So das wars…

•28. Januar 2013 • 1 Kommentar

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Neun tage strand, sonne und hin und wieder auch surfen. Klar freuen wir uns schon tierisch auf zuhause😦

Von den letzten 9 tagen gibt es eigentlich nicht viel zu erzaehlen. Zwei kleinere tagesausfluege nach Mazunte und nach Puerto Angel waren voellig ausreichend und haben sich auch gelohnt. Zur abwechslung hatte Charly mal probleme mit der verdauung und vorgestern waren wir noch auf einer Full Moon party am strand. Alles in allem war das eine grossartige reise, aufregend und auf jeden fall interessant. Zum ersten mal hatte ich die gelgenheit mit pelikanen zu surfen, denn diese bevoelkern hier in grossen gruppen die kueste. Hin und wieder haben mich die fetten voegel ganz schoen erschreckt, wenn sie sich knapp neben einem ins wasser stuerzen. Charly hat ihre ersten versuche mit einem surfbrett und den wellen klar zu kommen grossartig gemeistert.
Die mexikaner selbst habe ich noch nicht ganz durchschaut. Von einem durchweg freundlichen dauergrinsevolk kann keine rede sein, da habe ich mich in asien schon wohler gefuehlt. Gerade die frauen koennen echt ganz schoene miststuecke sein. Auch mit den locals im wasser habe ich bis auf: „No gracias, no drugs, gracias“, kein wort gewechselt. Vor unserer naechsten reise nach mittelamerika werden wir wohl unser spanisch noch etwas trainieren muessen, denn mit englisch kommt man an vielen orten einfach nicht weiter. Unsere befuerchtungen was die kriminalitaet angeht wurden absolut entkraeftet und viele immigranten mit denen wir gesprochen haben konnten uns das nur bestaetigen. Drogen sind zwar sicher ein problem und ich wuerde behaupten, dass ich nichtmal in bali so haeufig angesprochen wurde wie hier, aber solange reisende hierher kommen um zu kiffen oder was auch immer, so lange wird es auch dealer geben die ihnen das zeug verkaufen. Erstaunt war ich allerdings schon, dass mir selbst die rettungsschwimmer am strand koka andrehen wollten.
Die Mayaruinen waren der hammer und allein deshalb muss ich auf jeden fall nochmal hierher, bzw. nach Guatemala. Des essens wegen eigentlich auch, aber fuer die naechsten wochen habe ich erstmal genug von tortillas und flitzekacke.

Heute Abend geht es mit dem bus nach Oaxaca, wieder eine nachtfahrt. Das ist zwar angweiliger, aber anderseits wollen wir nicht 10h aus dem fenster gucken und so haben wir eine uebernachtung gespart und koennen noch einen tag am strand abhaengen. Und genau da werden wir jetzt hingehen.

Danke fuer die netten emails und schoen das so viele den blog verfolgt haben.

1500 km durch Mexikos sueden

•17. Januar 2013 • 1 Kommentar

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Bruellaffen, keine servolenkung, lebensmittelvergiftung, übernachtung im bordell, militaercheckpoints und polizeikontrollen, fantastische mayaruinen im regen- und im urwald. Eine hammermaessige woche liegt hinter uns und ich habe im moment noch keine ahnung wie ich das hier in kuerze niederschreiben soll.

Wir sitzen jetzt wieder in unserem netten hostel in San Cristobal. Draussen regnet es und wir frieren uns den arsch ab. Auf etwa 2000m ist auch das mexikanische klima etwas „milder“, wir haben fucking 10-15 grad.
Vor mehr als einer woche sind wir ja hier von der kueste aus mit dem bus angekommen. San Cristobal ist wunderschoen und ich denke genau das, was man sich als deutscher unter einer schoenen klassischen mexikanischen stadt eben so vorstellt. Die wenigsten haeuser, zumindest in der altstadt sind ueberhaupt zweigeschossig, die strassen sind eng, daher fuert der verkehr immer nur in eine richtung und jede wand hat eine andere froehliche farbe. Was mich besonders beeindruckt hat ist das erbe der Zapatistenrebellen, dass hier sehr hoch gehalten wird. 1994 besetzten die linke guerilliaarmee San Cristobal wurde aber recht schnell wieder vertrieben und agiert seit dem im untergrund aber auch offen als partei. Ihr vermumter, pfeife rauchender anfuehrer ist zur kultfigur geworden und man kann ueberall postkarten und kleine puppen von ihm kaufen, also, wer will autonome puppen?
Viele menschen hier in der stadt und in den kleinen doerfern in den bergen, laufen immernoch in ganz traditioneller kleidung rum.

Nach 2 tagen im recht kuehlen, aber damals wenigstens noch sonnigen San Cristobal ging es auf zu unseren erklaerten mayazielen Palenque und Calakmul.
Im reisefuehrer war die rede von einer mietwagenfirma, bei der man VW Kaefer mieten koenne, die faire preise mache und eine vernuenftige versicherung waere da auch schon inklusive. Leider gab es fuer uns keinen Kaefer mehr und so mussten wir uns mit einem etwa aehnlich alten Nissan Tsuru zufrieden geben. Der vermieter machte mit mir eine kurze begehung und auf einem vordruck wollten wir eigentlich schaeden vermerken, damit man die bei der rueckgabe nicht mir anrechnet. Wir haetten dir karre eine mayapyramide runterschubbsen koennen, sie haetten es nicht bemerkt. Der gute alte Nissan hatte so viele kratzer und beulen, das ich auf dem vordruck am ende nichts mehr erkannt habe. Als ich dann das auf dem kleinen hof zureuckgesetzt hatte und losfahren wollte wurde mir bewusst wie schoen und komfotabel eine servolenkung doch ist. Dabei ahnte ich dort noch nicht, dass wir etwa 200 km kurvigste bergpiste vor uns haben. wir fuhren zum hostel, muellten den Nissan mit unseren sachen voll und ab ging die wilde fahrt.
Die etwa 250 km bis Palenque absolvierten wir in etwa 5h. Anfangs ging es noch durch traumhafte bergdoerfer und die vegetation war eher europaeisch, aber nach schon kurzer zeit gab es einen radikalen schnitt und ploetzlich standen da die ersten palmen, es wurde waermer und feuchter. Auch mexikaner scheinen gerne schnell zu fahren. Daher gibt es an kritischen punkten und in ortschaften die heftigsten bremshuckel, die ich je gesehen habe. Manchmal kuendigte ein hinweisschild sie an (Topas!) manchmal nur bremsspuren. Eine sind so hoch, dass unser unterboden etwas leiden musste. Kurz vor Palenque kamen wir dann auch noch in einen heftigen regenschauer, was umso aergerlicher ist wenn die zwei mikriegen scheibenwischer scheinbar auch noch aus mayazeiten stammen, schritttempo und warnblinklicht. In den bergen passierten wir auch einen miltaercheckpoint, die herren hinter den MG’s waren allerdings nicht sonderlich interressiert an uns.
In Palenque quartierten wir uns direkt im Dschungel ein. Eine kleine offene Huette, die nur mit fliegennetzen behangen war, mit einer kleinen, romantischen, baufaelligen terrasse, direkt an einem kleinen bach, der leider mehr shampooreste als fische mit sich fuehrte, war unser heim fuer die naechsten zwei naechte. Nachts war es sogar ganz angenehm waere da nicht Bob Marley gewesen, haetten wir auch super schlafen koennen, aber leider beschallte der bis 1 uhr nachts den Dschungel. Abgeloest wurde er dann bis etwa 6 uhr morgens immerwieder im wechsel durch klaeffende hunde oder bruellaffen.
Erklaertes ziel war es gleich mit oeffnung der tore, puenktlich um 8 in die Mayaruinen zu stuermen, wenn der nebel noch durch den regenwald zieht, die sonne perfektes licht wirft zum fotografieren und sich die rosa jogginghosen noch an den buffets der hotels vollstopften. Pustekuchen, um 8 fing es an zu regnen. Wir beschlossen jetzt einfach mal urlaub zu haben und uns nochmal ins bett zu legen, da nun sowohl die hunde als auch die bruellaffen die schnauze hielten und es zum fruehstueck auch noch keinen Bob Marley gab. Gegen 11Uhr besserte sich die situation und wir sprangen in unseren guten Nissan um die 3 km zum eingang der ruinen moeglichst schweissfrei hinter uns zu bringen. Unterwegs nahmen wir noch zwei Argentinierinnen auf, die auch keinen bock auf einen anstrengenden fussmarsch hatten. Am einlass zu den ruinen gab es dann zwar erstmal etwas knatsch, weil mich die parkhueter nicht mit meinem stativ reinlassen wollten. Ich musste das teil dann echt im auto lassen, was mich spaeter sehr geaergert hat.

Ruinen Palenque:
Hammer. Leider donnerten mir nun natürlich rosa jogginghosen durch die bilder, aber die riesigen ruinen inmitten eines feuchten dschungels sind einfach der hammer. Die ruinen wurden zum teil recht gut restauriert und wieder hergerichtet sind aber mittlerweile vom regenwald recht stark eingenommen, was nur noch beeindruckender ist. Palenque war eine sehr starke und maechtige mayakolonie und hat einige kriege gewonnen. Die tempel und palaeste gehoeren zwar nicht zu den groessten, aber wenn die bruellaffen aus dem dschungel toenen und du stehst eben gerade vor einer dieser nicht enden wollenden treppen und siehst nur gewalltige steine, dann ist das schon wirklich beeindruckend. Scheisse wenn dir eine rosa trainingsjacke und ein dicker hintern die sicht versperren. Das schoene ist, das sich die meisten reisegruppen und mexikanischen touris nur auf den hauptplaetzen solcher ausgrabungsstaetten aufhalten. Allerdings gibt es auch noch etliche schoene ruinen abseits der grossen palaeste und wenn wir schonmal ueber den ganzen Atlantik fliegen, dann laufen wir auch gerne noch zu denen. Auf den abgelegeneren wegen sind wir dann nur noch einigen amis und anderen europaern begegnet.

Von Palenque ging es dann am naechsten tag weiter nach Calakmul, eine weitere aber sehr viel abgelegenere Mayakolonie richtung Guatemala. Wieder 5h fahrt, aber dafuer super breite highways und auch vegetationstechnisch wieder etwas voellig anderes. Als wir nach etwa 20 km auf den fetten highway einbogen und sich die nicht enden wollende asphaltzunge zum horizont vor uns ausstreckte, zuckte es mich in den armen und ich wollte spontan und wie aus der gewohnheit auf die linke fahrbahn wechseln. Die gelbe fahrbahnmarkierung, die massiven trucks mit ueberlaenge und die vielen rinderfarmen, einfach auch die ganze vegetation, alles erinnerte mich stark an australien. Charly weiss jetzt genau wie die bremsanlagen in den Kenworth trucks funktionieren und wie rinder abgezaehlt, sortiert und verladen werden.
Etwas unangenehm ueberrascht waren wir ueber die anzahl der totgefahrenen tiere am strassenrand, meist hunde und pferde. Auch deshalb legten wir einen spontanen stop ein, als wir eine schildkroete sahen, die versuchte ueber den highway zu kommen. Nach einem schnellen foto schnappte ich mir die schnappschildkroete und lies sie auf der anderen strassenseite wieder laufen.
Leider haben wir bei der berechnung und planung unseres benzinverbrauchs etwas gepennt und als wir vom highway in richtung der mayastaete abbiegen wollten, mussten wir feststellen, dass wir zwar die 60 km in den urwald rein schaffen wuerden und eventuell auch die 60 wieder herraus, aber bis zur naechsten tanke auf diesem gottverlassen stueck highway waren es in die richtige richtung etwa 100 km und sogar in falsche richtung waeren es noch 60 und das war zu heikel. Also machten wir nochmal einen umweg von etwa einer stunde und 120km um unseren durstigen Nissan abzufuellen und eine stunde spaeter standen wir wieder am checkpoint und an der einfahrt zum Reserva Biosfer Calakmul. Unser einziger vorteil, der checkpointmann war schon im feierabend also konnten wir ohne mautgebuehr in den park einfahren.
Es war von vornherein klar, dass es hier keine unterkunft gibt, uns ein schweineteures hotel und einen campingplatz der auch als ausbildungsstaette fuer nachhaltigen oekotourismus genutzt wird. Zelten klingt ja auch ganz romatisch und im trockenen urwald, der nun wieder ganz anders war als der feuchte regenwald in Palenque, schien das irgendwie eine tolle sache zu sein. Leider sprach im Camp Yaax’sche, wie es bisdahin fuer uns noch hiess kein schwein englisch und irgendwie war dort auch niemand wirklich gluecklich darueber, dass noch zwei touris dort uebernachten wollten. Man baute uns dann allerdings noch ein zelt auf und staendig wurde uns etwas von einer gruppe erzaehlt. Spaeter trafen dann noch zwei andere deutsche ein, die wenigstens spanisch konnten, sie wurden dennoch sehr unfreundlich wieder weggeschickt, bekamen aber auf nachfrage noch etwas zu essen. Wir setzen uns zu ihnen und dann gab es ploetzlich auch fuer uns etwas tacos und quessilladas. Das essen in mexiko ist grundsaetzlich der hammer, super lecker und wer es nicht so scharf mag, der laesst eben einfach die Salsa weg. Man muss nur etwas vorsichtig sein, aber frueher oder spaeter erwischt eh jeden der duchfall. Dieses Essen war von vornherein ekelhaft. Ich habe keine Ahnung welcher hund oder welches pferd dafur vom highway gekratzt wurde, aber es war wiederlich. Wir hatten irgendwie einfach mehr erwartet, es wurde ja immerhin noch fuer eine reisegruppe von 28 personen gekocht. Es gab auch fuer uns im umkreis von 60 km keine andere moeglichkeit etwas zu bekommen und da sie ja fuer uns schon extra noch ein zelt aufgebaut hatten, haben wir fleissig aufgegessen. Ich meine tacos highwaytot, charly maistortillas mit kaese. Gegen acht kam dann auch die franzoesisch/spanische reisegruppe, das muessen alles studenten gewesen sein.
Meine ersten magenkraempfe kamen schon am abend, aber ich habe dennoch fast bis halb 4 geschlafen, dann musste Charly mich zum plumpsklo begleiten. Es gab keinen strom und sie musste die taschenlampe von aussen gegen die decke richten, damit ich dadrinne etwas sah. Haette ich die lampe selbst mit reingekommen, haetten die muecken, fliegen und fledermaeuse voellig remmi demmi gespielt. Mein Koerper wollte nun loswerden was in ihm steckte vorerst nur rektal, das gleiche spiel haben wir dann gegen 5 uhr nochmal wiederholt. Da war dann auch schon die campleitung wach und begann mit der zubereitung des fruehstuecks, ich war noch mit meinem abendbrot und saemtlichen anderen mahlzeiten des vortags beschaeftigt. Nachdem mich die magenkraempfe und andauernde uebelkeit nun seit halb vier im zelt hin- und herwaelzen liesen, beschloss ich gegen halb 6 mir einen plastikstuhl zu holen und mich vors zelt zu setzen, in freudiger erwartung meiner tacos. Mit viel warten war das dann nichts. Kaum war ich in der senkrechten, lehnte ich auch schon vornueber an einem baum. Charly war es dann, die den stuhl holen musste. Aus meiner erfahrung mit der singalesischen giftkueche, hoffte ich dass nun alles ueberstanden sei. Noch ein paar stunden schlafen und dann ab zu den ruinen. Nix da, die magenraempfe hoerten einfach nicht auf. Die reisegruppe verliess langsam ihre zelt und ging sich waschen, Majan verliessen die tacos. Die reisegruppe setzte zum fruehstueck majan sass auf seinem plastikstuhl. Die reisegruppe fuhr ab, Majan entfuhren noch ein paar tacos. Die bruellaffen zogen ueber die baeume im camp, Majan bruellte lauter. Ganze 8 mal musste ich aus dem zelt, Charly suchte schon die adressen der krankenhaeuser aus der umgebung zusammen. Die letzten male habe ich nicht mehr richtig miterlebt, da war ich schon in trance und stand irgendwie neben mir. So fertig hat mich kotzen noch nie gemacht. Gegen 10 habe ich mich das letzte mal in mein zelt gelegt, waere ich nochmal aufgestanden, haette ich sicher nochmal bloed aussehen koennen, aber dazu fehlte mir schlichtweg die kraft.
Die jungs vom vortag wurden ziemlich energisch zu ein paar bungalows am highway geschickt, dorthin zog es uns dann auch etwa gegen 1 uhr. Mein magen hatte sich wieder etwas beruhigt, aber magenkraempfe hatte ich noch die naechsten 2 tage. Die leute im „camp kotze“ waren alles andere als hilfsbreit und fuer das zelt haben wir einen viel zu hohen preis gezahlt. Wir nahmen uns dann auch eines dieser bungalows am highway. Super schoene unterkunft, sauber und alles recht neu. Fuer mich gab es ab da an nur noch bananen und zwieback.

Calakmul:

Calakmul mussten wir also um einen tag verschieben und auch wenn ich noch recht wackelig auf den beinen war, wir waren beide absolut ueberwaeltigt von diesen riesen mayapyramiden mitten im urwald. Hier war alles etwas groesser als in Palenque und die vielen hundert stufen hoch auf die pyramiden haben mich echt fertig gemacht, aber der ausblick war einmalig. Wenn man durch die ruinen und den urwald streift wird einem das ausmass nicht wirklich bewusst von oben ist das schon ein knaller. Bis zum horizont nur wald und hier und da eine Mayapyramide die aus dem blaetterdach hervorschiesst.

Etwa 3h schlenderten wir durch die weitverzweigten ruinen, dann ging es wieder ein stueck zurueck richtung San Cristobal. Unser ziel war es mit 2 uebernachtungen hinzukommen um dann die Nissanschleuder wieder abzugeben. Das gute stueck funktionierte mittlerweile wie ein fahrender kleiderschrank. Unsere gesamten sachen waren auf der ruecksitzbank und im kofferraum verteilt, so konnten sie waerend der fahrt gut trocknen und wir mussten nicht lange suchen, wenn wir etwas benoetigten.
Da ich noch immer etwas labberig war, hielten wir gleich im ersten Motel, dass wir sahen. Der preis war ok und die zimmer sehr modern eingerichtet, man konnte sein auto sogar in eine garage fahren und dahinter zuziehen, wegen der sonne dachte ich. Als wir dann unser zimmer etwas genauer unter die lupe nahmen daemmerte uns woher der wind wehte. Die duschkabine hatte eine glaswand zum wohnzimmer und der moderne sessel war irgendeine kreative bumshilfe aus dem hause Beate Uhse. Am besten gefallen hat mir die speisekarte die senioritas kosteten fuer stunden nur 200 peso! Und das auto sollte man mit dem garagenvorhang natuerlich nicht gegen die sonne schuetzen, sondern eher vor peinlichen momenten, wenn die karre vom nachbarn da ploetzlich steht. Egal, wir haben super geschlafen und von den anderen haeufig wechselnden gaesten nicht allzuviel mitbekommen.
Auf dem weg nach Palenque kamen wir zweimal in polizeikontrollen wobei die eine auch wirklich gruendlich war. Sie versuchten uns kurz probleme wegen meines neuen fuehrerscheins zu machen, aber als ich ihnen das datum auf der rueckseite zeigte, war das nicht mehr ausreichend genug um hier schmiergeld zu holen. Unsere letzte uebernachtung haben wir dann wieder im dschungel von Palenque verlebt, wieder mit Bob Marley, wieder mit hunden und bruellaffen. Auf dem letzten stueck nach San Cristobal haben wir dann noch den wasserfaellen von Agul Azul einen besuch abgestattet, das war auf dem hinweg wegen der starken regenfaelle nicht moeglich. Leider hat man dort wegen der vielen unfaelle und der starken regenfaelle das baden stark eingeschraenkt, super schoen sah es trotzdem aus.
Heute morgen haben wir die alte klapperkiste ohne beanstandungen wieder abgegeben. Morgen abend geht es dann wieder per bus nach Zipolite zu meinen surfbrettern. Dort werden wir dann vermutlich auch bis zu unserer abreise nach Oaxaca bleiben. Das war unser haupbericht, ich werde kurz vor unserer abreise nochmal etwas kurzes schreiben. Charly war waerend der letzten zweieinhalb stunden 2 mal duschen, es wird echt zeit das wir wieder in waermere regionen kommen.

Und weiter geht’s…

•8. Januar 2013 • 2 Kommentare

majans

Seit dem 2. januar hatten wir eine nette bambushuette gleich beim strand, ich habe mich erkaeltet , was aber nicht so schlimm war, denn surfen macht hier eh nur wenig spass. Ansonsten: baden, sonnen, essen, baden, sonnen, essen…

Jetzt geht es aber weiter im reich der maya. Wir werden heute nacht mit einem bus die 12h tour nach SAN CHRISTOBAL DE LAS CASAS hinter uns bringen. Eigentlich war dieser ort nur zur durchreise gedacht um dort gleich in den naechsten bus zu springen. Unser reisefuehrer spricht aber in so grossen toenen von der „grandiosen kolonialstadt im hochlandtal, mit ihrer einzigartigen atmosphaere und den vielen maerkten, in der die indigenen wurzeln mexikos besonders tief verwachsen sind“, dass wir uns entschieden haben noch zwei naechte dort zu verbringen. Ausserdem hat diese stadt eventuell noch eine ganz besondere freude fuer uns bereit😉
Anschliessend geht es dann weiter zu den mayatempeln „Palenque“ und „Calakmul“, die mitten im urwald liegen. Unser plan ist es spaetestens am 20.januar wieder an der kueste zu sein um noch 5 tage sonne zu tanken, bevor es dann am 28ten wieder nach Oaxaca geht.

Silvester haben Charly und ich am Strand verbracht. Ich mit „Corona Mega“ (1,5 liter flasche bier) und charly mir weisswein. An einem strandabschnitt vor einem dieser selbstfindungs-energiecamps schwangen sich ein paar einheimische in Mayaoutfits und vollfuehrten eine nette prozedur, sah auch interessant aus. Charly wurde am naechsten tag sogar von einem mexikanischen touristen darauf angesprochen, ob ihr das ritual auch soviel kraft gegeben habe, er waere jetzt auf jeden fall wieder voller energie. Schoen.
Spaeter gesellten wir uns zu den hippies und ravern, die den gesamten strand entlang zelten, dort gab es dann noch elektromukke am strand bis in den morgen.
Bei mir hat das ritual vom „Shambala“ camp leider nicht die erhoffte wirkung gezeigt, ich war erstmal erkaeltet. Am 03.januar hat es mich dann bei einem kleinen ausflug in ein benachbartes hafenstaedtchen ganz umgehauen. Nach zwei tagen war das groebste ueberstanden und ich war auch schon wieder mal surfen. Charly uebrigens auch und sie hat trotz schwieriger bedingungen schon das ein oder andere mal kurz gestanden.

So weit bis hierhin, wir melden uns wieder aus dem urwald, vielleicht finden wir da unsere maya erleuchtung, derweil muss Charly erstmal die Majanerleuchtung ertragen.

AKTUELLE ERGAENZUNG:

Wir sind mittlerweile gut in SAN CHRISTOBAL DE LAS CASAS angekommen, die fahrt war super komfortabel und wir haben auch ein schoenes hostelzimmer mit balkon bekommen. Aber jetzt suchen wir uns erstmal ein schoenes cafe zum fruehstuecken.

Ein kleiner Programmtip nebenbei

•2. Januar 2013 • 2 Kommentare

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Reisen in ferne Welten – Kreuzfahrt ins Nichts

Ein Film von Carsten Heider
Kamera: Marian Hiller
Samstag 05.01. 18:15Uhr 3Sat

Die Polarmeere haben Touristen längst erobert – auf Passagierschiffen im Rahmen klassischer Kreuzfahrten mit Komfort und Animation. Eine höhere „Eisklasse“ muss man haben, wenn die Reise zum Franz Josef Land gehen soll – quasi mit dem Eisbrecher an den Rand der Welt.
Eine Kreuzfahrt ganz anderer Art

weitere Infos hier

Auf geht’s in ein neues jahr

•1. Januar 2013 • 1 Kommentar

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Mit 7h verzoegerung werden wir heute auch ins neue jahr zusteuern und hoffentlich auch auf ein paar bessere tage als die letzten.

Wir waren in mayaruinen, Charly haben die moskitos das gesicht aufgestochen und ich hab staendig nen flotten otto, wir haben einige wilde bustouren hinter uns und am ende mussten wir fast jede nacht die unterkunft und orte wechseln. Ab morgen soll es aber ruhiger und besser werden, dann haben wir eine schoene bleibe, daran glaube ich aber erst, wenn wir wirklich eingecheckt haben.

In Oaxaca war es noch richtig schoen, wir haben uns an unserem vorletzten tag fahrraeder ausgeliehen und haben damit die 500 hoehenmeter zum MONTE ALBAN gemeistert, gefuehlt waren es aber mindestens die ganzen 2000, so hoch naemlich liegt MONTE ALBAN. Die Olmeken kamen hier 800 v.Chr. zum ersten mal an, spaeter haben dann die Zapoteken das ganze neu besiedelt und grosse Pyramiden erbaut, dann kamen aber die Mixteken, aber egal, weil dann besetzten ploetzlich die Azteken den Berg, verloren aber auch wieder alles gegen die Spanier und ploetzlich war dann auch schon das 20Jh. und die UNESCO war da. Nur etwa 25 jahre spaeter quaelten sich nun zwei uebermuetige deutsche den berg hoch und waren beeindruckt wie schoen und gewaltig die alte mayastaette immer noch ist, nicht aber ohne sich nach dem aufstieg mit einem kraeftigen schluck aus der Coronaflasche zu staerken.

Am naechsten Tag haben wir Oaxaca dann im Minibus richtung Puerto Escondido verlassen. Begleitet wurden wir von Johannes, einem 23 jahre alten theologie studenten, der ein auslandssemester in mexiko belegt. Die restlichen mitfahrer waren alle samt mexikaner. Hin und wieder stieg jemand aus, dann war unser busfahrer sehr bemueht neue fahrgaeste aufzulesen. Das tempo war wie zu erwarten sehr rasant, es ging ja fast die gesamten 6h kreuz und quer durch die berge. Ich war stark bemueht mein fruehstuck da zu behalten, wo ich es erst kurz vor antritt der fahrt reingestopft hatte. Nach einer kurzen pause, bei der sich unser fahrer mit einigen tortillas gekraeftig hatte lies das rasante tempo ploetzlich nach. Im rueckspiegel konnten wir auch gut erkennen woran das lag. Unser fahrer konnte kaum die augen offen halten. Zum glueck fiel das nicht nur Charly und mir auf, sondern auch einem anderen fahrgast neben ihm. Der verwickelte ihn dann in ein gespraech. Ich habe in meinem ganzen leben noch nie jemanden gesehen, der so krass mit der muedigkeit zu kaempfen hatte und dazu noch die karre mit etwa 25 personen voll hatte.

Am ende sind wir gut und munter in Puerto Escondido angekommen, aber fuer Charly und mich begann da erst der richtige stress. Bereits im vorfeld hatte wir im internet mitbekommen, dass es schwierig werden koennte noch eine unterkunft zu bekommen, vor allem etwas unter 30€. Erst hier wurde uns so richtig bewusst was es heisst zwischen weihnachten und neujahr an die mexikanische kueste zu reisen. Mexiko ist sicher kein furchtbar reiches land, aber der mittelstand und selbstverstaendlich auch die richtig reichen lassen es sich nicht nehmen ihren urlaub an der kueste zu verbringen und das sind eben nicht wenige.
Nach einigem hin und her in taxis fanden wir eine unterkunft die uns zumindest sicher erschien, guenstig leider nicht (45€), aber sie war eh nur fuer eine nacht zu haben. In der folgenden nacht sind wir dann in eine kleine bambushuette gezogen (20€), furchtbar dreckig, nicht wirklich abschliessbar, aber das groesste problem in dieser partyregion war, dass wir nachts kein auge zu bekamen. Es war heiss, die floehe und moskitos frassen uns auf und durch ein paar bambusstangen dringt eben alles durch. Nebenan spielte bis etwa 3uhr eine coverband und besoffene mexikaner- und amerikanerhorden pilgerten durch die stadt und feierten.
Am naechsten tag zogen wir sofort weiter nach Zipolite, hier waren wir bereits am vortag um uns nach alternativen unterkuenften umzuschauen. Bei einer netten aelteren dame konnten wir uns eine huette reservieren. Nun sollte alles besser werden. Am strand waren wir bis dahin nur ein kurzes mal, ich habe versucht ein paar wellen zu bekommen, was bei nur einem point und etlichen anderen surfern, vorwiegend anfaenger, die immer im weg rumliegen, bzw. einfach in eine besetzte welle paddeln schier unmoeglich war.

Nun also Zipolite. Die kurze reise dahin sollte unser erstes problem werden. Kurz nach dem fruehstueck stellte meine verdauung auf durchspuelen und so kam es, dass Charly nach 15km busfahrt, 60 sollten es werden, den busfahrer bitten musste uns irgendwo im nirgendwo abzuwerfen. Der guckte recht verdutzt, aber es bedarf keiner grossen spanischkenntnisse, ihm klarzumachen, was passieren wuerde, wenn er den verkrampften typen auf der letzten bank, mit den drei rucksaecken, dem surfboard und der hektischen freundin nicht augenblicklich bei dem naechsten shop rauslassen wuerde. Zwischen melonen und getraenkekisten durch ging es auf aussentoilette der familie, die dort irgendwo im nichts einen kleinen shop betrieb. Und dann saßen wir auch schon wieder auf der strasse und warteten auf den naechsten bus.
Zipolite ist ein kleiner ruhiger hippieort, mit naechtlichem schmuck- und handwerksmarkt auf der strasse, ueberwiegend von anderen reisenden organisiert. Auch hier war es mehr als kompliziert eine bleibe zu finden, da auch noch irgendein festival sein soll, von dem wir allerdings nichts mitbekommen haben. Ueberall zelten familien und reisende am strand und auf leeren grundstuecken. Es weht immer ein frischer durft von cannabis durch die luft und alles ist ein bisschen woodstock. Nach etwa 2h bus- und taxitour, in unserer „neuen“ unterkunft angekommen, mussten wir feststellen, dass wir nicht das versprochene zimmer bekommen sollten sondern nur eine keimige bretterbude am rand, das aussenbad war so vollgeschissen, das ich mir einen enttaeuschten blick und eine bemerkung nicht verkneifen konnte. Ich wollte dann auch gerne den preis nachverhandeln, woraufhin Charly und ich ganz ploetzlich wieder auf der strasse sassen. Alles verhandeln und entschuldigen half nichts, seniora und ihr macker fanden uns scheisse und lachten sich ins faeustchen, wohlwissend, dass es uns so gut wie unmoeglich sein wird noch eine unterkunft zu finden. All unsere leistungen vom vortag, das rumsuchen und vorfahren, waren umsonst.
Charly habe ich dann erstmal mit all unserem gepaeck in einer schattigen ecke geparkt und bin ein weiteres mal durch den ort getigert. Am ende habe ich dann wirklich eine kleine bude (Foto) gefunden, natuerlich sind auch hier klo und dusche einfach nur ekelig, aber es waehre ja auch schade, wenn es uns zu einfach gemacht werden wuerde. Ab morgen habe wir hoffentlich eine schoene kleine huette im camp einer schweizerin, die vor vielen jahren nach Mexiko ausgewandert ist. Sie war sich bislang nicht ganz sicher, ob die huette am ersten oder zweiten frei wird, egal, wir bekommen in den naechsten tagen ein schoenes zimmer. Charly hatte heute morgen ihre ersten versuche auf dem surfbrett und hat sich gut geschlagen. Leider sind die wellen fuer mich einfach zu klein und unsauber und fuer charly leider etwas zu kompliziert und eben auch unsauber, aber wir bleiben dran.

Heute werden wir erstmal mit eigenartigen getraenken (Bier, tomatensaft, salsa, zirtuskonzentrat) ins neue jahr stolpern und dann mal sehen, was die naechsten wochen bringen. Vermutlich werden wir noch eine woche hier bleiben um dann zu weiteren kulturtrips ins landesinnere vorzudringen.

Schoene gruesse und einen guten rutsch euch allen von Charly mit dem moskitogesicht und Majan mit dem feuerhintern🙂

Buenos Dias

•26. Dezember 2012 • 6 Kommentare

Viva Siesta

Charly und ich haben es geschafft, wir sind nach etwa 19 stunden umherirren, im Flieger sitzen und wein trinken endlich in Oaxaca, in Mexiko angekommen.
Bislang sind wir mehr als zufrieden mit unserer Wahl. Oaxaca ist wunderschoen. Eine gemuetliche Altstadt, die genau so ist wie man sich eben mexikansche Kleinstaedte eben so vorstellt, nur ohne die Drogen- und Bandenkriminalitaet. Gestern war hier der eigentliche Weihnachtsfeiertag, der einzige uebrigens. Die ninos duerfen sich allerdings erst am 6. Januar auf Geschenke freuen, am Dreikoenigstag, mal sehen was Charly sich da fuer mich einfallen laesst.

Unser Flug verlief ohne groessere Komplikationen. Den Umstieg in Paris haben wir souveraen gemeistert, erst bei dem zweiten Wechsel in Mexiko City haben wir ein bisschen Stress gehabt, aber das war am Ende voellig umsonst, da wir uns auf der Anzeigeuhr verguckt hatten und so eine Stunde zu frueh vorm Gate standen. Auf dem langen Stueck von Paris nach Mexiko haben wir versucht Air France um seine Weissweinreserven zu bringen, was uns auch ganz gut gelungen ist. Den ersten film haben wir noch gemeinsam geguckt. „SAVAGES“ eine Hollywoodproduktion ueber mexikanische Drogenkartelle, super Einstieg in den Urlaub. Danach habe ich mich durch moeglichst bekloppte Komoedien geschaut und charly ist auf Liebesfilme ausgewichen, interessant wie unterschiedlich sich Weisswein bei Mann und Frau so auswirkt.
Leider hat unsere Maschine einige technische Probleme gehabt und so konnte beim hinteren drittel des Fliegers das Licht nicht ausgeschaltet werden, unserem drittel. Somit wurde fuer uns keine kuenstliche Nacht eingelaeutet. Das ist wirklich komisch, in den ersten zwei dritteln des Fliegers war absolute ruhe, die Leute schliefen und nur hier und da lief noch ein Monitor, ausserdem war es dort auch kuehler. Bei uns dagegen ballerte die Heizung und die Leute liefen umher, es wurde getrunken, gequatscht und fast auf jedem Platz lief ein Film. Auch wir haben die Augen kaum zubekommen und waren in Mexiko dementsprechend knuelle. Der kurze Flug in einer ziemlich kleinen Maschine nach Oaxaca verging ruckzuck, hier konnten wir dann auch erstmals etwas schlafen. In unserem Hostel angekommen sind wir dann nur noch ins Bett gefallen.
Da es einen Buchungsfehler gab mussten wir heute in ein anderes Zimmer umziehen, jetzt haben wir sogar einen Fernseher und einen Computer🙂

Gestern dann der erste ausfuehrliche Spaziergang durch die Stadt. Da Feiertag ist und die Mexikaner ganz offensichtlich auch selbst gerne draussen sind, war dementsprechend viel los in den Strassen. Ueberall haben Cafes geoeffnet, fuer unsere Verhaeltnisse ist das alles noch sehr touristisch und aufgesetzt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir noch die ollen Plastiktische mit Essen aus der eigenen Kueche finden. Zu meiner Liste mit Dingen die ich mal probiert habe, aber nicht vermisse, kann ich nun auch noch ein eigenartiges Getraenk hinzufuegen. Oel mit Wasser und geraspelten Erdnuessen, was soll das? Besser war da schon mein erstes eiskaltes Corona. Warum eiskalt? Naja, wir haben hier ballersonnenschein und mindestens 25°C!!!
Da wir keine Handys mitgenommen haben und keiner von uns beiden eine Armbanduhr traegt, leben wir momentan ohne jedes Zeitgefuehl und leider auch ohne Wecker, was uns morgen echt auf die Fuesse fallen wird, da wir um spaetestens halb neun unseren Bus nach Puerto Escondido bekommen sollten. Eine 6 stuendige Fahrt liegt dann vor uns, aber dafuer werden wir dort endlich in die Wellen kommen und dann liebe Freunde des mitteleuropaeischen Winters, haben wir sowohl an Land als auch im Wasser 30°C!
Jetzt werden wir uns erstmal Fahrraeder ausleihen und es geht in die Ruinen von „Monte Alban“, einer alten Zapoteken Stadt.

 
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