In 4 Tagen von Bangkok nach Siargao, ohne Tini
Am ende habe ich echt vier tage gebraucht bis ich endlich auf der kleinen insel im sued-osten der Phillippinen war. Bestritten habe ich diese reise ohne Tini. Wir haben uns am 22.Oktober in Bangkok von einander verabschiedet und nun bin ich die naechsten fuenf monate auf mich allein gestellt. Das Tini frueher nach hause fliegt war schon lange geplant, auch das es um den 22. Oktober sein sollte war klar, denn was gibt es besseres als seine mutter zum Geburtstag mit der eigenen rueckkehr zu ueberraschen. Trotzdem hatten wir in Bangkok ordentlich pippi in den augen, aber das sollte ja bitteschoen auch so sein.
Tini ist mit Air Berlin zurueck geflogen, 2 stunden bevor ich ueberhaupt einchecken konnte und es war wirklich interressant, zu sehen wie ruhig, ordentlich und vorallem unkompliziert ein check in an einem flughafen sein kann. Ihr gepaeck wurde entgegen genommen, das surfbrett das sie von mir mitgenommen hatte wurde abgewogen und dann war das schon alles. Alle standen hintereinander an und es herrschte ruhe und ordnung. Als ich dann zwei stunden spaeter an den etwa 20 ueberfuellten schaltern von Air Asia stand, die alle das gleiche anzeigten, naehmlich: „All International Flights“ war diese ruhe verflogen. Erst stand ich 10 minuten am falschen schalter, bis mich eine aufgeregt umher rennende Air Asia tante zum richtigen brachte. Dort stand ich dann hinter einer guppe von 13 indern, die alle gemeinsam einchecken wollten, aber alle separat gebucht hatten, als dann irgendwann alle 1001 gepaeckstuecke gewogen waren, wobei ich der meinung bin das das einige doppelt und andere gar nicht auf der waage lagen. Brach der computer zusammen und die gesamte wartereihe und auch die inder mussten sich wieder auf andere schalter aufteilen. Eine oma aus der indergruppe stand wieder vor mir aber ich war froh das es nun nur eine war, denkste! Als sie dran war kam erst ihr mann angerannt und dann bruellte und organisierte der aufs hektischste alle anderen wieder zusammen. Als die Air Asia leute das merkten, bekam die frau am schalter hilfe von zwei kollegen. Am ende stand ich fast eine stunde am check in, aber wenigstens verlief bei mir alles glatt. Der naechste schocker war, dass Air Asia seit dieser woche das handgepaeck jedes einzelnen direkt am flieger abwiegt. Meine fototasche kommt auf 6,8 kg damit liege ich knapp unter 7 und somit im erlaubten bereich, laptops werden nicht gewogen. Wenn ich zuvor mit Tini geflogen bin hatten wir weit ueber 20 kg dabei, da haetten wir knadenlos wegwerfen muessen. So erging es dann auch den meisten. Viele fingen an sich gekaufte waren anzuziehen und am ende standen eine menge gebrauchter alter schuhe im Gate 11 von bangkok, aber auch komplette rollkoffer und taschen. Die stimmung bei bei vielen, vor allem den Amis und Aussies war beschissen.
Mein ersterer halt war Kuala Lumpur, dort musste ich mal wieder eine nacht verbringen. Zum glueck waren diesesmal die meisten restaurants geoeffnet und es war auch sonst recht viel los. Ich tigerte die nacht ueber vom fast food zum hot chocolat cafe und wieder in die wartehalle, wo ich einen der anzeigemonitore versehentlich zum abstuerzen brachte, als ich meinen laptop in die steckdose hinter ihm drueckte. Um 7:20 Uhr ging es weiter richtung Manila. Ich hatte zuvor schon festgestellt das auf meinem ankunftsticket ein anderes kuerzel stand als auf meinem weiterflugticket. Aber gut es waren ja auch zwei verschiedene air lines und beim check in in Kuala Lumpur versicherte man mir nochmal, dass ich auch wirklich nach Manila fliege. Ich hatte in der nacht schon recherchiert und es waere moeglich dass Air Asia auf einem anderen flugplatz in Manila landet.
Manila. Wenn sich eine stadt ein schelle fuer die bekloppteste flughafensituation weltweit verdient haette, dann Manila. Wer es wirklich eilig hat, der hat verloren und kann neu buchen. Zum glueck hatte ich fast 24h zeit und sowieso eine hosteluebernachtung eingeplant.
Es gibt 2 verschiedene Flughaefen in Manila, der auf dem ich landete, der Clark Airport, liegt etwa 3h von dem International Airport Manila entfernt irgendwo im nirgendwo. Zwischen diesen beiden flughaefen gibt es keine direkte busverbindung. Ein taxi wuerde fast 100€ kosten. Ein direkter bus wuesste warscheinlich auch gar nicht wo er hinfahren sollte, denn der grosse International Airport hat 3 offizielle und noch ein eigentlich altes, abgelaufenes, aber immernoch fungierendes viertes Terminal. Ich war bei allen vieren. Vom Clark Airport ging es in einem bus ins zentrum, von dort habe ich mir mit einer amerikanerin ein taxi geteilt zum Terminal 1, sie musste weiter nach Hawaii, nach hause, ich wollte sehen ob sich mein weiterflug vom naechsten tag nicht vielleicht noch auf den selben tag vorverlegen liesse, immerhin war es erst 13 uhr. Air Phillippnes war allerdings am Terminal 2 also wieder rein ins Taxi, denn man kommt nur mit taxis von termnial zu terminal und das kann bis zu 20 minuten dauern und kostet fast immer 4€, busse gibt es nicht. Am Terminal 2 war dann zwar das ticketoffice von Air Phillippines, aber die konnten ersten nichts mehr umbuchen und zweitens haben die meine buchung an Phillipines Airlines verkauft und so fliege ich mit denen und die sind Terminal 3. Scheiss drauf, ab ins hostel, der flug ist eh am naechsten tag.
Hostelschocker. So etwas unfreundliches und wenig hilfsbereites wie in der kackbude ist mir die letzten zwei jahre noch nicht untergekommen. An der rezeption war die rede von einem „Dormroom“, einem mehrbettzimmer, 11 betten. Das ist ziemlich viel aber was solls ist ja nur fuer eine nacht. Als ich das zimmer, bzw. den saal betrat, wusste ich nicht wie sie sich die zahl 11 herbei gereiht hatte, erst nach mehrmaligem durchzaehlen viel es mir auf. In der tat standen neben meinem doppelstockbett noch 11 andere, aber meinte das die olle and der rezeption genau so? Insgesamt waren es 18 Doppelstockbetten somit eigentlich 36 betten insgesamt im Raum. Davon waren dann ein bisschen mehr als die haelfte belegt. Ich nahm das obere bett gleich neben dem bad, das hatte den vorteil das ich meinen rucksack und meine guerteltsche mit passport und anderen wertgegenstaenden an den lueftungsschlitzen vom bad festgurten konnte und somit die ganze nacht alles sicher bei mir hatte. wenn ich das zimmer verlassen habe, schleppte ich den 25 kg rucksack immer mit, da ich meinen zimmergenossen nicht vertraute. Keiner Sprach ein wort, nicht mal hallo und mehr als die haelfte haetten eher ein altersheim als eine jugenherberge gebraucht. Aber knapp 5 € die nacht, das ist auch fuer Phillipinos sehr guenstig. Zum Abendessen habe ich dann widerlichen frischwasserfisch im hostel fuer nur 1,50€ mit klebrigem reis bekommen. Fruehstueck sollte es zwar auch geben, aber aus irgendeinem grund war der koch dann morgens nicht da. War mir aber auch scheiss egal, ich wollte nur zum flughafen und weg aus der bude. Ich hatte kaum geschlafen, da staendig jemand aufgestanden oder schlafen gegangen ist, genau konnte ich das dann nicht mehr deuten. Irgendwann gegen 2 uhr wurden dann schuesse in einer querstrasse vor unserem hostel abgefuert, vielleicht haben die ja auch den koch erwischt, aber bei dem fisch zum abendbrot haette ich das auch verstanden und nur zu gerne die kosten fuer die munition uebernommen.
Nun also Terminal 3 und es war sogar das richtige. Beim check in musste ich dann deutlich mehr fuer mein surfbrett bezahlen als vorher verabredet, aber jetzt wurde ich ja auch von einer anderen air line geflogen und bearbeitet. Nach ein paar diskussionen und dem hinzurufen eines 4ten bearbeiters zahlte ich dann nur noch die haelfte, was immnoch deutlich ueber dem vereinbarten lag. Ich muss dazu sagen, dass der dritte der dazugerufen wurde ein security vom flughafen war, der mit der airline eigentlich gar nichts zu tun hatte, aber anscheinend wollte man auf dessen rat nicht verzichten. Das flugzeug, das mich dann von Manila nach Surigao, eine Stadt auf der nachbarinsel von Siargao brachte war eine kleine zweimotorige maschine, die platz fuer etwa 150 passagiere bat. Ich sass direkt neben einem der propeller, was mir im ersten moment etwas unheimlich vorkam, aber ihr kennt mich ja ich bin ne ziemlich kuhle sau und so hab ich eigentlich vom start bis zur landung komplett geschlafen. Keine ahnung ob die Phillis schoen aussehen von oben.
In Surigao musste ich dann feststellen dass ich heute keine Faehre mehr bekommen wuerde und eine weitere nacht irgendwo auf der strecke verbringen muesste. Im lonely planet von meine atze Basti, der uns in Fremantle besuchen war und hier immer so nett kommentare hinterlaesst (danke Basti), fand ich einen handschriftlichen eintrag von ihm ueber eine pension namens Lemondee und so wie ich Basti kenne, war das mit sicherheit nicht der oertliche schwulenpuff sondern eine vernuenftige guenstige Bude. So beschloss ich, dass das Lemondee auch meine unterkunft werden sollte. Ich bekam ein winziges zimmer, mit fernsehr (deutsche Welle TV) und eigener dusche. Dann schlenderte ich durch den ort, der eigentlich echt ganz schoen ist, verdaute fast food pizza und leerte den Geldautomaten der einzigen offenen bank, da es auf Siargao keine Geldautomaten gibt. Ausserdem lief ich noch zum faehren terminal um mich zu erkundigen wo ich am naechsten tag abfahren wuerde.
Letzteres haette ich mir sparen koennen. Als ich am naechsten morgen um halb sechs zu der stelle lief, an der am vortag noch zwei boote standen, wovon eines eigentlich nach Siargao fahren sollte, stand da nur noch ein boot, das nach keine ahnung fuhr. Irgendwelche typen griffen mein surfboard schmissen es auf ein tuk tuk und ehe ich mich versah sass ich in eben diesem und es ging zu einem anderen faehrenterminal. Dort war schon alls sehr viel offizieller, man duchleuchtete sogar mein gepaeck und um kurz nach sechs dampfte ich auf einer alten auto und personenfaehre fuehr nur 1,50€ richtung Siargao. Nach etwa 3 ½ h war ich dann endlich auf meiner insel ein letztes mal ging es in einem tuk tuk ueber fuerchterlich schlechte strassen und nach weiteren 30 minuten stand ich im surfcamp. Von meiner reservierung wusste hier zwar niemand aber zum glueck war noch eins der guenstigen zimmer frei. Jetzt zahle ich 10€ die nacht. Dafuer muss ich aber auch ueber der bar pennen und habe kein eigenes bad, aber blick aufs meer, und das zaehlt. Die leute her sind alle ganz nett, das einzige problem ist das eigentlich fast alle spots nur mit einem boot erreichbar sind und ein boot legt nur ab, wenn mindestens 3 leute raus wollen, oder man bezahlt halt 10€ den preis fuer alle drei. Diesen morgen sass ich um halb sechs als einziger am wasser, aber keiner wollte surfen gehen. Als um acht die ersten rauskamen und erstmal ausgiebig fruehstueckten wurde mir klar, dass hier der tagesablauf etwas anders laeuft. Jetzt gegen halb elf denken die ersten darueber nach surfen zu gehen, allerdings regnet es jetzt und wind ist aufgekommen. Mal sehen ob ich den ein oder anderen davon ueberzeugen kann, die naechsten tage etwas frueher aufzustehen, aber leider kommen auch die typen mit den booten erst gegen 8 uhr hier an. Aber egal, dann mach ich erstmal nichts, hab ja urlaub.
Aktuelle Ergaenzung:
Auf Java ist der „Merapi“ einer der gefaehrlichsten Vulkane auf der erde erwacht, und wird demnaechst ausbrechen, man erwartet dass dann der gesamte luftraum ueber Sued-ost Asien gesperrt wird. Das koennte fuer mich heissen, dass ich noch etwas laenger auf Siargao bleiben muss, schade


oh man babe dass hoert sich ganau nachdem reisen an das ich so sehr vermisse
ANTWORT:
Bin ich “babe”, wer ist da?
Anonymous schrieb dies am 26. Oktober 2010 um 10:26 am |
Du wirst wohl von Naturkatastrophen verfolgt, Überschwemmungen in Thailand, Vulkan auf Java- mal sehen, was demnächst dann bei deiner Weiterreise in Vietnam, Burma, Tibet, China und Mongolei noch passiert. Viel Spaß beim Surfen und gute Rückreise mit der Trans-Sibirischen-Eisenbahn!
ANWORT:
Das kann ich dir sagen, sinflut in meiner unterhose. Es ist verdammt schwierig wenn man ploetzlich alleine reist und am flughafen bei, laengerem aufenthalt, niemanden hat der mal aufs gepaeck aufpasst. und mit nem trolly mit surfboard passt du nicht ins klo.
Henning schrieb dies am 26. Oktober 2010 um 2:04 pm |
Hatte gleich mit Pipi in den Augen als ich von eurem Abschied gelesen habe . Aber 5 Monate gehen auch schnell vorbei .
…und gegen die Sintflut in der Hose gibt es doch ” Tena for man ” in der Apotheke . und die sollen auch sher gute Dienste auf Reisen leisten , wie mir einige Kunden schon erzählt haben. *g
Also ausprobieren , so wie ich dich kenne bist du doch immer offen für Neues .
Liebe Grüße , deine Toffel-Mutter
Randi schrieb dies am 3. November 2010 um 7:12 am |