma aus der indergruppe stand wieder vor mir aber ich war froh das es nun nur eine war, denkste! Als sie dran war kam erst ihr mann angerannt und dann bruellte und organisierte der aufs hektischste alle anderen wieder zusammen. Als die Air Asia leute das merkten, bekam die frau am schalter hilfe von zwei kollegen. Am ende stand ich fast eine stunde am check in, aber wenigstens verlief bei mir alles glatt. Der naechste schocker war, dass Air Asia seit dieser woche das handgepaeck jedes einzelnen direkt am flieger abwiegt. Meine fototasche kommt auf 6,8 kg damit liege ich knapp unter 7 und somit im erlaubten bereich, laptops werden nicht gewogen. Wenn ich zuvor mit Tini geflogen bin hatten wir weit ueber 20 kg dabei, da haetten wir knadenlos wegwerfen muessen. So erging es dann auch den meisten. Viele fingen an sich gekaufte waren anzuziehen und am ende standen eine menge gebrauchter alter schuhe im Gate 11 von bangkok, aber auch komplette rollkoffer und taschen. Die stimmung bei bei vielen, vor allem den Amis und Aussies war beschissen.
Mein ersterer halt war Kuala Lumpur, dort musste ich mal wieder eine nacht verbringen. Zum glueck waren diesesmal die meisten restaurants geoeffnet und es war auch sonst recht viel los. Ich tigerte die nacht ueber vom fast food zum hot chocolat cafe und wieder in die wartehalle, wo ich einen der anzeigemonitore versehentlich zum abstuerzen brachte, als ich meinen laptop in die steckdose hinter ihm drueckte. Um 7:20 Uhr ging es weiter richtung Manila. Ich hatte zuvor schon festgestellt das auf meinem ankunftsticket ein anderes kuerzel stand als auf meinem weiterflugticket. Aber gut es waren ja auch zwei verschiedene air lines und beim check in in Kuala Lumpur versicherte man mir nochmal, dass ich auch wirklich nach Manila fliege. Ich hatte in der nacht schon recherchiert und es waere moeglich dass Air Asia auf einem anderen flugplatz in Manila landet.
Manila. Wenn sich eine stadt ein schelle fuer die bekloppteste flughafensituation weltweit verdient haette, dann Manila. Wer es wirklich eilig hat, der hat verloren und kann neu buchen. Zum glueck hatte ich fast 24h zeit und sowieso eine hosteluebernachtung eingeplant.
Es gibt 2 verschiedene Flughaefen in Manila, der auf dem ich landete, der Clark Airport, liegt etwa 3h von dem International Airport Manila entfernt irgendwo im nirgendwo. Zwischen diesen beiden flughaefen gibt es keine direkte busverbindung. Ein taxi wuerde fast 100€ kosten. Ein direkter bus wuesste warscheinlich auch gar nicht wo er hinfahren sollte, denn der grosse International Airport hat 3 offizielle und noch ein eigentlich altes, abgelaufenes, aber immernoch fungierendes viertes Terminal. Ich war bei allen vieren. Vom Clark Airport ging es in einem bus ins zentrum, von dort habe ich mir mit einer amerikanerin ein taxi geteilt zum Terminal 1, sie musste weiter nach Hawaii, nach hause, ich wollte sehen ob sich mein weiterflug vom naechsten tag nicht vielleicht noch auf den selben tag vorverlegen liesse, immerhin war es erst 13 uhr. Air Phillippnes war allerdings am Terminal 2 also wieder rein ins Taxi, denn man kommt nur mit taxis von termnial zu terminal und das kann bis zu 20 minuten dauern und kostet fast immer 4€, busse gibt es nicht. Am Terminal 2 war dann zwar das ticketoffice von Air Phillippines, aber die konnten ersten nichts mehr umbuchen und zweitens haben die meine buchung an Phillipines Airlines verkauft und so fliege ich mit denen und die sind Terminal 3. Scheiss drauf, ab ins hostel, der flug ist eh am naechsten tag.
Hostelschocker. So etwas unfreundliches und wenig hilfsbereites wie in der kackbude ist mir die letzten zwei jahre noch nicht untergekommen. An der rezeption war die rede von einem „Dormroom“, einem mehrbettzimmer, 11 betten. Das ist ziemlich viel aber was solls ist ja nur fuer eine nacht. Als ich das zimmer, bzw. den saal betrat, wusste ich nicht wie sie sich die zahl 11 herbei gereiht hatte, erst nach mehrmaligem durchzaehlen viel es mir auf. In der tat standen neben meinem doppelstockbett noch 11 andere, aber meinte das die olle and der rezeption genau so? Insgesamt waren es 18 Doppelstockbetten somit eigentlich 36 betten insgesamt im Raum. Davon waren dann ein bisschen mehr als die haelfte belegt. Ich nahm das obere bett gleich neben dem bad, das hatte den vorteil das ich meinen rucksack und meine guerteltsche mit passport und anderen wertgegenstaenden an den lueftungsschlitzen vom bad festgurten konnte und somit die ganze nacht alles sicher bei mir hatte. wenn ich das zimmer verlassen habe, schleppte ich den 25 kg rucksack immer mit, da ich meinen zimmergenossen nicht vertraute. Keiner Sprach ein wort, nicht mal hallo und mehr als die haelfte haetten eher ein altersheim als eine jugenherberge gebraucht. Aber knapp 5 € die nacht, das ist auch fuer Phillipinos sehr guenstig. Zum Abendessen habe ich dann widerlichen frischwasserfisch im hostel fuer nur 1,50€ mit klebrigem reis bekommen. Fruehstueck sollte es zwar auch geben, aber aus irgendeinem grund war der koch dann morgens nicht da. War mir aber auch scheiss egal, ich wollte nur zum flughafen und weg aus der bude. Ich hatte kaum geschlafen, da staendig jemand aufgestanden oder schlafen gegangen ist, genau konnte ich das dann nicht mehr deuten. Irgendwann gegen 2 uhr wurden dann schuesse in einer querstrasse vor unserem hostel abgefuert, vielleicht haben die ja auch den koch erwischt, aber bei dem fisch zum abendbrot haette ich das auch verstanden und nur zu gerne die kosten fuer die munition uebernommen.
Nun also Terminal 3 und es war sogar das richtige. Beim check in musste ich dann deutlich mehr fuer mein surfbrett bezahlen als vorher verabredet, aber jetzt wurde ich ja auch von einer anderen air line geflogen und bearbeitet. Nach ein paar diskussionen und dem hinzurufen eines 4ten bearbeiters zahlte ich dann nur noch die haelfte, was immnoch deutlich ueber dem vereinbarten lag. Ich muss dazu sagen, dass der dritte der dazugerufen wurde ein security vom flughafen war, der mit der airline eigentlich gar nichts zu tun hatte, aber anscheinend wollte man auf dessen rat nicht verzichten. Das flugzeug, das mich dann von Manila nach Surigao, eine Stadt auf der nachbarinsel von Siargao brachte war eine kleine zweimotorige maschine, die platz fuer etwa 150 passagiere bat. Ich sass direkt neben einem der propeller, was mir im ersten moment etwas unheimlich vorkam, aber ihr kennt mich ja ich bin ne ziemlich kuhle sau und so hab ich eigentlich vom start bis zur landung komplett geschlafen. Keine ahnung ob die Phillis schoen aussehen von oben.
In Surigao musste ich dann feststellen dass ich heute keine Faehre mehr bekommen wuerde und eine weitere nacht irgendwo auf der strecke verbringen muesste. Im lonely planet von meine atze Basti, der uns in Fremantle besuchen war und hier immer so nett kommentare hinterlaesst (danke Basti), fand ich einen handschriftlichen eintrag von ihm ueber eine pension namens Lemondee und so wie ich Basti kenne, war das mit sicherheit nicht der oertliche schwulenpuff sondern eine vernuenftige guenstige Bude. So beschloss ich, dass das Lemondee auch meine unterkunft werden sollte. Ich bekam ein winziges zimmer, mit fernsehr (deutsche Welle TV) und eigener dusche. Dann schlenderte ich durch den ort, der eigentlich echt ganz schoen ist, verdaute fast food pizza und leerte den Geldautomaten der einzigen offenen bank, da es auf Siargao keine Geldautomaten gibt. Ausserdem lief ich noch zum faehren terminal um mich zu erkundigen wo ich am naechsten tag abfahren wuerde.
Letzteres haette ich mir sparen koennen. Als ich am naechsten morgen um halb sechs zu der stelle lief, an der am vortag noch zwei boote standen, wovon eines eigentlich nach Siargao fahren sollte, stand da nur noch ein boot, das nach keine ahnung fuhr. Irgendwelche typen griffen mein surfboard schmissen es auf ein tuk tuk und ehe ich mich versah sass ich in eben diesem und es ging zu einem anderen faehrenterminal. Dort war schon alls sehr viel offizieller, man duchleuchtete sogar mein gepaeck und um kurz nach sechs dampfte ich auf einer alten auto und personenfaehre fuehr nur 1,50€ richtung Siargao. Nach etwa 3 ½ h war ich dann endlich auf meiner insel ein letztes mal ging es in einem tuk tuk ueber fuerchterlich schlechte strassen und nach weiteren 30 minuten stand ich im surfcamp. Von meiner reservierung wusste hier zwar niemand aber zum glueck war noch eins der guenstigen zimmer frei. Jetzt zahle ich 10€ die nacht. Dafuer muss ich aber auch ueber der bar pennen und habe kein eigenes bad, aber blick aufs meer, und das zaehlt. Die leute her sind alle ganz nett, das einzige problem ist das eigentlich fast alle spots nur mit einem boot erreichbar sind und ein boot legt nur ab, wenn mindestens 3 leute raus wollen, oder man bezahlt halt 10€ den preis fuer alle drei. Diesen morgen sass ich um halb sechs als einziger am wasser, aber keiner wollte surfen gehen. Als um acht die ersten rauskamen und erstmal ausgiebig fruehstueckten wurde mir klar, dass hier der tagesablauf etwas anders laeuft. Jetzt gegen halb elf denken die ersten darueber nach surfen zu gehen, allerdings regnet es jetzt und wind ist aufgekommen. Mal sehen ob ich den ein oder anderen davon ueberzeugen kann, die naechsten tage etwas frueher aufzustehen, aber leider kommen auch die typen mit den booten erst gegen 8 uhr hier an. Aber egal, dann mach ich erstmal nichts, hab ja urlaub.
Aktuelle Ergaenzung:
Auf Java ist der „Merapi“ einer der gefaehrlichsten Vulkane auf der erde erwacht, und wird demnaechst ausbrechen, man erwartet dass dann der gesamte luftraum ueber Sued-ost Asien gesperrt wird. Das koennte fuer mich heissen, dass ich noch etwas laenger auf Siargao bleiben muss, schade
Bilder vom Vegetarienfestival online
•22. Oktober 2010 • 1 KommentarRechts findet ihr die Bilder vom Vegetarienfestival in Phuket. Dieses Fest und vor allem der damit verbundene strassenumzug gehoeren fuer mich zu den krassesten sachen die ich in meinem leben bisher gesehen habe. Menschen begeben sich in trance um mit der welt der goetter zu verschmelzen, so fungieren als medium um zwischen der buddhistischen goetterwelt und der welt der menschen zu kommunizieren und deren segen zu emfpangen. Als ausdruck ihrer willensstaerke und als zeichen, dass das auch geklappt hat rammen sie sich metallstaebe, schlaeuche oder alles was sie sonst so finden durch die gesichtshaut. Sie empfinden dabei angeblich keinen schmerz und vorallem bluten sie kein stueck. Am ende bleiben kleine narben, aber ein pflaster ist auch schon das maximale was sich die kerle, aber auch frauen hinterher drueber kleben. Einige gehen so weit sich mit schwertern oder aexten gegen den schaedel zu schlagen oder die haut aufzuschneiden, sie schuetteln dabei wie besessen den kopf, schielen und machen den eindruck geistig voellig woanders zu sein. Am ende eines strassenumzugs kommen dann traeger mit saenften. Auf ihnen sind statuen von Bhudda und co drapiert. Getragen werden diese saenften von ein paar jungs die mal so richtig aufrehen wollen. Einige von ihnen packen hin und wieder fruechte neben die statuen und von ueberall her werden bambustangen mit etwa 3 meter langen boellerketten und einem hammerkanonenschlag am ende herbeigeholt. Diese werden dann ueber den wild huepfenden jungs abgefeuert. Das ist nicht nur sau laut, sondern raubt dir auch das letzte bisschen luft zum atmen und qualmt wie sau. In der regel werden etwa 3-4 dieser stangen zur selben zeit gezuendet. Wenn die jungs dann zwei minuten geballer hinter sich haben, ziehen sie zur naechsten strassenecke, wo schon die naechsten boellerstangen auf chaos warten. Ich schaetze dass bei jedem umzug etwa 20-30 dieser saenften dabei sind. Als die letzten gerade durch waren und ich mich zum runterkommem erstmal an den rand gesetzt habe, waren bereits die reinigungskraefte dabei den dreck der party von der strasse zu fegen, ungewoehnlich fuer diesen teil der welt.
Ansonsten verlief unsere phuketwoche eher ruhig ab. Wir haben im Chaba hotel ein leben im luxus genossen und ich war des oefteren surfen. Meinem fuss geht es mal ganz gut und mal wieder kacke. Surfen geht, aber laufen kann ich noch nicht sehr gut. Aber was solls damit steht wenigstens fest wie es weiter gehen muss.
Die letzten drei Tage haben wir in Bangkok verbracht, bzw. in der Khao San Road. Wir hatten irgendwie einfach keine richtige lust uns eine der groessten asiatischen stadte genauer anzuschauen, gerade weil das viertel in dem wir waren, der alte teil Bangkoks, wirklich sehr schoen war, zwar touristisch, aber schoen. Wir haben wieder viel zuviel t-shirts gekauft und auch sonst in den souvenirshops einiges ausgegeben. In der gegend um die Khao San Road gibt es viele nette cafes, restaurants und shops mit netten souvenirs aller art. Ein ausflug nach Pat Phong durfte natuerlich auch nicht fehlen und ja, wir haben uns eine Ping Pong show angesehen. Ich will jetzt nicht ausfuehrlich beschreiben was da passiert, aber es ist nicht nur widerlich sondern auch total langweilig. Am ende versuchte man uns, wie fast in jedem reisefuehrer angedroht, ordentlich zu verarschen und legte uns eine rechnung vor die das vereinbarte um das sechsfache uebertraf. Ein kleiner dicker beleidigte mich daraufhin und versuchte mir zu drohen, aber am gehen konnte er uns nicht hindern.
Gerade uebernachten wir wieder einmal auf dem flughafen in Kuala Lumpur. Morgen frueh geht es weiter nach Manila, oder zumindest auf die Phillippinen. Ich war davon ausgegangen, dass die nur einen internationalen flughafen in Manila haben, aber scheinbar gibt es zwei und die liegen ueber hundert kilometer von einander entfehrnt. Das heisst wir landen auf dem einen und unser naechster flug mit einer anderen fluglinie geht dann von dem anderen flughafen aus. Aber zwischen diesen beiden fluegen liegen auch fast 24 stunden, das sollten wir schaffen.
Neue Bilder
•14. Oktober 2010 • 1 KommentarWir sind zwar aktuell in Phuket/Thailand, aber ich moechte euch nicht die bilder von unserem Abschiedsausflug im sued-westen Australiens und die unseres Ausflugs mit Ben und Miranda in Darwin vorenthalten. Die Bilder findet ihr rechts in der liste unter „Bilder South-West und Darwin“.
Wir geniessen in Thailand den surf und das vegetarienfestival, die bilder dazu werde ich am wochenende nachliefern.
Das war Sri Lanka
•10. Oktober 2010 • 1 KommentarNach 9 tagen haben wir es gewagt und Uppuveli endlich verlassen um weiter zu reisen. Meinem Fuss ging es da schon etwas besser, aber seit dem habe ich keine deutlichen verbesserungen und bin immer noch auf die bandage angewiessen. In Uppuveli haben wir in den 9 tagen natuerlich eine menge neuer leute kennengelernt. Die meisten machen es hier in Sri Lanka wie wir, ein paar tage hier, ein paar tage dort. Zu unseren neuen bekanntschaften gehoert unter anderem Florian, ein Bayer der seit einem halben jahr in Berlin lebt. Florian arbeitet fuer die dpa (deutsche presseagentur) als reisejournalist und war hier unterwegs um herraus zu finden wie sehr sich Sri Lanka etwas mehr als einem jahr nach dem krieg herraus gemacht hat und was vor allem die schwer gebeutelte ostkueste zu bieten hat. Eigentlich ist er bei der dpa nur im buero aktiv, ueberliest texte und recherchiert nachrichten, aber hier wurde urlaub und arbeit miteinander vermischt und er durfte selbst mal raus. Florian war super nett, wir haben dann auch einen tag vor seiner abreise einen schorcheltrip zusammen mit ihm gemacht. Mit dem boot ging es raus nach Pigeon Island. Mit dabei war unser divemaster Raphael aus der schweiz und Johannes der fischkopp aus Rostock, der dort seinen Tauchschein macht. Raphael und Johannes haben uns auf der insel ausgesetzt und sind zum tauchen etwas weiter geschippert. Florian, Tini und ich haben unser Schnorchlzeug angelegt und sind ab ins wasser. Leider war die stroemung ziemlich heftig und die sicht dadurch auf nur etwa fuenf meter begrenzt. Mit Amed/Bali war das nicht vergleichbar, aber wenn die sonne rauskam haben die Korallen herlich blau gestrahlt. Unser absolutes highlight waren allerdings die haie. Erst nur sehr kleine, aber dann schoss ein recht grosser, etwa anderthalb meter dicker schwarzspitzenriffhai durch die gruppe. Tinis augen schwollen hinter dem glas der brille auf dreifache groesse an und ihr haendedruck wurde fester. Aber auch Florian der schon haie gesehen hatte und ich waren sehr beeindruckt von dem fetten ding. Ein gelungener schnorcheltrip.
Zwei tage spaeter haben wir uns wieder auf den weg gemacht, nicht aber ohne zuvor noch telefonnummern mit Raphael zu tauschen den wir in Hikkaduwa wieder sehen wollten.
Mit dem Bus ging es nach Batticaloa. Von dort mit dem naechsten nach Kalmunai, dort wieder umsteigen nach Akkarapattu, von dort ein weiterer bus nach Pottuvil, dort mussten wir nur zwanzig minuten warten und dann waren wir auch schon in Arugam Bay, dem Tagesziel. Die ganzen ortsnamen sind eigentlich total unwichtig, ich moechte aber gerne die strapazen unseres ortswechsels besser beschreiben. Wir sind um 6:30 uhr morgens gestartet. Um 17:00 uhr sassen wir in einer palmenblatthuette, einer Cabana, und haben den tag ausklingen lassen, der schon stressig begonnen hatte, da ich den wecker, der uns eigentlich um 5:00 rausholen sollte, einfach wieder ausgemacht habe und wir so erst 10 vor sechs rausgestuerzt sind. Als ich gerade versuchte unsere sachen irgenwie zu verstauen und mich ueber unser decken- und somit auch dachloses offenes bad freute hoerte ich draussen jemanden sehr laut und in einem sehr hartem englisch mit Tini reden. Matej, ein Tscheche, den wir auch in Uppuveli getroffen hatten checkte gerade in der gleichen unterkunft ein und bekam noch einen kleinen rabatt, da er beim handeln erwaehnte er sei auch moslem, das macht dieser unglaeubige spinner oefter und schlaegt so immernoch rabatte raus. Aber immerhin ist er auch auf dem landweg nach indien gereist und hat so seine erfahrungen mit den mullas. Mit ihm verbrachten wir unsere naechsten drei tage. Arugam Bay gilt als das surfmekka von Sri Lanka, aber ich selbst konnte wegen meines fusses noch nicht surfen. Ich habe Matej eine unterrichtsstunde gegeben und der Tscheche hat gestrahlt. An einem anderen tag haben wir eine radtour gemacht. Gegen mittag haben wir uns die alten gurken ausgeliehen und beschlossen einfach mal drauf los zu fahren. Es gab einen see in der naehe, der war aber zwanzig kilometer entfehrnt und mit unseren klapperraedern eigentlich nicht machbar. Als wir allerdings bemerkten, dass wir schon in Panama (ja unglaublich es gibt ein Panama in Sri Lanka) waren, beschlossen wir auch noch die weiteren etwa vier kilometer auf uns zu nehmen. Belohnt wurden wir letztendlich mit ein paar schoenen fetten krokodilen die da seelenruhig auf einem grossen stein im see lagen. Anders als in Australien gibt es hier natuerlich keine warnschilder, ranger oder zaeune. Auf dem rueckweg in die stadt gab es noch einen wilden elefanten zu sehen. Die letzten 6 km haben wir uns von einem Traktor mitnehmen lassen.
Highlight in unserer unterkunft war eine hundefamilie. Mama war mit ihren drei kleinen scheissern scheinbar echt ueberfordert und so hatte sie sich ab der zweiten nacht dazu entschieden die 3 wochen alten welpen und sich selbst im schutz unserer huette abzulegen. Die kleinen racker stolperten ab dann immer unter unseren stuehlen durch und kamen zum spielen, kuscheln und quitschen vorbei. Es war schwer sie dazulassen.
Matej hatte sich beim surfen aber auch schon zuvor einige kratzer und schrammen an den fuessen zugezogen. Nichts ernstes und in Deutschland, oder eben Tschechien kein hit, aber hier absolut angesagt fuer alle arten von fliegen. Er hatte ernsthaft fliegen die in die wunden reingekrabbelt sind und dann zum luftholen wieder raus kamen. Wir haben ihn mehrfach darauf hingewiessen die wunde abzubinden und zu desinfizieren, aber Matej meinte das wird schon. Als wir am letzten tag alle zusammen aufgebrochen sind hatte er wenigsten kleine pflaster drauf, hummpelte aber schon mindestens genau so scheisse wie ich.
Unser naechstes Ziel war Ella, die panoramastadt in 2000 metern hoehe. Auch auf dem weg nach Ella hiess es wieder umsteigen. Matej wollte gleich an die suedkueste, da er schon frueher als wir das land wieder verlassen musste und noch viel vor hatte. Bis zu unserem ersten umstiegsort, Monaragala, fuhren wir noch zusammen, dort sollte dann jeder seiner wege gehen. In Arugam Bay hatten wir seinen Rucksack und mein surfbrett aufs dach geschnallt, da wir so immer den aerger umgehen eventuell fuer ein weiteres ticket zahlen zu muessen, da mein brett als noch ein fahrgast gilt. In Monaragala hielt der bus und alles eilte in gewohnter Asiatischer hecktick nach draussen, nur Matej nicht. Der idiot blieb seelenruhig sitzen und wartete bis alle draussen waren um dann auch ganz easy auszusteigen, seinen gehstock abzustelllen und sich dann auf den weg zu seinem rucksack zu machen. Da war ich aber schon lange auf dem dach und zerrte mein seil aus unseren gepaeckstuecken, doch ploetzlich legte der fahrer unten den gang ein und der langsame Matej guckte nicht schlecht als sein rucksack und ich da ploetzlich wieder davon fuhren. Wir heizten ueber den busparkplatz, ich krallte mich fleissig oben fest und hinter mir hoerte ich die ersten pfiffe der polizei die nun auch aufmerksam wurde. Nur der busfahrer hoerte nichts. Kurz vor der ausfahrt stoppte er kurz und sein ticketverkaeufer sprang raus um etwas zu essen zu holen. Ich schrie den typen von oben an, er solle dem idioten sagen, dass er den scheisse bus anhalten sollte und als der mich da auf dem dach sah bekam er sehr grosse augen. Von irgendwo kam dann auch Matej angeschlappt und bekam den rest meiner aufregung zu hoeren. Die weiterfahrt nach Ella, mit umstieg in Wellawaya, verlief ohne weitere zwischenfaelle. Wir erreichten Ella gegen 15:00 uhr und hatten so noch genuegend zeit mit einem TukTuk in eine Teefabrik zu brettern. Leider war die aber zu da nunmal Sonntag war, was der TukTuk fahrer angeblich nicht wusste. Ich habe ihm dann angeboten den nur einen kleinen teil des versprochenen geldes zu geben und er muesse uns am naechsten morgen nochmal fahren. Das haben wir dann auch gemacht, aber leider war die fabrik echt ein reinfall. Nachdem wir also am naechsten tag noch einmal in der teefabrik waren sind wir gleich weiter mit dem naechsten bus an die suedkuest. Mirissa hiess unser erstes ziel.
Von Ella bis Matara fuhr der bus durch von dort waren es nur etwa 10km bis Mirissa. Wir werden an busbahnhoefen eigentlich grundsaetzlich von eine menge leute angesprochen. Jeder will wissen wo es hingeht und meistens helfen uns diese menschen auch sehr gut. Sie druecken uns dann zwar auch oft eine karte der angeblich besten und guenstigsten unterkunft in town in die hand, aber gut sie zeigen uns wenigstens den richtigen bus. Auch so in Matara. Der typ meinte wir muessen wieder raus auf die strasse um einen der durchsausse busse zu nehmen. Als wir dann draussen standen, meinte er, er koenne uns aber auch mit seinem Tuk Tuk fahren und was er dafuer haben wollte war sau guenstig, ich willigte ein. Nur rief er dann irgendeinen Tuk Tuk fahrer herbei und erklaerte dem irgend einen scheiss auf singalesisch. Ich war skeptisch. Als wir dann noch in die falsche richtung fuhren und auch an der zweiten kreuzung nicht in richtung Mirissa abbugen, platzte mir der kragen und der fahrer den ich die ganze zeit vollgequatscht hatte wo wir denn eigentlich hinwollten und der bis eben kein englisch konnte, konnte ploetzlich sehr gut englisch. Er lachte und meinte mein ziel waere etwa zehnmal so teuer. Ich befahl ihm uns wieder zum busbahnhof zurueck zu fahren, wo der betrueger dann ernsthaft geld von mir wollte fuer unserer kleine rundfahrt. Der andere typ, der uns die scheissnummer erst angedreht hatte verstand das alles ja gar nicht, aber da sahs ich auch schon mit Tini im richtigen bus und hab atemuebungen zur beruhigung gemacht. Man muss hier wirklch so aufpassen. Es geht nicht darum das dir irgenwelche typen etwas antun wollen oder dich auszurauebn versuchen, aber beschissen wirst du hier an jeder ecke, oder wenigstens jeder zweiten. In Mirissa fanden wir auf anhieb eine nette unterkunft. Eigentlich haette man hier wieder surfen koennen, aber fuer mich gibt es auf diesem Sri Lanka trip keinen surf, nicht dieses mal. Mirissa ist ganz nett. Alles spielt sich am strand ab, der wirklich ganz schoen ist. Die See war ziemlich unruhig und grosse sturmwellen knallten auf den strand, was den katalog-palmenstrand-effekt kaputt machte. Wir kletterten vorsichtig auf einen felsen dachten ueber den Tsunamie nach, der auch hier etliche tote gefordert hatte und hatten ein super curry zum abendessen.
Am naechsten tag zogen wir weiter nach Unawatuna, das lag nur etwa 40 busminuten entfehrnt und sollte einen noch schoeneren strand haben. Auch dort fanden wir gleich eine nette unterkunft nur keinen netten strand. Unawatuna ist opfer Sri Lankanischer geschaeftsleute geworden. Nach dem Tsunamie haette man die moeglichkeit gehabt baufehler wieder zu beheben und eben nicht bis direkt ans wasser zu bauen, aber in solchen laendern lernen menschen nicht dazu wenn es darum geht eventuell aus gruenden der Aestetik etwas weniger geld einzunehmen. Und so hat man in Unawatuna wirklich auf den Strand gebaut, bis ans wasser. Da es gerade sehr stuermig war hatten einige restaurants sogar ihre tische bei seite gestellt, weil das wasser herein spritzte. Als Tini in einem dieser restaurant einen zitronensaft bakam konnten wir darin ein kleines biotop entdecken. Wir gaben ameise, fliege, zitronenschale und wasser wieder zurueck und ich stornierte auch gleich den reisteller. Am naechsten morgen haben wir dann in einem anderen restaurant versucht ein fruehstueck zu bestellen und mehrfach darauf hingewiesen das wir unbeding so richtig harte eier wollen, wegen der salmonellen. Aber auch der dritte anlauf brachte nur eier hervor in denen selbst das weisse noch labberig war. Tini hatte da schon das gesamte besteck und die teekanne abgelehnt und ich muss sagen das es auch mich etwas anekelte. Aber vielmehr noch kriege ich einfach das kotzen wenn ich sehe wie ueberall jeder versucht ein restaurant oder irgendeine anderes geschaeft zu eroeffnen, ueberteuerte preise auf die karten schreibt und die leute nur darueber reden um wieviel sie die preise in der naechsten saison anheben wollen. Die Sri Lankaner haben nicht die geringste ahnung von service zumindest nicht die, die im haus ihrer eltern oder auch im eigenen versuchen ein restaurant hoch zu ziehen und einfach die preise der guten restaurant drausen ranzuschreiben. Nirgendwo wird das deutlicher als hier in Unawatuna. Die Sri Lankanische Kueche ist toll, sehr scharf, aber absolut lecker und vorallem vielfaeltig. Und eigentlich beherrschen es auch alle, die verschiedenen reiscurrys zuzubereiten. Aber wenn dann das besteck klebt, die tassen noch braun vom tee zuvor sind und du einfach ueberall dicke schwarze haare findest, dann schmeckt es eben nur noch halb so gut.
Unawatuna liegt direkt neben Galle, einer etwas groesseren stadt. Die Hollaender haben hier 1663 damit begonnen eine recht grosse festungsanlage hochzuziehen. Die stadt besteht heute aus zwei teilen, dem alten, dem Festungsgelaende, auch Fort genannt und einem neuen, der sich nicht sehr von anderen staedten hier auf Sri Lanka unterscheidet. Laut, schnell und dreckig eben. Das Fort dagegen ist richtig schoen und noch total im alten kolonialstil gehalten. Wir sind auf den festungsmauern umher spaziert und haben in den ein oder anderen alten laden reingeschaut.
Unser letztes ziel hiess Hikkaduwa und war nur etwa 10 km entfehrnt. Nach unserem verkackten eier fruehstueck sprachen wir einen Tuk Tuk fahrer an der uns fuer einen sehr guten preis einfach von dem einen zum naechsten hotel fuhr, was uns eine weitere nervige bustour ersparte.
Im Top Secret in Hikkaduwa haben wir nun die letzten vier naechte verbracht und einfach mal nichts gemacht. Ich haette auf jeden fall surfen gehen koennen und es tat auch wirklich weh tatenlos am strand zu sitzen, aber in drei wochen wollen wir auf die phillipinen und da muss verdammt nochmal alles wieder gut sein, denn da wird richtig gesurft. Hikkaduwa hat uns sehr gut gefallen. Der strand war schoen die leute relaxt und unsere unterkunft die beste die wir hier in Sri Lanka hatten. Eine oesterreicherin leitet hier alles und dementsprechend war es auch sehr nett und geschmackvoll eingerichtet und sogar ueberwiegend sauber. Raphael hatte uns den tip gegeben. Der war nun mitlerweile auch wieder hier und wir haebn uns auf ein bier getroffen. Seine mutter hat eine Yogapension im nachbarort. Er hatte eigentlich als snowboardverkaeufer in der schweiz gearbeitet, aber nach der letzten schneesaison ist er mit einem alten kleintransporter und ein paar kumpels aufgebrochen um durch den nahen osten nach Indien zu fahren und eben nach Sri Lanka zu gehen. Das letzte halbe jahr hatte er in Uppuveli als Divemaster gearbeitet, aber fuer die kommende saison geht es wieder nach Zuerich.
Nun sitze ich wieder in Colombo im neunten stock und schaue durch smogwolken auf andere hochhaeuser. Morgen frueh fliegen wir nach Malaysia und morgen abend weiter nach Phuket/Thailand um das vegetarien festival zu besuchen und komplett abzufotogrefien. Laut Wellenvorhersage kann ich dort sogar wieder surfen, mal sehen was moeglich ist. Heute nacht wird meine Surfbretttasche erstmal wieder als bett herhalten muessen und Tini geht auf die Couch bei unseren Chouchsurfing freunden. Jetzt muss ich aber los, in meinem Lieblingsrestaurant hier, „The Bavarian“ ist heute Oktoberfest und ich bin sauerkrautgeil !!!
No brain, no pain
•24. September 2010 • 2 KommentareSri Lanka ist super schoen und bis zu dem tag, an dem ich diesen sprung gemacht habe, wuerde ich behaupten, dass wir hier bisher alles richtig gemacht haben und wirklich viel gesehen haben. Nun liege ich aber schon seit 5 tagen vorm bungalow und kann nicht mehr laufen. Eigentlich wollten wir schon laengst weiter sein und die surfspots im sueden besuchen, aber momentan ist an reisen nicht zu denken.
Als ich im sand aufkam merkte ich gleich, dass dieser sprung ein fehler war. Erstens war der sand viel zu hart und zweitens habe ich mich nicht ausreichend auf die landung konzentreiert, sondern eher auf den sprung selbst. Zum glueck hat Tini das bild gut hinbekommen, so blieb mir ein zweiter sprung erspart. Eigentlich wollten wir dann zurueck zu unserer unterkunft und eis auf den fuss packen, aber als ich dann so durch den sand gehummpelt bin, ist mir erst super schwindelig und dann echt uebel geworden. Tini hat mich dann an der Bar des einzigen luxusstrandhotels abgegeben und ich habe mir eis auf den fuss gepresst. Anschliessend sind wir mit einem Tuk Tuk ins krankenhaus. Der fahrer fragte, ob privat oder oeffentliches krankenhaus und ich entschied fuer privat. Ich weiss nicht, was uns erwartet haette, wenn wir in das oeffentliche krankenhaus gefahren waeren, aber es kann eigentlich nicht noch schlimmer sein als das private. Zum glueck sind wir ziemlich schnell rangekommen. Auf eine spritze gegen die schmerzen habe ich verzichtet, diese einrichtung schrie nur so nach infektionskrankheiten, aber den klapprigen rollstuhl habe ich als forbewegungshilfe gern angenommen. Relativ zuegig hatten wir zwei roentgenbilder und ein typ, den die anderen arzt nannten, ich halte ihn nach wievor fuer den hausmeister, meinte nur: „Prellung! Spritze?“ Mehr haben wir nicht verstanden, da er wirlich furchtbar leise mit uns geredet hat. Mittlerweile geht es mir schon besser und ich komme wenigstens bis zum wasser und wieder zurueck zum bungalow. Eigentlich wollten wir jetzt schon in Arugam Bay sein, Sri Lankas surf Mekka, aber das geht nunmal nicht. Eine Bungalownachbarin und deutsche physiotherapeutin hat mir eine elastische bandage geschenkt, die ich nun staendig drum habe und sie hat Tini beigebracht wie man eine Lymphdrainage macht. Ich werde also bestens versorgt.
Wir haben auch andere schoene dinge erlebt:
Ueber Couchsurfing.com habe ich dann doch noch jemanden gefunden, bei dem wir unsere sachen lassen konnten. Juliane, deutsche entwicklungshelferin, Chamath, singhalesischer jornalist und Previne, singhalesischer tourguide haben eine wg in Colombo und sie gaben uns die moeglichkeit noch eine nacht bei ihnen zu pennen und unser ueberfluessiges gepaeck bei ihnen unterzustellen. Bevor wir uns ins landesinnere aufgemacht haben, sind wir noch beim „The Bavarian“ gewesen, einem deutschen restaurant, das ich im Lonely Planet gefunden hatte. Seit zwei jahren gehe ich in regelmaessigen abstaenden in deutsche restaurants, vorwiegend in Australien um meine lust nach sauerkraut zu befriedigen und seit zwei jahren werde ich bitter enttaeuscht. Es gelingt einfach niemandem eine vernuenftige bratwurst herzustellen, geschweigedenn saukraut zu produzieren, dass auch so schmeckt wie es heisst. Hier auf Sri Lanka bin ich endlich auf eine sprudelnde sauerkrautquelle gestossen. Ich hatte erst ueberlegt Gemuesebraetlies zu probieren, aber dann hat die sau mich ueberzeugt und Kassler mit sauerkraut wurde bestellt. Ich habe nicht viel erwartet, aber dann ging fuer mich an diesem tag ein zweites mal die sonne auf.
Unser erstes Ziel war Kandy, die Hochlandkulturhauptstadt von Sri Lanka. Von Colombo bis Kandy sind es etwa 110 km per Zug. Das kostet etwa 1,50€ pro person 2ter klasse, eine erste klasse gibt es nicht. Mit dem zug zu fahren ist super. Man hat genuegeng zeit fotos zu schiessen und es geht nicht so ruppig zu wie in bussen. Ausserdem kommen immer wieder haendler durch, die furchtbar fettige und scharfe snacks, currypopcorn (superlecker) oder auch fruechte verkaufen. Alle fenster und tueren bleiben waehrend der fahrt offen, so ist es angenehm kuehl, nur in tunneln wird es etwas rauchig. Kandy ist auch ganz nett, aber Tini und ich entwickeln uns immerweniger zu kulturmenschen und erst recht, wenn ein tempel seit hunderten von jahren abgebrannt, eingestuerzt und ueberwuchert daliegt, muss ich den nicht sehen. Ausserdem verlangen die singhalesen echt heftige eintrittspreise fuer ihre tempel, bzw. was davon uebrig ist, alles in $$$ angegeben. Wir haben uns dann fuer einen vollen tag einen fahrer mit Tuk Tuk ausgeliehen. Sagem war bestellt fuer halb neun morgens und es sollte zu einem wasserfall, auf teeplantagen und in eine teefabrik gehen. Am naechsten morgen stand dann allerdings ein anderer vor unserer tuer, angelich sein bruder, wir haben dann etwas hin und her telefoniert und Sagem ist dann auch noch persoenlich angerueckt, aber die tour haben wir dann mit seinem bruder gemacht. Vor solchen nummern warnen die reisemagazine, aber bei uns verlief alles sehr gut. Mit Laxmans Tuk Tuk, das angemalt war wie ein New Yorker taxi, ging es holterdiepolter durch die berge. Laxman hat immermal wieder angehalten und uns sehr freundlich alle moeglichen pflanzen und gebraeuche erklaert. Nun wissen wir wie schwarzer pfeffer, zimt und co eigentlich wachsen, dass war wirklich ganz interessant. Leider hatte dann die teefabrik geschlossen. Zum glueck gibt es in dieser gegend mehr teefabriken als ordentliche strassen und so sind wir einfach zur naechsten geschaukelt. Dort gab es keine fuehrung und so mussten wir uns die ganzen maschinen selbst erklaeren. Aber es war trotzdem ganz nett. Am naechsten tag sind wir dann per bus nach Pollonaruwa. Auch dort gibt es kultur ohne ende, aber nicht fuer uns. Wir waren wegen des Kaudulla Nationalparks gekommen, laut Lonely Planet die beste moeglichkeit um leoparden und elefanten zu sehen. Auch sollte es in diesem park noch moeglich sein, die Tiere ohne die bekannten horden von touris in jeeps zu beobachten. Am ende unseres dreistuendigen Ausflugs hatten wir etwa 100 elefanten, etliche wasserbueffel und voegel gesehen, aber leider keinen leoparden. Ich fand schon, dass wir dort jede menge anderer touris hatten aber zum glueck verlief sich das ganz gut und nur am ende als eine gruppe von etwa 50 elefanten aus dem wald kam um zum see zu gelangen und zu saufen, kamen wir den anderen jeeps sehr nahe. Nach Pollonaruwa hatten wir die schnauze voll von inland und kultur und es zog uns ans Meer. Trincomalee, bzw. Upuveli, 6 km noerdlich, hiess unser naechstes ziel und erreichen wollten wir es wieder mit dem zug. Diesmal war der sogar richtig schoen leer, jedoch haben wir fuer die eigentliche 4 stunden strecke dann 6 gebraucht, aber egal, die landschaft war der hammer. Wir fuhren auch an einem nationalpark vorbei und ein aufgeregter elefant rannte neben dem zug her und troetete ihn an. Ich habe die meiste zeit in der offenen tuer verbracht, oder mit meinen drei tueten popcorn.
Trinco liegt im Nordwesten Sri Lankas und gehoert zur heiss umkaempften zone. Die Stadt selbst hat einen tiefen hafen in einer geschuetzten bucht und war deshalb schon oft ziel vieler angriffe. Erst bekaempften die hollaender die singalesen, dann die portugiesen die hollaender, dann die englaender die hollaender, dann bombardierten ihn die japaner fleissig im 2ten weltkrieg und zu guter letzt beanspruchten die tiger rebellen immermal wieder diese gegend fuer sich. Die letzte spur der verwuestung zog dann der Tsunamie 2004, der hier mit voller wucht auf Sri Lanka traf. Das hat leider auch den Katalogstraenden geschadet, da der weisse pulversand fast vollstaendig weggespuehlt wurde, aber die straende sind trotz alledem wunderschoen und der sand weiss genug.
Alles in allem habe ich mir fuer meine beklopte aktion die schoneste klink unter palmen ausgesucht. Das meer ist ruhig und knallblau, keine wellen. So muss ich auch niemandem beim surfen zusehen. Unser ziel ist es am samstag weiter nach Arugam Bay im sueden zu reisen. Die fahrt dorthin ist lang und anstrengend, mal sehen ob das was wird. Juliane und Chamath aus Colombo sind fuer dieses wochenende dort und wir wollten uns eigentlich treffen. Wenn mein fuss es erlaubt, duesen wir dort runter, wenn nicht, dann moechte ich lieber hier rumsitzen als an einem strand mit surf. Aber rumsitzen geht eigentlich sowieso nicht mehr, deshalb habe ich mich nach drinnen ins bett gelegt, mein hintern ist von den plaste- (Bosh!) stuehlen schon so aufgerieben wie nach einer woche roller fahren auf Bali.
AKTUELLE ERGAENZUNG:
Die pechstraehne will nicht abreissen. Gestern nach dem mittag habe ich die heftigesten bauchkraempfe bekommen, die ich je hatte. Ein paar stunden quaelerei, spaeter schoss mir dann die suppe aus allen oeffnungen. Nachdem ich dann immerwieder zwischen bett und klo hin und her gehummpelt bin, konnte ich gegen neun uhr endlich schlafen. Heute geht es mir schon wieder deutlich besser, aber bei unserem restaurant esse ich nicht mehr. Wir vermuten eine salmonellenvergiftung. Zum einen war mein freuhstuecksei schon sehr wabbelig und zum anderen hauen die glaube ich einfach immer ein rohes ei auf die nudeln, damit die schoen gelb glaenzen.
Nun also in Sri Lanka
•12. September 2010 • Hinterlasse einen KommentarUnsere letzte Woche in Bali ging mal wieder viel zu schnell rum. Vorallem weil ich drei tage gar keinen surf hatte und erst zwei tage vor abahrt die wellen wieder richtig gut wurden.
Aber eigentlich hatten wir ja auch ganz andere dinge im plan. Wir sind noch einmal nach Ubud auf den Markt gefahren und auch dem grossen markt in Denpasar haben wir nochmal einen besuch abgestattet. Letzterer ist fuer pauschal touristen, die entspannung suchen und nurmal etwas trubel suchen nicht so zu empfehlen. Zum einen ist der verkehr nach, in und wieder aus Denpasar raus einfach eine katastrophe und zum anderen ist dieser markt, der eigentlich ein reiner einheimischenmarkt ist, eng, dreckig und man muss sich staendig gegen abzocker behaupten. Aber wir haben wieder ein paar tolle dinge bekommen.
Unser wochenhighlight sollte eigentlich ein ausflug zu einem wasserbueffelrennen werden, aber dieser tag fing scheisse an und wurde nicht besser.
Um 5:30 uhr klingelte unser wecker. Wir wussten das die rennen frueh beginnen und Negara ist immerhin etwa 80 km von Seminyak entfehrnt. Zum Fruehstueck gab es schnell einen heissen tee und dann ab auf die piste. Leider fing es dann auch gleich zu regnen an und ich war ziemlich gefrustet, als klar wurde, dass wir nur einen poncho dabei hatten. Als ich mir den dann ueberzog wurde uns allerdings klar, dass wir versehentlich einen doppelponcho gekauft hatten, extra fuer rollerfahrer. Das sieht zwar ziemlich bescheuert aus, ist aber wunderbar praktisch. Also setzten wir unsere reise zwar im regen, aber immerhin mit doppelponcho fort. Nach etwa zwei stunden erreichten wir Negara, es regnete zwar nicht mehr, aber wir hatten einige male ernsthaft ueberlegt unseren tagestrip zu beenden und wieder nach Seminyak in unsere trockene unterkunft zurueck zu fahren. In Negara fing dann das grosse suchen an. Wir fragten einige polizisten und bekamen viele verschiedene antworten. Da diese rennen immer an unterschiedlichen orten sind konnte uns niemand sagen wo denn nun diesesmal die bueffel flitzen. Die aufwaendige suche dauerte etwa zwei stunden und als uns dann endlich ein paar kids den weg weissen konnten und wir feststellen mussten das wir bereits eine stunde zuvor an diesem ort vorbei gefahren sind, war das rennen gerade beendet und etwa 100 000 roller bretterten an uns vorbei. Wir sahen auch noch einige wasserbueffel die von dem rennen ziemlich mit mitgenommen zu sein schienen. Wie laufen die rennen ab? Zwei wasserbueffel ziehen einen kleinen wagen hinter sich her auf dem ein fahrer steht und die tiere zu einem hoeheren tempo antreibt. Dazu nutzt er eine art duennen baseballschlaeger, der vorne mit reiszwecekn oder kurzen naegeln versehen ist, da wuerde ich auch schneller rennen. Nach dem rennen bluten die bueffel auf ihren hinterteilen und einige touris, die wir getroffen haben sagten uns das dass rennen selbst kein schoener anblick sei und ziemlich brutal. Also vielleicht haben wir nicht all zuviel verpasst. Wir haben dann ein kurzes mittag zu uns genommen und sind die zwei stunden nach Seminyak zurueck geduest. Ich bin danach nur ins bett gefallen. Mein hintern tat fuerchterlich weh vom fahren und ausserdem habe ich mir auf der ruecktour noch einen sonnenbrand geholt.
In den naechsten tagen dann also auf die verschiedenen maerkte und ich habe mir noch ein kleines nachtraegliches geburtstagsgeschenk gemacht, indem ich mir eine neues surfboard (6.3, 20.5/8,fishtail) gekauft habe das teil habe ich nun auch in Sri Lanka bei und auf die Phillipinen will ich es auch mit schleppen. Natuerlich war ein neues brett nicht unbedingt notwendig, aber das teil ist ein guter allrounder und damit kann ich eigentlich mit jedem typ von welle etwas anfangen.
Nun sind wir also seit gestern in Sri Lanka. Die fluege hier rueber waren ganz ok, wenn auch nervig, da wir ueber nacht am flughafen von Kuala Lumpur abhaengen mussten und mal wieder probleme mit unserem gepaeck hatten. Beim check in auf Bali erklaerte mir der hammpelmann hinterm schalter das ich fuer etwa 40 € zusatzgepaeck kaufen muesste. Allerdings sind fuer sportgepaeck nur 13€ ueblich. Ich hatte im vornherein 30kg gepaeck fuer Tini und mich gebucht und mit den dazu gekauften 15kg sportgepaeck haetten wir so nun 45kg mitnehmen duerfen. Allerdings sollten wir das nun auch getrennt verpacken. Ich habe meine klamotten allerdings immer in meiner surfbretttasche, da ich gar keine andere tasche besitze und versuche mit moeglichst wenig gepaeck zu reisen, ausserdem polstert das ganz gut ab. War denen aber scheiss egal. So mussten wir am flughafen in der schalterhalle unser gepaeck neu sortieren. Zum glueck hatte ich mir auf bali fuer die weiterreise ohne tini ende november einen kleinen zusatzbilligrucksack gekauft, der irgendwo in tinis riesenrucksack schlummerte. Also haben wir den rausgerissen, die sachen aus der surfboardtasche dort drin verpackt, das ding mit 200m frischhaltefolieumwickeln lassen, damit der olle rucksack zusammen haelt und alles war im rahmen der bestimmungen.Leider haben wir duch diese verzoegerung eine halbzeit footy verpasst. Aber wenigstens haben wir dann eine bar in der wartehalle geunden in der wir uns die letzten beiden halbzeiten angucken konnten.
In Sri Lanka waren wir mit Manuel verabredet, den ich ueber Couchsurfing.com angeschrieben hatte. Er hatte uns versprochen uns fuer die ersten zwei tage eine unterkunft zu geben, hatte mir seine adresse und telefonnummer aufgeschrieben und mir gesagt wieviel uns ein taxi zu ihm kosten sollte. Vom flughafen aus habe ich ihn versucht anzurufen, aber ihn leider nicht erreicht. Wir hatten uns keine andere unterkunft rausgesucht, da Manuel sehr zuversichtlich klang, also rein ins taxi und ab zu seiner adresse. Keiner da. Der portier gab sich sehr viel muehe herraus zu finden wo Manuel denn sei und wusste am ende zu berichten, dass der uns angeblich eine mail geschrieben hatte und gar nicht im land sei.
Nun sind wir in einer ziemlich ollen unterkunft in der naehe untergekommen und versuchen uns an Sri Lanka und das temperament hier zu gewoehnen. Das ist nicht einfach, da Sri Lanka komplett anders ist als Bali. Es ist zum einen nicht so sicher wie im easy going Bali oder in Tailand und zum anderen muss Tini schon aufpassen was sie anzieht, ich habe minrockverbot verhaengt. Die maenner hier glotzen ohne hemmungen. Gestern haben wir gesehen das ein volksfest in einem park zu sein schien und dachten uns, mueschen wir uns mal unter die leute. Nach etwa 50 metern haben wir umgedreht.
Die menschen hier haben absolut kein problem mit naehe und so hast du staendig irgendjemanden den du beruehrst, oder der dich anfaesst. Auch das militaer, dass ueberall auf den strassen praesent ist, ist gewoehnungsbeduerftig. Fast an jeder ecke steht ein mit eine Kalaschnikov oder einem sturmgewaehr ausgestatteter Soldat und in den grossen strassen werden ueberall autos angehalten und ausweise kontrolliert. Seit 1990 ist zwar offiziel der krieg beendet und es gilt eine waffenruhe zwischen der regierung und den rebellen, aber 2006 kam es erneut zu unruhen und erst im letzten jahr wurden die besetzten und von den rebellen kontrollierten gebiete vom militaer eingenommen. Dazu werde ich am ende unseres trips etwas schreiben, wenn wir mehr von diesem land geshen haben als nur die in dieselschwaden eingehuellte hauptstadt. Wir werden in den naechsten tagen in den norden reisen und uns in die nationalparks und alten staedte begeben.
6 Tage Balirundreise
•31. August 2010 • 1 KommentarUnser Trip war stressig, unsere Hintern tuen weh und unsere Atemwege sind centimeter dick mit abgasstaub belegt, aber es war wunderschoen. Wir sind direkt durch die mitte in richtung norden und dann ganz oestlich wieder zurueck nach Seminyak. Es ging durch die berge, regenwaelder und an riesigen reisfeldern vorbei. Wir waren angenervt und wir waren schnorcheln, was uns fuer alles was nicht so richtig gepasst hat absolut entschaedigt hat.
Erster Tag
Nach einem kraeftigem fruehstueck in unserem lieblings-fruehstuecksrestaurant geht es los. Wir legen noch schnell einen letzten stop im neuen Carrefour einkaufstempel ein und ich bekomme dort tatsaechlich zwei neue ausgaben des Spiegels. Unser erstes ziel ist Ubud, die angebliche kultur und shopping hauptstadt von bali in der wir schon bei unserem letzten Balitrip waren. Ubud ist wie immer scheisse voll, ueberall touristen und taxifahrer und sobald wir unseren roller abstellen werden wir auch schon prompt von allen seiten angebruellt: „Taxi? JA? Taxi Boss?“ Da es schon recht spaet ist entscheiden wir uns in die naechst beste unterkunft zu fallen die bezahlbar ist und erstmal auf den markt zu gehen. Wir finden eine homestay unterkunft. Das heisst man lebt zusammen mit seinem vermieter. Das kann wenn es hart kommt im gleichen haus mit einer toilette, bzw. einem loch, sein, oder aber wie bei uns wenn das grundstueck etwas mehr platz hergibt, lebt man einfach in einem anderen haus/huette und hat sein eigenes klo, oder eben loch. Von aussen sieht unser Haus sehr nett aus, ein haeuschen im traditionellen stil, aber von innen ist es genau so keimig wie all die anderen buden, fuer die man nur 8-12€ die nacht zahlen muss. Auf dem markt ist nicht mehr viel los, da wir schon etwas spaet dran sind. Wir finden ein restaurant von dem aus man einen dieser tarditionellen balinesischen taenze sehen kann, dazu spielt auch eine gamelan kapelle. Das kann man sich mal angucken, aber anderthalb stunden nur davor zu sitzen und zuzuhoeren ist schon echt anstrengend, gut das wir keinen eintritt gezahlt haben und das nur vom restaurant aus beobachten.
Zweiter Tag
Scheisse haben wir schlecht geschlafen. Ab 5 uhr bruellten die haehne uebers gelaende und dann mischte noch eine ratte mit, die scheinbar mit dacharbeiten an unserem haus beschaeftigt war.
Ubud ist nicht gerade indonesisch guenstig, das ist Bali zwar allgemein nicht mehr, aber Ubud sticht wirklich nochmal hervor. Da Fruehstueck fast ueberall sau teuer ist, beschliessen wir es bei Donut und Tee aus dem Mini Markt zu belassen.
Als erstes statten wir dem Monkey Forrest, dem Affenwald, einen besuch ab, dort waren wir schon im vorjahr und fanden das super. Die kleinen affendinger sind echt suess solange man sie nicht provoziert, bzw. sie sich nicht provoziert fuehlen. Wo da genau die grenze liegt kann warscheinlich niemand sagen. Das ist wie mit dem rudel jungendlicher in einer Berliner S-bahn. Mach irgenwas falsch und schon keift die ganze meute. Wir fotografieren wieder, als waeren das die seltesten tiere der welt und diesesmal traut sich sogar Tini einen von den kleinen frechen scheissern auf ihre schulter zu lassen.
Wir machen uns auf zum Besakih Tempel, der Muttertempel und groesste seiner art auf Bali. Er liegt an einem Vulkan auf etwa 950 metern hoehe. Er ist auch wirklich gross aber nicht der brueller und eigentlich ist das ganze gelaende nur sehr weit, aber die gebaeude sind nicht wirklich sehr viel hoeher als in anderen tempelanlagen. Ausserdem ist es bewoelkt und somit koennen wir eben nicht den rest der insel ueberblicken. Wir schiessen viel zu viele fotos und dann weiter richtung Lake Batur. Wir waren ja bereits letztes jahr schonmal an einem see, als wir eine vom surfcamp aus gefuehrte tour mitgemacht hatten, die ging allerdings nur einen tag und ich habe mich immer gefragt an welchem see wir denn damals waren. Der Lake Batur schied fuer mich aus, da er ziemlich weit im norden ist, aber im sueden gibt es nunmal keine seen. Desto naeher wir unserem Ziel kommen desto klarer wird uns alles. An diesem See waren wir bereits zuvor und er liegt eben nicht zu weit im norden, da auf Bali eigentlich alles in einem tagesausflug zu erreichen ist. Diese tagesausfluege sind dann zwar fuerchterlich stressig, aber fuer kurztouris genau das richtige. Egal der see sieht super aus am fusse von Balis zweit groesstem vulkan. Wir beziehen ein zimmer in einem schoenen kleinen haus mit blick auf see und vulkan und warm wasser fuer 8€, ohne fruehstueck. Ueber das warme wasser freuen wir uns mehr als sonst, da es in den bergen wirklich kalt ist. Wir lassen unseren schweren rucksack zurueck und fahren zu einem restaurant das wir bereits aus dem vorjahr kennen. Das ist auf pontons gebaut und schwimmt somit auf dem see.
Wir sind die einzigen gaeste und bekommen aufgewaermtes nasi goreng. Der ausblick und die lage sind definitiv besser als das essen. Danach ziehen wir uns zurueck auf unseren balkon und lesen Spiegel. Wir brauchen sogar socken und einen pullover da es wirklich frisch wird. Die australier brauchen dringend arbeiter in den minen, steht im Spiegel. Bei einem blick auf mein handy faellt uns auf das wir doch schon den 26.08. haben. Ich habe morgen geburtstag.
Dritter Tag:
Ich bin heute das prinzesschen! Ich habe geburtstag und das beste geschenk macht mir Bali selbst. Wir bekommen einen hammer sonnenaufgang mit see, vulkan und eben dem was man auf Bali als „Gebirge“ bezeichnen kann. ansonsten faellt dieser geburtstag eben etwas bescheidener aus als man das sonst von zu hause gewohnt ist, aber mir gefaellt das. Von tini bekomme ich eine lustige karte und einen handyanhaenger, den ich leider zwei tage spaeter nicht mehr an meinem handy vorfinde, ups.
Geschlafen haben wir prima, da es nachts hoechstens 15 grad hatte und man so endlich mal schweissfrei durch die nacht gleiten konnte. Wir kaufen schnell zwei liter benzin von der strasse und dann ab durch die berge. Beide tragen wir einen pullover. Wir fahren direkt zwischen dem vulkan und dem See Batur durch. Auf unserer karte ist zwar keine strasse verzeichnet die zum meer auf der anderen seite fuehrt, aber uns wurde zuvor garantiert das es dort schon wege geben werde.
Und die gibt es. Der see leigt bereits auf etwa 1000 metern hoehe, aber unsere strasse schraubt sich nun in windeseile auf 1400 meter hoch. Unserem roller ist das zuviel. Zwei fette touris mit rucksaecken eine solche steigung hinauf zu transportiere stand definitiv nicht in seinen papieren und so muss Tini wohl oder uebel laufen. Immer wenn der roller fast nicht mehr kann springt sie ab und wenn ich dann wieder ein geraderes stueck erreiche warte ich kurz und sie darf wieder mit. Von unserem hochsten punkt geht es dann etwa eine halbe stunde lang nur bergab bis zur kueste. Der weg ist katastrophal und mir wird klar warum der nicht auf der karte verzeichnet ist. Wir sehen keine anderen touris auf dieser strecke und die einheimischen die wir treffen gucken etwas verwundert, aber freundlich. Auf der kuestenstrasse angekommen entscheiden wir uns nach osten zu fahren. Nach etwa einer halben stunde und einem kraeftigem fruehstueck stellen wir fest das wir eigentlich nach westen wollten um dort einen in der karte vermerkten strand zu besuchen. Also ballern wir wieder zurueck und fahren nochmal eine weitere halbe stunde richtung westen. Nur einen wie in der karte eingetragenen strand gibt es nicht. Die straende hier im norden sind alle schwarz und furchtbar steinig also nicht wirklich katalog freundlich, aber dafuer nicht ueberfuellt. Wir kuehlen uns kurz ab und entschliessen uns jetzt doch wieder richtung osten zu fahren und somit ballern wir also wieder eine knappe stunde in die alte, die urspruengliche richtung. Wir checken ein paar unterkuenfte und muessen feststellen das es hier im norden von Bali, dem tauchparadies, richtig teuer ist. Auch die preise in den meisten restaurants sind deutlich ueber dem balinsischen durchschnitt. Zwar dudeln hier nicht soviele touristen durch wie in anderen teilen Balis, aber die die hier sind, sind alle taucher und sorry, aber das muss mal gesagt werden, taucher versauen die preise. Es ist deutlich spuerbar, das an straenden oder in gegenden wo tauchen die nummer eins attraktion ist alles etwas exklusiver und damit eben teurer ist. An surfspots wuerden sich restaurants mit solchen preisen nur schwer halten koennen.
In Tulamben finden eine etwas abgelegene und vergleichsweise herruntergekommene bungalowanlage und bezahlen wieder 8 € fuer die nacht, mit fruehstueck. Meinen geburtstag lassen wir mit einem liter schokoeiscreme ausklingen, am ende klingt der tag allerdings mit bauchweh aus.
Vierter Tag
Die nacht war furchtbar. Muecken, floehe und wer weiss was da noch mit im bett war haben uns auf trapp gehalten, ausserdem hatten wir in dieser nacht wieder deutlich ueber 25 grad. Fruehstueck heisst wieder pancake oder toast. Wir entscheiden fuer toast, einen fettigen pancake koennen wir uns auch spaeter noch reinpfeifen. Wir bekommen, in der pfanne mit butter angebratene fettige, sabber toasts, guten morgen.
Von dem freundlichen franzoesischen diveinstructor leihen wir uns schnorchel und taucherbrillen und rollern die 200m bis zum strand. Auch hier gibt es nur steine. Das wasser ist sau klar, wir koennen gut 20 meter sehen und es gibt bunte fische ohne ende, das ist dann schon besser als das fruehstueck. Eine stunde spaeter geht es weiter, wir wollen die ostinsel heute umfahren und bis Candi Dasa im Suedosten vorpeitschen, dort ist wieder ein strand in unserer karte eingezeichnet. Wir entschliessen uns die oestlichste strasse zu nehmen und somit zwischen meer und einem weiteren vulkan durchzufahren. In Amed legen wir eine kurze pause ein, um ein richtiges fruehstueck zu uns zu nehmen. Hier ist es vergleichsweise schon etwas touristischer und eine tauchschule neben der anderen wirbt fuer billiges tauchen, schnorcheln und die besten und billigsten Zimmer. Allerdings sehen die unterkuenfte doch nochmal ein stueck teurer aus. Wir ballern weiter ohne zu baden, bestaunen aber die riffe von der sich durch die berge windenden strasse.
Dieser weg war eine gute entscheidung, er ist landschaftlich wunderschoen. Immerwieder geht es in den berg/vulkan und dann wieder zurueck zum meer. Nach einer knappen stunde erreichen wir Candi Dasa und haette der name nicht hin und wieder auf schildern gestanden, ich waere einfach durch gefahren. Unsere karte muss sich bepissen vor lachen. Was sie uns hier als strand anpreist ist ein schlechter witz. Nun geht durch Candi Dasa die einzige wirkliche hauptstrasse, was dem ganzen keine plus punkte vermacht, aber der kackstrand und das diesige wasser sorgen bei uns nicht fuer freudenspruenge.
Wir sitzen rum und wissen nicht so richtig was wir machen sollen. Bis Seminyak ist es nur noch eine dicke stunde und dazwischen kommt wirklich nichts mehr, das wissen wir aus dem vorjahr. Ausserdem ist unsere Unterkunft erst ab 03.08. reserviert. Waeren wir doch nur in Amed geblieben und schnorcheln gegangen, aber den ganzen weg wieder zurueck? Ich rufe in Seminyak an und frage nach ob zufaellig ein zimmer frei ist. Es ist kein zimmer frei, zwar kann ich unsere reservierung auf einen tag nach vorne verlegen, aber das sind dann auch noch fuenf naechte die wir uns woanders einquatieren muessten. Wir entschliessen uns unsere Hintern nochmal so richtig zu quaelen und den nach Amed zurueck zu brettern. Diesesmal allerdings auf direktem weg durch die berge. Das wir nun auch noch diesen weg und gerade zu dieser tageszeit fahren freut uns, da die reisfelder in der abendsonne einfach der super aussehen und so halte ich das ein oder andere mal an, um mit meiner kamera durch die gegend zu schiessen. In kanpp einer stunde sind wir auch schon wieder in Amed, nur ein zimmer laesst sich nicht finden, da auch hier der Taucherteuro zugeschlagen hat. In einigen anlagen reden wir gar nicht mehr ueber Indonesische Rupiah sondern es geht nur $$$ oder €. Durch zufall habe ich eine karte der pension von letzter nacht bei und rufe dort an. Sie haben noch ein bungalow frei und ich reserviere ohne zu zoegern fuer zwei naechte je 8 €. Bevor wir uns alledings wieder auf den roller werfen und nochmal eine halbe stunde fahrt auf uns nehmen, essen wir in einem sehr guenstigen Warung am strand. Die aussicht ist herrlich und mein Barracuda Curry ist der hammer (1,60€).
Fuenfter Tag
Geschlafen haben wir wieder gewohnt beschissen, aber egal. Gut das wir nochmal nach Tulamben zurueck gekehrt sind, so haben wir noch die moeglichkeit die speisekarte eines restaurants und eine anzeige tafel eines transport unternehmens zu fotorafieren, die mit den schoensten rechtschreibfehlern versehen sind die wir bisher auf unseren asientrips gesehen haben. Es muss ziemlich doof aussehen, wenn zwei deustche den traenen nahe vor einem reustaurant vor sich hinbruellen, nach luft japsen und hin und wieder die speisekarte abblitzen, aber glaubt mir es lohnt sich. Da Tini keine lust hat wieder ein sabberiges toast zu bekommen, bestellt sie gleich den pancake, ich nehme wieder toast und freue mich schon auf die zukcermarmelade mit der sich das oel so gut ueberdecken laesst. Aber heute kocht halt mal jemand anderes und so bekomme ich drei toast, pfurz trocken, nichtmal warm, bzw. getoastet und tini wie bestellt den oeligen pancake
Ich lache zufrieden gebe ihr aber eines meiner pupstoasts und mit einer plaste- (Bosh) tuete bewaffnet geht es rueber nach Amed zum schnorcheln.
Wieder lassen wir uns in unserem neuen lieblings warung nieder und leihen uns von den jungs schnorchel, brille und flossen. Was dann folgt haut mich buchstaeblich aus den latschen bzw. flosse. Als wir die Riff- bzw. sandkante erreichen an der es etwa 50 meter in die tiefe geht, komme ich mir vor wie im aquarium in einem zoo, nur der wischer fuer die scheiben laesst sich nicht finden. Das wasser ist super klar, die korallen bunt und fische gibt es definitiv nicht zu wenige. Zum ersten mal in meinem leben sehe ich auch einen nemo, also clownfisch. Und als ich zu dem kleinen kacker in etwa drei metern tiefe herrab tauche und seinen nachwuchs zu bestaunen versuche, werde ich von den beiden elterntieren, also oberclowns angegriffen. Erst schnappen sie wie wild vor meinem gesicht herrum und donnern gegen meine brille und als ich meinen finger auf sie richte beisst einer echt zu. Scheinbar haben die den film auch gesehen und haben keinen bock darauf ihren kleinen scheisser im grossen weiten meer zu suchen. Wir verbringen den tag mit schnorcheln, Spiegel lesen am strand, essen im warung und zwischendurch mit den clowns stenkern. Wir beenden diesen gelungenen tag mit Barracuda Curry und Tinis lieblings essen Nasi Campur. Anschliessend rollern wir wieder zurueck nach Tulamben und holen uns noch ein eis, jeder aber nur ein kleines.
Sechster Tag und letzter Tag
Wir waren wieder sehr zeitig im bett, wie schon den gesamten trip ueber, aber um halb vier uhr morgens springe ich voellig entnervt von der matratze und schalte unseren ratternden ventilator aus.
Wir beenden unseren trip heute. Der weg nach Seminyak zurueck ist wenig spannend und die suedostliche kuestenstrasse ist nicht wirklich die schoneste panorama strasse von Bali. Als Wir im Sennen Beach Inn restaurant, unserem liegblings fruehstuecksrestaurant in Kuta ankommen sind unsere Gesichter schwarz vom russ der LKWs und unsere hintern nun endgueltig aufgerissen vom rollergeballer. Wir bekommen sogar ein zimmer im Inada allerdings nur unten und keines der beliebten oberen zimmer, allerdings koennen wir am 02.09. nach oben ziehen und dann ist wieder alles gut. Zum ende des tage bekomme ich nach einer woche auch noch ein paar kleine wellen.
Der Trip war super und wer mal nach Bali geht dem zeige ich gerne auf einer karte wo man hin sollte und wo man eigentlich nicht unbedingt hin muss. Ich liebe diese Insel nun nochmehr, aber die Tage fuer Bali, vorallem Bali als erholungsraum sind gezaehlt. Im Spiegel war ein guter artikel ueber Sylt und dass sich einheimische ihre insel kaum noch leisten koennen. Schon jetzt ist nur noch jeder siebte auf sylt gemeldete wirklich dauerbewohner dieser insel. Wenn ich sehe wie grosse aber auch kleinere auslaendische investoren hier massenhaft zu- und aufbauen und dann euro und dollar preise auf ihre flyer drucken, dann wird es auch auf Bali nicht mehr lange so idyllisch sein.
Hurra wir sind auf Bali
•24. August 2010 • 2 KommentareFremantle haben wir laengst verlassen, eigentlich das ganze land, denn nun sind wir endlich wieder im liebenswerten balinesischen chaos.
Die verabschiedung von unseren mitbewohnern, zu denen wir eigentlich einen ganz guten kontakt hatten, viel uns nicht sehr schwer, da sie uns in den letzten tagen nicht gerade sehr hilfsbereit waren. Mit reichlich uebergepaeck, sind wir dann weiter nach Darwin und hatten eine super woche, die leider viel zu schnell vorbei war. Bei Ben und Miranda war es wieder super. Wir haben einen Campingausflug gemacht und da die beiden ja mit vier Aerzten ihr haus teilen, konnte Ben einen guten deal aushandeln und hat ein krankenschreiben bekommen, das ihm zu einer woche bezahlten urlaub verhalf.
In der zweiten nacht in dem grossen haus in Darwin wurde ich durch eine der Mitbewohnerinnen geweckt, die heftigst kreischend den namen einer ihrer mitbewohner bruellte. Ich dachte erst an einen streit, bin dann aber reflexartig aus dem bett gesprungen und in den flur des obergeschosses gestuerzt. Als ich aus dem zimmer sprang, stand sie zitternd vor mir: „Da ist jemand im haus!“. Ich spurtete die treppen runter und zwei typen ballerten gerade in einem affenzahn zur hintertuer herraus. Ich bin den beiden sofort hinterher, konnte aber in dem stockdunklen palmengarten nichts mehr sehen. Als ich dann endlich den lichtschalter fuer die aussenbeleuchtung fand, sind die beiden gerade uber die mauer zum nachbargrundstueck gesprungen. Ich bin dann zwar noch bis zur mauer hinterher, aber als ich da drueber schaute und die beiden durch die buesche fallen hoerte, verging mir die lust auf eine wilde verfolgungsjagd. Ausserdem war ich ja immernoch barfuss und nur in meiner boxershorts unterwegs, aber immerhin hatte ich einen schnauzbart (Wette mit Ben). Als ich wieder zurueck ins haus kam, rannten gerade alle in unterwaesche wie wild durcheinander und suchten einen schluessel fuer die vordertuer. An dem punkt war noch nicht klar, dass der und eine kleine fotokamera von den einbrechern mitgenommen wurden. Als dann endlich die tuer auf war, bin ich auf die strasse gestuermt um zu sehen ob die bengels bei den nachbarn aus den bueschen kommen. Und tatsaechlich lief ein kleiner aboriginalbengel direkt vor unserem haus entlang. Den habe ich mir gleich geschnappt, aber da wir nun auch nicht wussten ob der es nun war, habe ich den kleinen scheisser wieder laufen gelassen. Ausserdem kam ich mir ziemlich bescheuert vor den naechstbesten schwarzen zu schnappen und zu behaupten, dass der bei mir eingebrochen haette. Ich moechte erinnern, das ich immer noch mein kampfoutfit, Boxershort sonst nichts mit schnauzer, anhatte. Die polizei kam vorbei, aber konnte natuerlich auch nichts mehr machen. Wir haben dann erstmal tee gemacht, bzw. Ben und ich haben Bier getrunken und sind die ganze sache mehrfach durchgegangen. Dabei stellte sich auch raus, dass die jungs auf jeden fall schwarz warn und den wohnungs- und autoschluessel sowie die digitalkamera von chris geklaut haben. Zum glueck leben in diesem haus etwas gesittete aussies, die nicht dazu neigen sich wegen eines solchen vorfalls eine waffe zuzulegen und die „Nigger“ fuer den untergang australiens verantwortlich zu machen. Am ende, und da waren wir uns alle einig, ist das das resultat jahrhunderte langer falscher integrationspolitik.
Zwei tage spaeter sind wir dann mit Ben und Miranda zu einem campingausflug aufgebrochen. Es ging in den Litchfield National Park, in dem Tini und ich zwar schon einige male waren, aber der park ist wirklich sehr schoen und mit all seinen wasserloeschern immer super, wenn es zu heiss ist. Wir sind zum Walkers Creek, einem kleinen Fluss, oder Bach, der sich durch die landschaft schlaengelt und immerwieder von kleinen wasserfaellen unterbrochen wird. Und an genau diesen wasserfaellen sind dann die jeweiligen campgrounds. Da wir eine ziemlich grosse kuehltruhe und fuer fraeulein Miranda auch ein Zelt mitschleppen mussten, haben wir uns gleich an der erstn Campingstelle niedergelassen. Da man bis zu dieser schon etwa 1 km durch den busch wandern muss, ist es dort immer recht leer, da Aussies nicht so wirklich gerne laufen. Die wasserstelle war super. Wir konnten von einem felsen springen und haben den ganzen tag dort verbracht. Abends gab es Chilli Con Carne ueberm feuer und Bier ausser Kuehlbox. Fuer die nacht haben sich Ben und Miranda ins Zelt verkruemelt und Tini und ich haben uns auf einer von den rangern eingerichteten Holzablage, die die groese eines doppelbettes hatte, niedergelssen. Wir hatten eine plane gespannt und einige isomatten zur verfuegung, aber es war trotzdem echt scheisse hart. Am naechsten tag haben wir es uns noch fuer eine weile im flusslauf gemuetlich gemacht und dann ging es zurueck nach darwin. Auf dem rueckweg kamen uns die teilnehmer einer charity rally entgegen. Sie fuhren alle etwas aeltere wagen, aber geil zurecht gemacht und jede karre hatte ein anderes thema. Zum beispiel war eines ein Camel, das andere hatte pferde auf der kuhlerhaube und eine alte kutsche auf dem dach. Da haben wir beschlossen, dass wir das auch machen wollen und wahrscheinlich wird das dann unser wiedersehen. Unser auto wird das thema schnauzer und vokuhila haben.
Am 18.08. sind wir dann wieder rueber nach Bali. Wir haben jetzt eine woche in unserem „Inada“ appartment verbracht und morgen starten wir mit unserem roller zu einer inselrundreise. Ich habe die letzte woche so oft wie moeglich mit surfen verbracht, allerdings waren die wellen bis gestern nicht so der brueller. Den besten surf hatte ich heute morgen bei fast 3 metern, das gute an solchen tagen ist, dass man sich nicht mit hundert anderen leuten um eine welle pruegeln muss. Als ich dann von meinem gelungen start in den tag wieder kam, klingelte mein telefon und toffel meine beste berliner Atze verkuendete, dass sein traechtiges weibchen nun geworfen habe und er endlich papa eines kleinen maedchens ist. Toffel, gratulation dazu nochmal! Noch etwas worauf ich mich in Deutschland freuen kann.
In dem einen Jahr, dass wir nicht auf Bali waren, hat sich schon wieder tierisch viel veraendert. Zwar hat die hauptstrasse nun einigermassen vernuenftige gehwege, aber leider wurde auch sonst ziemlich viel gebaut, meist villen und residenzen. Auch scheint es so als waeren nochmal 20 000 roller mehr auf den strassen und ungefaehr die gleiche anzahl an surfbrettern mehr im wasser. Morgen starten wir dann zu unserer halben inselrundfahrt. Wir werden durch die mitte von Bali durch und dann ueber den osten wieder zurueck nach Seminyak. Alles in allem sollten wir dafuer nicht laenger als eine woche brauchen. Leider haben wir dieses jahr einen Roller mit weniger stauraum, einen Yamaha Mio, also nur mal als tip fuer alle Asientouris, nehmt einen Honda Vivaro, da passt mehr rein.
Ich werde tagebuch fuehren und am ende einen bericht ueber unseren Rollertrip verfassen. Die Bilder aus Fremantle und von unserem campingausflug sind auch schon zu einem viertel hochgeladen, aber es ist verdammt schwer auf Bali eine internetbude zu finden, bei denen man nicht zwei flaschen wasser leer hat bevor ein bild online ist.
Und ein feierabendset fliegt nach mahlsdorf
•8. August 2010 • 4 KommentareGlueckwunsch an Henning, der zwar noch deutlich daneben lag, aber bei allen drei fragen am naehesten an der richtigen loesung dran war. Hier sind die fakten:
Einer dieser drucks verbraucht zwischen 0,7 – 1 Liter Diesel pro km. Da sich die trucks auf so einer strecke viel auf ungepflasterten strassen bewegen und beim be – und entladen oft viel rangieren muessen und nur selten ausgemacht werden, wird also in der planung einfach mit 1liter pro km gerechnet. Das heisst 100Liter auf 100km. Nun aber der hammer, getankt wird unterwegs gar nicht! die trucks fuehren mindestens 400 liter mit sich, oder eben weniger, wenn die strecke kuerzer ist, aber 4000 liter sind kein problem. Am truck befinden sich 4 tanks a 500l, das heisst 2000 liter am truck und unter den anhaengern haengen auch noch reserve tanks, diese varieren zwischen 500 und 1000 litern. Fuer eine solch lange strecke werden dann nur anhaenger genommen, die die benoetigte menge bringen. Die transport firmen bekommen ihren diesel etwas guenstiger direkt auf ihren hof geliefert, oder die trucks fahren an bestimmte tankstellen die es nur in den industriegebieten gibt. Der sprit im outback ist sehr viel teurer und das wuerde die ganze nummer zu viel kosten. Ausserdem ist es auch kaum moeglich die entlegenen tankstellen permanent mit diesel zu beliefern wenn da taeglich an die 50 trucks ihre tausend liter abholen.
Ich danke allen die mir ihre antworten geschickt haben. Es ist wirklich interessant wie wenig verbrauch die meisten einer 580PS dreckschleuder zugestehen.
Unser Zimmer hier in Fremantle ist schon ziemlich leer, alle uns wichtigen sachen sind entweder in einer der zwei riesigen kisten die wir nach hause verschiffen lassen oder aber irgendwie auf dem fussboden verteilt um in eine unserer reisetaschen zu wandern. Ich habe mich selbst noch etwas besser ausgestattet und mir ein neues scheones weitwinkelobjektiv fuer meine kamera gekauf. Unseren ford haben wir verkauft und letztes wochenende konnte ich bei unserem „garage sale“ noch 250$ machen indem ich allesmoegliche das wir nich mehr brauchen verkauft habe. Am Samstag waren wir in einer austellung in Perth, „Relativity“ .Die ist der hammer und sollte sie jemals nach berlin kommen moechte ich sie jedem empfehlen der mit kunst genau so wenig anfangen kann wie ich.
Wir waren gestern ein letztes mal in Fremantle aus und heute haben wir unseren letzten sonnigen Sonntag in Freos bunten strassenleben verbummelt. Dieser ort wird mir fehlen, zumal wir beide festgestellt haben das wir eigentlich lieber hier leben wuerden.
Unsere reiseplanung bis zumindest anfang dezember steht. Wir fliegen erstmal fuer drei wochen nach Bali wo ich surfen werde bis zum umfallen, wir wollen diesesmal aber auch einen einwoechigen rollertrip ueber die insel machen und warscheinlich auch nochmal nach lombok, da dort noch ein hammerspot ist den ich noch nicht gesurft habe, der aber noch sein muss: „Desert Point“. Dann fliegen wir fuer einen monat nach Sri Lanka, durch das land reisen, elephanten schubsen und surfen. Anschliessend geht es mal wieder nach phuket ins luxushotel. Dort besuchen wir das Phuket Vegetarien Festival, das Tini ja letztes jahr schon gesehen hat und absolut beeindruckt war. Die teilnehmer dort machen bunte strassenumzuege, bringen sich in trance und stechen sich dann metallstangen durch die wangen und oder durch andere stellen am koerper, eine google bildersuche lohnt sich. Dann werden wir uns mal fuer eine woche in eine grossstadt begeben, naemlich bangkok, wir haben so viel darueber gehoert nun muessen wir uns Bangkok mal selbst anschauen. Und dann geht es fuer einen etwa monat auf die Phillipinen nach Siargao (Cloud 9) ein weltberuehmter surfspot. Wir haben also viel vor.
Am Mittwoch fliegen wir aber erstmal nach Darwin Ben und Miranda ein letztes mal besuchen. Ben geht dann selbst ein bis zwei jahre nach sued amerika und will uns dann in deutschland besuchen kommen.
Neue Bilder und GEWINNSPIEL !!!
•3. August 2010 • 3 KommentareRechts findet ihr nach langer zeit endlich mal wieder bilder von meiner arbeit bei Hampton Transport, unter Hampton Transport Bilder.
Ich will mir das zum anlass nehmen mal ein kleines gewinnspiel zu starten. Zu gewinnen gibt es ein Hampton Transport Feierabend set, mit echten australischen stubbieholdern und original aussie bier.
Hier ist die Frage:
Ein standardtmaessiger roadtrain von Hampton Transport ist etwa 50 m lang, wiegt um die 100 t und hat drei anhaenger, bzw. 4 dann sind aber zwei davon etwas kleiner. Der truck der den kram zieht hat 580PS, Kenworth Trucks gelten als die kraeftigsten und zaehesten auf der welt. Unser Roadtrain fuer das gewinnspiel faehrt nun in Perh los und donnert dann etwa 4000 km mit rindern oder schafen durch das outback, bevor er wieder zurueck nach Perth kommt. Er hatte mehrere Anlaufpunkte und wurde des oefteren be- und entladen.
Nun was glaubt ihr wie oft war er unterwegs tanken, wieviel liter DIESEL (danke Henning) hat er dabei und wieviel verbraucht denn so ein Truck auf 100km? Googeln wird euch nicht viel bringen, ich habe die widerspruechligsten antworten gefunden, weiss aber die wahrheit von unserer Frachtabteilung.
Wer bei den drei teilfragen am naehesten dran liegt darf bald wie ein richtiger australischer diesel mechanic den tag ausklingen lassen.
Antworten gehen an: schreibMajan@yahoo.de Ihr koennt sie auch unten als kommentar eintragen, aber dann macht ihr es den anderen nur einfacher. Mitmachen kann jeder. Einsendeschluss ist Sonntag der 08.08.2010, 18:00Uhr Western Australia time.
Viel Glueck
Feierabend
•22. Juli 2010 • 4 KommentareNach 6 monaten roadtrain workshop ist nun schluss fuer mich. Mein visa erlaubt es mir nur sechs monate fuer einen und denselben arbeitgeber zu arbeiten und die waren am 13.Juli vorbei. Eine kiste Becks und eine partyplatte von subway waren mein ausstand. Ich werde aber sicher die naechsten wochen nochmal hin und wieder bei den jungs vorbei schauen.
Tini und ich haben vergangene woche noch einen letzten trip in den sueden gemacht und der war wirklich super schoen, australien hat sich noch einemal von seiner besten seite praesentiert, aber dazu spaeter.
Das wichtigste; den trip haben wir nicht mit Appa gemacht sondern mit unserem Ford Falcon, da Appa bereits vor drei wochen fuer immerhin noch 9.000 $ ueber den tisch gegangen ist. Ich habe ihn an ein aelteres australisches paerchen verkauft und eigentlich habe ich da auch ein ganz gutes gefueh, dass er dort in guten haenden ist, ausserdem bin ich wirklich froh dass ich ihn nun endlich losgeworden bin, auch wenn ich ihn 2400$ unter einkaufspreis weggeben musste. Seit wir ihn unter 10.000$ im internet angeboten hatten, war die nachfrage extrem hoch und so habe ich ihn an den naechsten mit zusage vergeben.
Am abend hatte sich dann noch Bernd, ein verzweifelter deutscher der mit seiner Familie (2 kinder, 11 und 16 jahre alt + Frau) hier in austalien fuer drei monate urlaub machen moechte, gemeldet. Er wuerde mir deutlich mehr fuer den van geben, er brauche nur dringend einen camper hier in perth ist es zu kalt und sie wollen endlich aufbrechen. Aber da hatte ich schon das geld und die vertraege waren gemacht.
Das mit den vertraegen ist hier sowieso so eine sache. Das auto ist eigentlich in South Australia gemeldet, da der neue kaeufer aber hier in Western Australia lebt muss er es ummelden. In den vergangenen jahrzehnten in denen Western Australia gewachsen ist sind ziemlich viele menschen hier her gezogen und haben sich erstmal guenstige autos gekauft, das hiess so ziemlich den letzten mist. Also hat die regierung von Western Oz bestimmt, dass alle neuanmeldungen einen check machen muessen und das heisst NEUWAGENCHECK. Kein rost, kein steinschlag in der scheibe (wir hatten sieben), der motor muss tip top laufen und darf nicht undicht sein und und und. Bei Appa schaetze ich alleine die reparaturen auf 2000$ dazu kommt noch das die autos in Western Australia neuerdings einen chip brauchen, das heisst wenn man das auto startet muss am schluessel so ein ding baumeln das die startelektronik frei gibt, diese nachruestund kostet auch etwa 1000 $. Ich glaube nicht dass das paerchen das alles einkalkuliert hatte aber sie haben unseren geliebten ja checken lassen bei so einem hinterhof-truckmechaniker. Das war ein freund von dem kaeufer und der hat getestet ob der motor ok ist oder irgenwo was undicht ist. Ich sollte Appa dort abgeben und er meinte er braeuchte ein paar stunden um alles zu checken. Ich habe dann gesagt das ich meinen van hier nicht alleine stehen lasse. Ich werde dem typen nicht die ganze zeit ueber die schulter schauen, aber was der an meinem motor schraubt moechte ich schon sehen. Ich habe mich auch bei ihm fuer meine vorsicht gerechtfertigt und entschuldigt, aber ich kenne ihn nunmal nicht und wer weiss was der da austauscht und dann sagt, geht nicht. Das hatte er auch eingesehen und am ende hat der hampelman wirlich zwei stunden fuer eine arbeit gebraucht die man auch locker in einer halben machen haette koennen. Er hat sich zwischendurch staendig neuen kaffee geholt und da der ja auch drueckt, liess er mich immer wissen, dass er kurz zum scheissen ginge, aber gleich wieder da waere. Das auto lief die vollen zwei stunden durch. Am ende hat er dann meinem neuen kaeufer dessen namen mir leider nicht mehr einfaellt, aber der wirklich nett war, mitgeteilt dass alles super waere und der van einen sehr guten eindruck macht. Er wollte dann noch von mir wissen wann ich denn wieder nach Daenemark zurueck fliegen wuerde und als ich ihm entgegnete dass ich aus deutschland kommen wuerde, glaenzten seine augen. Und er zwinkerte mir zu: „ Ah du bist aus Germany, dann hab ich noch was ganz spezielles das dir gefallen wird in meiner garage.“ Da ich solche saetze in den letzten zwei jahren schon haufiger gehoert hatte, dachte ich nun an eine sammlung deutscher biere oder an einen alten wehrmachtshelm mit einschussloch, den vielleicht sein vater geschossen hatte. Als er dann aber anfing davon zu erzaehlen, dass er im harley verein sei und auf seiner weste ueberall hakenkreuze haette und hitler ueberhaupt ein grosser mann gewesen sein soll war auch ich auf meine letzten tage Australien nochmal so richtig baff. Er schwadronierte dann davon dass man hier in Australien auch einen hitler gebrauchen koennte da dann die neger nicht alle machen wuerden was sie wollen und so weiter. Da das ausmass an scheisse das aus seinem gesicht fiel eigentlich unvorstellbar kreativ war, wollte ich ihn auch gar nicht stoppen. Er hatte sich nach nichtmal zwei minuten so richtig in rasche geredet. Dem aelteren mann der eigentlich nur mein auto kaufen wollte war das sichtlich unangenehm und er warf einige male ein, dass seine eltern gypsies gewesen seien und er eigentlich gar nicht weiss woher seine vorfahren denn kaemen da die immerschon reisende waren, also eine bunte familie. Unsere interessante unterhaltung wurde nur kurz unterbrochen als der nazifan wissen wollte wo genau ich denn her kaeme, er haette ja soviel ueber deutsche geschichte gelesen und was die russen da mit deutschland gemacht haetten, bezueglich der teilung war ja echt ne riesen frechheit. Da wir einige tage zuvor den film „Friendship“, den ich hier mal empfehlen moechte, gesehen haben und sich dort zwei ossis kurz nach dem mauerfall in Amerika zurecht finden muessen und zu begruessungen immer „Friendship“ sagen und sich als free communists, vorstellen habe ich das einfach genau so uebernommen. Ich sagte das ich aus ostberlin waere, aber von der trennung auf grund meines alters nicht wirklich viel mitbekommen habe. Er fragte dann nach was nochmal die ostseite waere und da platze es aus mir heraus: „die russische, wir waren die komunisten, free communists.“ Das grinsen in meinem gesicht war so gross das er mir das ganze nicht wirklich uebel genommen hatte, aber weinigsten wurde ich kein zehntes mal gefragt ob ich mir mal seine nazisammlungen anschauen wolle.
Am ende stellte mir unser mecheniker depp dann seinen deutschen wachhund vor aber bei aller hundeliebe auf einen ueberscharfgedrillten schaeferhund hatte ich wirklich keine lust. Als seine vorstellung von deutschem wachhund aus dem dunkel der garage gewankelt kam, war alle angst verflogen. Sein schutzhund war ein uralter rottweiler mit dem durchmesser eines nilpferds. Nachdem er sich die fuenf meter von seiner ecke im dunkel bis vor die garage zu mir geschleppt hatte viel er auch schon hin rollte sich auf den ruecken und wollte gestreichelt werden.
Wir sind dann zu meinem potenziellen kauefer gefahren und haben appa gegen bares getauscht und so besitzen wir nun nur noch ein auto und einen roller.
Vergangene woche haben Tini und ich dann noch einen ausflug in den sueden gemacht, da es dort noch einiges zu sehen gab und wir auch lust hatten mal wieder nach Margaret River zu duesen. Leider war es sehr windig und auch die ersten tage ziemlich verregnet und so gab es fuer mich nichts zu surfen. In Margaret River haben wir auf grund des schlechten wetters eine schokoladenfabrik inclusive verkostung besucht und auf einer weinfarm delikatessen durchprobiert. Uebernachtet haben wir immer im auto wir hatten uns von Om, unserem mitbewohner, seine campervanmatraze geliehen und da wir sonst nur das noetigste mithatten, hatten wir auch ausreichend platz. Von Margaret River aus ging es dann weiter in den sueden nach Pemberton und Walepole. Diese gegenden sind beruehmt fuer ihre beeindruckenden nationalparks und irre hohen Karri baeume. Es hatt zwar immermal wieder heftig geregnet, aber dafuer sah die naur einfach hammermaessig aus. Ich habe noch nie in meinem leben so sattes gruen gesehen wie es zur zeit gerade in south-west-australia der fall ist. Auch haben wir bis zum ende unsere reise an die 15 riesen regenboegen gehabt.
In Pemberton sind wir auf einen der hohen Karribaeume geklettert. 1947 haben dort ein paar feuerwehrleute eisennaegel in den baum gekloppt um auf die spitze zu gelangen und waldbraende fruehzeitig zu erkennen. Und genau so findet man das dann heute noch vor. Den ersten baum, den „Bicentennial Tree“ habe ich nur etwa 10 meter bestiegen, dann musste ich umdrehen. Die naegel sind soweit auseinander geschlagen dass man immer nach vorne gebaeugt klettern muss und so das gefeuhl hat durch die luecken zu fallen, was durchaus moeglich ist. Ausserdem waren die eisenteile auch furchtbar rutschig. Bei dem zweiten baum, dem „Gloucester Tree“, waren die naegel dann etwas steiler, aber ich hatte trotzdem gut schiss und war froh am ende wieder festen boden unter den fuessen zu haben. Wenn man es endlich auf die in 60 m hoehe gelegene plattform geschafft hat, hat man zwar einen fantastischen ausblick, aber der wind laesst den baum in dieser hoaehe bis zu fuenf meter hin und her wackeln. Die naegel im baum haben einen abstand von etwa einem halbe meter und es gibt keine sicherungsseile, fotos stelle ich die naechsten tage online.
In walepole wollten wir dann eigentlich noch einen Tree Top Walk mitmachen, aber ersten hat es fuerchterlich geregnet und zweitens hatten wir ja bereits die baumwipfel einige stunden zuvor gesehen. Wir haben dann am naechsten tag noch einen stopp in Albany eingelegt und sind mit chai latte, unserem neuen lieblingsschlendergetraenk, durch die innenstadt gebummelt. Die kleinen staedte hier and der westkueste haben wesentlich mehr flair als die neuen und teilweise einfallslos dahingebauten staedte and er ostkueste. Von Albany ging es weiter durch etliche regenboegen nach Esperance. Auch einem ort der sich damit schmueckt die weissesten straende Australiens zu haben. In Esperance haben wir bei Peter uebernachtet. Peter ist 49 jhre alt, australier und beruflich Abalone taucher, dass heisst er taucht zwei monate im jahr vor south australia nach muscheln, die dann nachs asien verkauft und gefressen werden und die restlichen 10 monate reist er oder raeumt sein haus auf. Und so sah die bude dann auch aus alles war furchtbar steril und unpersoenlich. Eines dieser typischen beliebigen australischen vorstadthaeuser. Aber er war nett und wir konnten zwei naechte in seinem kalten haus verbringen. Wir haben zwar mehr gefroren als wenn wir im auto gepennt haetten, aber immerhin hatten wir ne heisse dusche. Peter hatte ich ueber couchsurfing.com kontaktiert, diese seite ist super und fuer low budget reisende ein muss!
Bei esperance liegt der Cape La Grande nationalpark und der ist wirklich wunderschoen. In ihm Lucky bay, eine traumhafte bucht mit superweissem sand und blauem wasser, allerdings im moment zu kalt um zu baden, nur 17 grad. Wir sind viel viel gewandert und haben unsere speicherkarten vollgeknippst. Unter anderem sind wir auch auf den „frenchmans peak“ geklettert, einem 260 meter hohen berg. Es gibt keinen richtigen weg nur fels und wir haben gut geschwitzt.
Auf dem Rueckweg von Esperance nach Perth haben wir dann noch am Wave Rock halt gemacht. Das teil kennen sicher die meisten von bildern. Der Wave Rock sieht aus wie eine versteinerte Welle ist etwa 10m hoch aber nicht besonder lang, das ist schon beeindruckend und sieht cool aus, aber so der hammer ist es nun auch wieder nicht.
Seit Mittwoch sind wir wieder hier in Fremantle und es geht an die vorbereitungen dieses land wieder zu verlassen. Dieser 3000km trip in den sueden macht es mir noch etwas schwerer einfach so wieder auszureisen. Ich werde Australien und dieses einsame und ruhige reisen sehr vermissen, wenn ich daran denke naechstes jahr vielleicht wieder mit hunderttausend anderen urlaubswuetigen die kalte ostsee zu teilen, dann wuerde ich doch lieber hier bleiben und in einsamere gegenden fahren um mein ding zu machen. Ich hatte heute eine art vorstellungsgespraech bei einer fernsehproduktionsfirma und werde fuer die am samstag ein rugbyspiel drehen. Ich bin der einzige kameraman und meine aufnahmen sind auch nicht fuers fernsehn sondern nur fuer die rugbyliga, aber immerhin, vielleicht ist das der anfang eines arbeitsvertrages der mir ein hierbleiben ermoeglicht.
Mein neues Haus, mein neues Auto UND meine neue Jacke
•14. Juni 2010 • 3 KommentareEntschuldigt bitte, dass ich so lange nichts von mir hoeren lassen habe und ausgerechnet jetzt zur WM mit neuigkeiten aufwarte. Aber wie ihr sehen koennt hatten wir echt viel zu tun und jede menge stress.
Die Woche in Margaret River mit Basti war super, Tini ist auch wieder heil aus Neuseeland zurueckgekommen und hat mich zum abrasieren meines stolzen Bartes gezwungen, sie hat ihren job verloren, zwei neue gefunden und war dann erstmal krank. JA wir hatten nun endlich die schnauze voll von unserem haus hin und her und haben uns eine neue bleibe gesucht und ein neues Auto (Ford Falcon) ist mir auch noch vor die Fuesse gefallen.
Der trip nach Margaret River mit Basti war spitze. Ich hatte ja kurz zuvor noch die hinteren bremsen bei Appa machen lassen muessen, das heisst bremstrommeln und bremsschuhe wurden ausgewechselt und das hat mich eine ganz schoene stange geld geskostet. Leider mussten wir dann auf unserem weg down south feststellen, dass das rad hinten links furchtbar heiss wurde. Wenn wir wasser dagegen spritzten, ist das sofort verdampft. Wir haben also unsere erste nacht in Busselten ca 40 km vor den eigentlichen surfspots verbracht, um dort am naechsten tag in eine werkstatt zu fahren. Zum glueck war ich in Fremantle bei Auto Masters. Das ist eine kette und so konnte ich da ganz easy vorfahren und die haben nach keiner kohle gefragt. Allerdings konnten sie sich das problem auch nicht erklaeren und so dampfen Appa auch noch bis heute nach 30 km die schuhe. Wir haben das dann einfach ignoriert, unseren trip fortgesetzt und eine richtig gute woche mit reichlich kaenguruhs, delphinen und guten wellen gehabt. Am letzten tag hat es nochmal richtig geballert und Margaret River hatte feinste 2,50m druckwellen.
Basti hat auf seiner Seite auch einen Bericht geschrieben und schonmal einige Bilder von unserem Trip hochgeladen. Wer die sehen will: http://picasaweb.google.com/zeapirate/SurftripMargaretRiver2010#
Ich fahre ja seit wir Appa haben mit einem Sylt aufkleber rum, wurde aber noch nie darauf angesprochen. Als ich dann den einen tag mit Basti vom einkaufen wieder kam, stand Mark hinter unserem auto und wollte auch gleich in feinstem plattdeutsch von uns wissen, ob wir von sylt sind. Mark ist eigentlich aus Bremen, ist aber die letzten 10 jahre nur am reisen. Er hat uns dann gleich zu seinen freunden eingeladen, die ein grundstueck dort unten gekauft haben und ein hammergeiles, aber nicht isoliertes haus drauf geknallt haben. Der typ, der dort wohnt, heisst glenno und ist auch schwer in ordnung. Er hat mir auch angeboten, dass ich jederzeit vorbei kommen und dort schlafen koennte. Tini und ich werden in den naechsten wochen mit sicherheit nochmal dort antanzen.
Basti haben wir dann eine woche spaeter wieder am flughafen abgeben. Er hat sogar vorher noch drei tage arbeiten koennen, da Mark auch noch jemanden kannte, bei dem er sich in Perth noch schnell ein paar dollar fuer die reisekasse verdienen konnte. Dafuer war Tini wieder arbeitslos, da ihr italodelikatessenladen in der zeit wo sie nicht da war absoluten personalmangel hatte und jemand neuen einstellen musste. Tini kann dort mittlerweile wieder am wochenende arbeiten und bekommt nun mehr geld, da sie 21 ist. Aus der not herraus musste sie sich allerdings um einen neuen job kuemmern und hat sogar gleich zwei neue nette sachen bekommen. Zum einen ist sie nun an Bastis stelle bei Dave dem Tischler, den uns Mark vermittelt hat und dann hat sie noch einen wochenendabendjob in einem netten restaurant als bedienung. Ich knuffe weiter fleissig an meinen bremsschuhen rum und werde, wenn mir das wetter nicht einen strich durch die rechnung macht, naechste woche alle schuhe fertig haben. Mein supervisor hat aber schon angekuendigt, dass er mich auf keinen fall gehen lassen wuerde. Allerdings koennte auch ich warscheinlich bald bei Dave und Warren den Tischlern anfangen und wuerde dort deutlich mehr geld verdienen, auch haette ich einen deutlch kuerzeren weg zur arbeit.
Womit wir auch schon bei unserem neuen auto waeren: Ford Falcon kombi, 210 PS, 6 Zylinder und GEIL !!!
Wir brauchten einfach eine alternative zu Appa, damit ich die 30 kilometer zur arbeit mal etwas schneller schaffe und nicht jedesmal mein haus durch den berufsverkehr zotteln muss. Der verkauf von Appa zieht sich zwar ziemlich aetzend lange hin, aber gerade habe ich einen suedafrikaner mit dem ich ein sehr gutes gefuehl habe.
In unserem alten haus hoerte der stress nicht auf. Wir sollten eigentlich den alten mietvertrag von unseren zwei vormietern Anika und Tim und unseres mietmieters Dan uebernehmen und eigentlich hatte ich ja auch schon zugesagt einen neuen 3 monate vertrag fuer das haus zu unterzeichnen, aber mit den dreien war es nicht moeglich auf eine einigung zu kommen. Sie haben es auch nicht gewollt, dass wir uns ihr abnahmeprotokoll, in dem verzeichnet ist, in was fuer einem zustand sie das haus uebernommen haben, von der verwaltung holen. Und dann haben wir einen glueckstreffer gelandet und leben nun also bis mitte august noch naeher am strand (2 minuten zu fuss) und die affen koennen zusehen wie sie ihr scheiss haus fit kriegen, um es bei der verwaltung wieder abzugeben. Es hat naemlich den anschein, als haetten sie erst den vertrag unterschrieben, der besagt, dass die bude eigentlich ganz fit ist und dann im nachhinein alle fehler und das sind nicht wenige, auf dem unterschriebenen papier mit kugelschreiber dazu geschrieben, diesen vertrag kennt die verwaltung allerdings nicht.
Erst fanden es alle gut, dass wir das haus nun alle raeumen und damit nun endlich eine klare entscheidung getroffen wurde. Tini und ich haben unser zimmer sauber und ohne beschaedigungen uebergeben und uns auch sonst nichts zu schulden kommen lassen. Ich habe sogar noch einige tage zuvor den garten wieder auf vorderman gebracht und die kaputten gluehbirnen im haus gewechselt. Nun aber bekommen wir wuetende SMS geschickt, dass wir doch versprochen hatten das haus zu uebernehmen, aber was solls, mir scheint zwar gerade nicht die sonne aus dem arsch, aber ich habe eine nette bleibe.
Wir wohnen nun in einem netten haus, haben ein sehr viel groesseres und schoeneres zimmer und auch internet. Unsere Housemates sind die nette kampflesbe Kellene, der kanadische meditations-hippie Om, der hier immer seine haessliche freundin anschleppt und der computersuchti Romain aus Frankreich. Der zockt die ganze nacht rollenspiele und schlaeft dann tagsueber. Wir kommen mit allen super klar nur fuer fussball kann ich hier niemanden begeistern, aber wie auch wenn die spiele immer zwischen 19:00 und 2:30 uhr angepfiffen werden.
Da wir nun internet haben, hoere ich so oft wie moeglich radio fritz aus meiner geliebten heimathauptstadt. Am Freitag wurde dort der fritzhoerer gesucht der am weitesten weg ist und sich das eroeffnungsspiel anschaut. Und da hab ich mal eben angerufen, wurde auf RBB kosten zurueckgerufen und habe neben einer anderen deutschen, die auch in Perth ist, gewonnen. Nun wird mir also ein Froete zugeschickt und ich kann versuchen diese aetzenden Vuvuzelas die da aus dem fernsehr rueberschallen bei mir im zimmer zu uebertroeten. WM fieber haben wir hier in Australien nicht wirklich, wir werden uns die spiele auf dem laptop anschauen und das ganze drumherum bleibt uns erspart. Wenn ich sehe, was sich die deutsche elf da als kabinen hit ausgesucht hat, bushidos fackeln im wind, dann bin ich auch echt froh darueber. Dieses Olé gegrunze von Kay one klingt eher wie ein besoffener Unioner der sich nach einer heimspielniederlage an einem gullideckel verschluckt hat. Ich wuensche euch allen trotzdem eine tolle WM und da Ballack ja nun dummerweise verhindert ist, werden wir also auch hoffentlich etwas energischeren deutschen fussball sehen. Aber glaubt mir leute Mexico wird es sicher nicht schaffen, aber England holt sich den Pokal, OLÈ!!!
Tini in Neuseeland, Chaos in Australien
•4. Mai 2010 • Hinterlasse einen KommentarIch weiss nicht wie ich die letzten wochen jetzt in einigermassen verstaendlicher weisse zusammenfassen soll, damit das ueberhaupt jemand versteht.
Arbeitsmaessig ist alles weiterhin bestens und ich kann mich nicht beschweren, Tini hat sich nach Neuseeland verkruemelt und ballert dort mit ihren Eltern in einem wohnmobil ueber die inseln. Sie hat auch schon einen ziemlich langen, wenn auch chaotischen bericht online gestellt. www.zuerni.wordpress.com
Nachdem Anika ausgezogen war wurde erst so richtig sichtbar was ihr kleiner querscheissender hase in ihrem zimmer so alles angerichtet hatte. Der teppich stank unheimlich nach hasenpisse und sah aus wie sau. Sie hat es dann auch ewig nicht fertig bekommen ihn zu reinigen oder reinigen zu lassen. Da wir aber in ihr zimmer ziehen mussten und eigentlich der einzug einer anderen deutschen geplant war, habe ich dann eine woche spaeter im supermarkt einen teppichreiniger gemietet und mich 4 stunden mit ihrem teppich beschaeftigt. Wir haben dann eine boese sms an sie geschrieben und ein paar tage spaeter sogar das geld fuer die ausleihe wiederbekommen. Dann zog also eine deutsche ein. Die sau war mir von anfang an mehr als unsympatisch. Tini und ich hatten Dan gesagt das wir keine deutschen im haus wollen, da wir schon sehr gute deutschkenntnisse haben und lieber englisch sprechen. Da er mehr zeit hatte sich mit den bewerbern fuer unser haus zu treffen hat er das auch gleich an alle deutschen bewerber weitergegeben. Diese deutsche hat allerdings ganz stolz erzaehlt das sie australierin ist und nur eine zeit in deutschland gelebt haette. Wir hatten sie nie gesehen, aber da sie immer nur jede zweite woche wirklich hier gewesen waere und sonst in der mine arbeiten wuerde, war sie fuer uns eigentlich der perfekte, nur selten da seiende mitbewohner. Dan hatte ihr also zugesagt. Dann meldete sich aber wieder tim, der typ der hier vor Tini und mir gewohnt hatte. Er waere wohl jetzt wieder mit seiner freundin getrennt ( das 3te mal seit wir hier sind), dieses mal ist es ernst und sie habe wohl auch schon all ihren kram aus dem haus genommen. Dan, Tini und ich koennten nun also in sein haus ziehen und die welt waere wieder bunt. Dan, sein eigentlich bester freund wollte das natuerlich sofort und damit waere der letzte der hier im vertrag fuer dieses haus steht aus dem haus raus und wir muessten auch gehen. Wir haetten also gar keine andere chance als mit zu tim zu ziehen. Dan kuendigte den vertrag fuer das haus, drei wochen kuendigungsfrist und danach ab zu tim. Tini hatte sich an dem punkt gerade in ein flugzeug nach Neuseeland gesetzt und fuer mich sollte der wahnsinn volle fahrt aufnehmen. Nach der kuendigung tat mir nun die deutsche leid, die ich zwar noch nie gesehen hatte, aber die glaubte hier fuer die naechsten monate ein zuhause zu haben. Ich habe mich dann mit ihr verabredet, da sie gerade ihre freie woche hatte, eigentlich wohnte sie auch schon bei uns aber da sie jeden abend lange aus war habe ich sie im haus nie zu gesicht bekommen. Als ich sie dann in einem pub traf und sie mich im feinsten hamburger slang vollquatschte habe ich schon die schnauze voll gehabt. Ich fragte sie „Du kannst ja doch ganz gut deutsch, dachte du bist australierin?“ „Bin ich auch, bin hier geboren, aber habe immer in deutschland gelebt.“ Na toll. Am tisch bei ihr sassen dann noch ihre schwester die mich nie ausreden lassen wollte und ihr bruder der mich auf seine party am naechsten tag einlud: „ kommen jede menge japanerinnen, lohnt sich“ zwinker,zwinker*. Ich habe ihr dann versucht ein wenig unsere situation im haus zu beschreiben und angedeutet das sie eventuell in einigen wochen wieder ausziehen muesste, ich wuerde ihr aber vorher bei zeiten bescheid geben. Ihr schwester hat mich dabei staendig unterbrochen „komm mal aufn punkt“ oder „was soll das denn jetzt heissen“ Unsere neue mitbewohnerin selbst war ganz nett und ich haette sie eigentlich als ganz witzig eingestuft. An ihre zimmertuer hatte sie bereits einen alten arbeitsausweiss aus der mine geklebt und irgendwelche planungsskizzen von vermessungen um zu zeigen das sie richtig was auf tasche hatte. Ich habe mir dann erlaubt der „australierin“ einen dieser bekloppten antiauslaenderaufkleber dazu zu kleben „ Fuck off were full“ da ich ja im grunde der einzige auslaender im haus war, fand ich das legitim. Nix da, am Montag mittag bekomme ich eine SMS von Dan dass die deutsche ausgezogen waere und die halbe miete auf dem tisch hinterlegt haette. Ich waere schuld und den rest der miete koenne ich zahlen. Die naechsten tage war ich parallel zur arbeit damit beschaeftigt uebers internet und telefon einen neuen mitbewohner zu organisieren, damit die miete gedeckt war. Der erste der dann zugesagt hat war Yusef, der franzose der auch extrem franzoesisch aussieht und kaum ein wort englisch versteht. Yusef haben wir bislang noch nichts von eventuellem ausziehen erzaehlt. Unsere deutsche hat mir dann noch einige tage spaeter eine SMS geschrieben das der aufkleber nicht das problem war, aber unsere situation waere ihr zu heikel gewesen, da sie ein verlaessliches haus braeuchte wenn sie immer nur jede zweite woche da ist. Danke. Tim und ich haben dann weiterhin das Projekt Wand und Zimmer trennen verfolgt, da in seinem haus eigentlich bislang gar kein platz fuer soviele verschiedene partein ist. Das ging dann bis letzten Samstag. Ich hatte planungsskizzen ertstellt, war im baumarkt um alles durch zu rechnen und habe sein zimmer vermessen. Am Samstag sollte es dann soweit sein wir sind in den baumarkt gefahren um alles einzukaufen. 18 aluminiumschienen, 9 gipswaende, spachtel, spachtelmasse usw. lagen bereits auf der ladeflaeche seines autos, nun sollte es nur noch der tuerrahmen sein. Das problem, welches ich als keines sah, war das der rahmen in seiner offnung fuer die wand zwei MILLIMETER kleiner war, als die wand breit. Ich habe dem besorgten Tim dann erklaert dass das ueberhaupt kein problem sei und ich die wand einfach etwas anschleifen wuerde, das sieht man nicht, aber Tim fing nicht einfach nur an zu zweifeln er rief auch seine exfreundin an, mit der er aber auch schon wieder seit einigen tagen zusammen war. Innerhalb von wenigen minuten kippten die beiden das projekt, es wurde beschlossen das Dan nicht ins haus einziehen wuerde und dafuer aber warscheinlich Tims ex-wieder-freundin. Mir kippte die kinnlade runter und auch die baumarktheinis haben nicht schlecht geguckt als wir das ganze zeug wieder ausgeladen haben. Haben wir uns doch eine halbe stunde vorher noch von verschiedenen mitarbeitern ausgiebig beraten lassen. So kam ich an diesem abend wenigstens puenktlich ins bett, denn am naechsten morgen bin ich wieder um 3 uhr raus um Basti meine alte Berliner Atze am flughafen von Perth abzuholen. Basti ist bereits seit 4 monaten in asien unterwegs gewesen und hat auf den Phillipinen und in Indonesien reichlich surf gehabt. Jetzt will er noch ein wenig in westaustralien surfen und dabei bin ich doch nur zu gerne behilflich. Wenn bastis tripp durch sued-ost asien interressiert: www.zeapirate.de
Bastis ankunft verlief planmaessig und um 4:45 uhr sass der gute bereits bei mir im auto und hat sich ueber den warmen tee und die kekse gefreut die ich ich mitgebracht habe. Da wir beide nicht die spur muede waren haben wir uns noch zwei bier genehmigt, sind dann aber gegen 8 nochmal fuer zwei stunden ins bett gegangen. Ich habe den tag dann mit ein paar netten 2 meter wellen in scarborogh begonnen, basti hat sich das allerdings nur vom strand beschaut, da er keinen neoprenanzug hatte und auch noch relativ frisch neu tattoowiert war. Am nachmittag wurde mein glueckgefuehl das ich mir am morgen ersurft hatte wieder zerstoert indem Tim mir nun eroeffnete das er lieber Dan im Haus haette, da der ziemlich sauer auf ihn sei und eigentlich ja einer seiner besten freunde. Das der nach dem ganzen hin und her sauer auf ihn ist, war mir bereits vorher klar, haben wir doch unser haus nur gekuendigt, weil Tim uns bei sich einziehen lassen wollte. Ich wollte eigentlich alle meine sachen am Sonntag zu tim bringen und mit basti am Mittwoch zu einem surftrip nach Margarit River aufbrechen. Nun wuerden Tini und ich aber nichtmal eine bleibe haben wenn sie aus Neusseland wiederkaeme. Das Thema hat mich dann auch nicht mehr losgelassen und ich habe heute morgen nach zwei stunden auf arbeit gesagt das ich los muesse. Ich war in gedanken nicht anwesend und es gab auch nichts wirklich wahnsinng wichtiges fuer mich zu tun. Ich bin dann nach hause und direkt zu unserer wohnungsverwaltung und habe gefragt ob wir die kuendigung nochmal rueckgaengig machen koennten und das ich das komplette haus gerne bis ende August mieten wuerde. Und so wird es nun warscheinlich sein. Naechste woche wenn Basti und ich voellig aufgedreht von unserem trip wiederkommen, kann ich einen vertrag fuer dieses haus unterschreiben. Wer dann hier mit mir wohnen wird steht noch in den sternen, aber sowohl Dan als auch Anika, die ausgezogen war, haben interesse gezeigt.
Nun ist also doch wieder land in sicht. Die ganze scheisse hat mich in den letzten wochen echt nerven gekostet und ordentlich bauchschmerzen verursacht. Morgen kann es dann aber endlich zu unserem trip losgehen, oder nicht? Das haengt davon ab, ob appa morgen ein ok in der werkstatt bekommt. Seit einigen wochen habe ich ein fiesses rasseln und klappern bei ihm und ich schaetze, dass das vom getriebe kommt. Sollte sich morgen rausstellen, dass das im arsch ist, dann habe ich das naechste grosse problem, ist allerdings alles nur easy fixing, dann starten wir nach Margarit River und lassen uns 9 fuss um die ohren knallen. Die wellenvorhersgae ist bombig und das ist fuer Margarit River immer noch klein. Wenn ich dann wiederkomme kann ich auch Tini bald wieder in empfang nehmen ♥
Ich werde dann natuerlich auch so schnell wie moeglich einen Bericht online stellen.
AKTUELLE ERGAENZUNG:
Wir hae3ngen noch in Frematle rum. Appa muss dringen neue bremstrommeln und schuhe bekommen, hinten. ist zum kotzen. kostet mich 800$ und ich haette fuer noechstens die haelfte auf arbeit machen koennen, aber nur samstags und wir wollen ja nunmal heute noch los. heute abend geht es dann aber hoffentlich los.
Und unsere Welt dreht sich immer noch
•29. März 2010 • 6 KommentareIch weiß, ich habe mich lange nicht gemeldet und es ist ja auch viel passiert. Das ich erst jetzt zeit habe mal ausfuehrlicher zu schreiben, liegt daran, dass ich ziemlich viel arbeite um mit moeglichst vollen taschen Asien zu stuermen.
Mein job ist weiterhin super, ich habe jetzt eine tolle brille, arbeitsklamotten mit Hampton logo und kopfhoerer mit radio. Wir hatten einen drogentest und einer durfte gehen, ein neuer sehr deutscher ist dazu gestoßen und ich habe Appa in der werkstatt fit gemacht. Ausserdem sind wir sehr fleissig im Fitnessstudio, haben einen schweren sturm ueberstanden, rasen gepflanzt, mein surfbrett wird repariert und: DIE BITCH GEHT!
Die Arbeit:
Momentan bin ich gerade wieder dabei rost aus einem truck-chassis zu flexen, das ist laut sehr staubig und dauert ewig, macht aber riesen spass. Dazu wurden die beiden hinteren achsen entfernt und alles moegliche was an so einem truck drangeschraubt ist abmontiert, ich moechte nicht der depp sein der das wieder zusammen basteln muss, aber die jungs wissen schon was sie da tun. Ansonsten bin ich weiterhin fleißig mit meinen bremsschuhen beschaeftigt und zwischendurch schneide ich auch mal die ein oder andere bremstrommel zurecht (foto). Letzte woche Samstag bin ich dann mal mit Appa bei uns in der werkstatt aufgetaucht, da die bremsbelege dringend gewechselt werden mussten. Ich habe bisher immer eine werkstatt aufgesucht wenn die bremsbelege runter mussten aber nun bin ich ja mechanic. Und siehe da in einer stunde waren die dinger gewechselt und ich weiß nicht warum ich das ueberhaupt mal von einer werkstatt habe machen lassen. Bei der gelegenheit habe ich auch gleich oel und oelfilter mit gewechselt und nun schnurrt mir der kleine wieder nett was vor. Alles in allem war ich knapp vier stunden beschaeftigt, mein supervisor meinte dann ich solle das mal ruhig eintragen und so wurde ich mit ca. 10 € die stunde fuer die arbeit am eigenen auto bezahlt. Ausserdem habe ich in den letzten wochen die beule vorne links,die ich an den Bitter Springs rein gedrueckt habe mit zwei komponenten plastemasse ausgebessert. Das war nicht ganz einfach, beim ersten mal habe ich es bei uns vorm haus in der sonne bei ueber 30 grad probiert und mit dem aufklatschen der plastemasse ist der scheiss dann auch schon hart gewesen. Das war dann eine richtige beule. Aber wir haben ja flexscheiben aller art auf arbeit und dann habe ich mir einfach einen tag spaeter flex und scheiben mitgenommen und mein kleines gemansche weggeschliffen.
Peter ist der neue. Peter kommt aus Bayreuth, ist seit fuenf wochen in australien, war aber schon in Sydney, aber da war es ihm zu kalt, in Brisbane, da hat es geregnet und nun guckt er mal in Perth vorbei, aber da wird es ja auch langsam kalt. Peter ist das beste beispiel fuer einen deutschen und meine kollegen koennen immer besser verstehen warum es mir in australien so gut gefaellt. In der regel waescht sich jeder nach der arbeit kurz die haende und arme mit kernseife um das groebste runter zu kriegen, einige wechseln die extrem dreckigen klamotten gegen etwas weniger dreckige und dann ab nach hause, das dauert hoechstens fuenf minuten und eigentlich ist man dann spaetestens zum eigentlichen feierabend mit den hinterachsen vom hof. Nun Peter: Der schlurft wenn die ersten bereits weg sind ins bad und dann beginnt eine nicht enden wollende prozedur an dessen ende ein funckelnder adretter typ in extrem kurzer sporthose, zugeschnuerten schuhen in denen gewaschene fuesse mit hochgezogenen socken stecken, hervor geht. In die schuhe sprueht er bevor da rein schluepft noch ein fussdeospray, „er habe ja geschwitzt zuvor“. Er hat sich sogar eine handwaschbuerste mitgebracht und damit braucht er fuer seinen kleinen waschbeckenvollwaschgang etwa eine halbe stunde und den fehler ihn mal mitzunehmen, da er noch kein auto hat, mache ich nie wieder. Peter ist eigentlich gelernter KFZ- mechaniker und hat sogar seinen meister gemacht, aber da muss man ihn wohl aus mitleid bevorzugt haben. Am Freitag hat Jimmy, mein supervisor und eigentlich sehr netter typ, ihm gesagt das er gehen kann weil er absolut nutzlos ist. Er hat halt noch nie an trucks gearbeitet und sitzt den ganzen tag hinter den azubis und schaut zu, traut sich aber absolut nicht zu mal was alleine zu entscheiden. Ich habe bereits wesentlich mehr reparaturen als er gemacht und bin auch in der lage einen mir falsch in die hand gedrueckten schraubenschluessel selbstaendig gegen den richtigen zu tauschen, peter wartet dann lieber bis jemand kommt um dem dann zu sagen, dass dies der falsche schluessel ist, er bekommt uebrigens 28$ (16€) die stunde. Ob der arme peter nun noch eine weile bei uns bleibt oder endlich mal seinen arsch in eine autowerkstatt bekommt, zum beispiel Mazda, wo er gelernt hat, weiß ich nicht. Den letzten job hat er von einer Backpackerjobvermittlung. Ich habe ihm zwar schon fuenf mal erklaert das er solche agenturen nicht die bohne noetig hat da ihn jede KFZ bude mit kusshand nehmen wuerde und er hat auch versprochen mal darueber nach zu denken und sagt dann immer; „ja stimmt schon“, aber mit 28 kann man nun mal nicht einfach so schnell nachdenken und entscheiden, man muss sich vorher waschen.
Die wochen vor ostern sind super, wir haben extrem viel zu tun und ich kann kommen und gehen wann ich will da wir in zwei schichten arbeiten. So komme ich auf ueber 50 stunden die woche und ueber 1000 $ (600€) wochenlohn, nicht schlecht.
Vor etwa zwei wochen hatten wir einen drogentest, das heißt pusten und in den becher schiffen. Das ist in australien voellig normal und kann jederzeit passieren. Einer der jungs durfte dann auch gleich gehen. Er hatte die woche zuvor was geraucht und solange das in seinem orin „rauszuschmecken“ ist darf er nicht arbeiten und wird natuerlichen auch nicht bezahlt. Mittlerweile ist er wieder da und die witze gegen ihn reissen nicht ab.
Ich habe jetzt auch endlich richtig coole klamotten mit Hampton logo. Außerdem habe ich gesagt das ich diese laecherlichen plastebrillen gerne gegen eine gschlossene schutzbrille tauschen wuerde, da ich staendig fiberglas staub in den augen habe und der tut tierisch weh. Nun habe ich nicht einfach eine haessliche klumpige brille bekommen sondern so ein richtig heißes teil von UVEX aus germany. Mit dem teil haette ich in Vancouver im eiskanal bestzeiten gerodelt. Gegen die langeweile habe ich mir kopfhoerer mit radio gekauft. Alles auf dem foto oben zu sehen.
Privat:
Die Bitch geht, tschuess Bitch. Eigentlich sind wir mit anika echt gut klar gekommen und es waere uns lieber gewesen sie wuerde bleiben und Penner-Dan wuerde gehen, nun aber hat sie ein haus gefunden und ist heute (Samstag) ausgezogen. Fuer uns heißt das, dass wir endlich in ein groesseres zimmer umziehen koennen, auch gut. Tini und Anika waren sogar schon zweimal zusammen aus und hatten viel spass, aber da sie ja nur einige strassen weiterzieht werden wir sie wohl noch oefter sehen.
Im garten ist viel passiert und viel zerstoert. Ich habe neuen rasen gesaeht gehabt und der ist auch wunderbar aufgegangen, ausserdem haben wir unser beet mal ueberarbeitet und all den alten kram rausgerissen. Wir hatten vor einigen wochen eine hausinspektion, das heisst da kommt jemand von der verwaltung und schaut sich mal alles an, das kann alle drei monate passieren. Dafuer muessen haus und garten in einem top zustand sein. Wir hatten wirklich alles sehr schoen gemacht doch dann der sturm am Montag letzte woche. Es war der heftigste sturm in perth seit 50 jahren. Ich war gerade auf dem highway als das heftigste unwetter hereinbrach. Ich habe noch nie in meinem leben so viele blitze gesehen. Wo ich auch hingeschaut habe blitzte es und immer wieder schlugen die teile in haeuser links und rechts neben mir ein. Die wassermassen waren unglaublich und der gesamte bepflanzte mittelstreifen des highways ist mit einem mal in einem stueck auf die Fahrbahn gewaschen worden. Ich bin dann direkt zu Tinis arbeit gefahren um den motoroller abzuholen. Tini ist dann spaeter mit appa nach hause gekommen. Das wasser in unserer strasse stand so hoch, das mir die suppe ueber den fusstritt lief. Das schlimmste war dann allerdings leider unser garten. Wir haben das pech das hinter unserem haus eine sackgasse endet die von einem berg herunter fuehrt. Auf diese strasse treffen zuvor noch zwei weitere strassen die von noch hoeher kommen. Unsere wellblechmauer am grundstuecksende hat es rausgerissen und dann konnten die fluten ungehindert unseren garten ueberrennen. Das beet erstreckt sich nun ueber die terrasse und den rasen ausserdem hat es noch etwa eine tonne sand von der strasse auf unser grundstueck gespuelt. Anika war hier als „der damm gebrochen ist“ und hat eine barriere errichtet damit uns nicht auch noch das wohnzimmer voll laeuft. Mein neu gepflanzter rasen hat zum glueck nicht so viel abbekommen und sprießt weiter fleißig. Leider hat auch Appa etwas viel Wasser geschluckt und aus irgendeinem bislang noch nicht geklaerten grund gehen die warnleuchten im amaturenbrett nicht mehr. Ich habe mich am naechsten tag schon gewundert, dass das benzin schon so lehr ist, aber noch keine leuchte an ist. Und ploetzlich wurde Appa ganz leise auf dem Highway. Zum glueck war die tankstelle bereits in sichtweite. Ich bin also die letzten meter gerolltund habe dann auf dem mittelstreifen gestanden. Nun musste ich nur noch auf die andere seite der dreispurigen strasse kommen. In der tankstelle wollte man mir keinen kanister verleihen, aber ein paar nette asiaten waren bereit mal kurz zu schieben. Die jungs hatten zwar maechtig die hosen voll, aber ich habe ihnen versichert das da ab und zu luecken kommen die groß genug seien um meinen campervan ueber die strasse zu wuchten. Da war die luecke, also los. Als wir auf der haelfte der strecke waren wollte ich einlenken, da machte es „knack“ und die lenkradsperre machte ihren job. mit dem schwung den mir die jungs gaben drehte ich mich nun also im kreis auf dem highway und die ersten autos kamen bereits heran. Die drei schisser flitzten bereits zurueck auf den fussweg und da stand ich nun quer im gegenverkehr. Ich habe dann die jungs angebruellt sie sollen mich gefaelligst zurueck schieben und zum glueck haben sie nochmal ihren mut zusammen genommen und mich an meine zapfsaeule gerollt. Mein herz war da bereits unter die pedale gerutscht.
Heute abend werde ich mit einem meiner „kollegen“, Ibby von Coconut Island in Fremantle weggehen. Tini war bereits zweimal mit den maedels aus und nun bin ich mal dran. Wir haben uns auch fest vorgenommen in der naechsten woche bilder online zu stellen und in zwei wochen dann werde ich Tini verabschieden, da die zu einem einmonatigen Neu Seeland trip mit ihren eltern aufbricht. Ich werde spaetestens dann wieder von mir hoeren lassen. Frohe Ostern !!!



















